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HCCH Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20

Vorlesung "Das Kulturelle Erbe der Menschheit. Chancen und Problematik eines populären Konzepts"

Interdisziplinäre Ringvorlesung; Diverse Dozierende
Mo. 16.15 - 17.45 Uhr, Beginn: 14.10.2019
Marstallhof 2/4, HS 513

Kommentar: In der Ringvorlesung werden zahlreiche Aspekte des Kulturellen Erbes – sowohl des materiellen wie auch des immateriellen – aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen vorgestellt und diskutiert. Hierbei werden sowohl theoretische Reflexionen (nicht zuletzt in kritischer Auseinandersetzung mit dem Konzept des Cultural Heritage) als auch praktische Anwendungsbeispiele präsentiert.

Hauptsemeinar "Chinesische Mauern, Römischer Limes und Danewerk - Befestigte Grenzen als kulturelles Erbe?

Prof. Dr. Enno Giele, Prof. Dr. Christian Witschel, Dr. Roland Prien
Di. 11.15 - 12.45 Uhr, Beginn: 15.10.2019
Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS), Voßstr. 2, Raum 010.00.01

Anmeldung per Mail an einen der Dozierenden.

Kommentar: Verschiedene vormoderne Großreiche und Herrschaftsgebilde haben im Laufe ihrer Geschichte Konzepte von (Außen-)Grenzen entwickelt, welche nicht nur mentale Konstrukte waren, sondern sich auch in Form von linearen Grenzmarkierungen und Befestigungsanlagen manifestierten. Hierzu zählten die chinesischen Mauern, der römische Limes sowie das frühmittelalterliche Danewerk – heute allesamt Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. In dem interdisziplinären Seminar soll auf komparatistischer Grundlage der Frage nachgegangen werden, ob bzw. wie solche Anlagen zur Grenzverteidigung genutzt wurden, welche weiteren Funktionen sie erfüllten und wie sie von den Zeitgenossen wahrgenommen wurden. Außerdem wird diskutiert werden, welche Rolle die Überreste dieser Monumente für die moderne Identitätsbildung gespielt haben und eventuell noch spielen. Schließlich gilt es zu erörtern, wie solche sich über lange Strecken hinziehenden Denkmäler einem breiteren Publikum als historisch-kulturelles Erbe vermittelt werden und welche didaktischen Mittel bzw. Visualisierungsstrategien hierfür eingesetzt werden können (hierzu wird auch eine Kurzexkursion zum obergermanischen Limes durchgeführt).

Hauptseminar „Provenance and Repatriation: Conflicts and Challenges“

Eine Veranstaltung des Clusters Asia and Europe in a Global Context
Dr. Carsten Wergin
Do. 12.00 - 14.00 Uhr, Beginn: 17.10.2019
Anmeldung per Mail an wergin@uni-heidelberg.de bis 10.10.2019

Kommentar: Ethnological Museums in Europe have large stocks of objects whose origin is problematic because they were inappropriately or illegally trafficked and inherited, mainly in the context of imperial and colonial politics. In the past years, there is increasing articulation of the need to address the asymmetries of power and the challenges museums face today if questions of reconciliation arise. This seminar introduces students to some of these challenges in regards to the provenance and possible repatriation of artifacts, human remains, plants and other items held in museums and by research institutions across the globe. We will draw on approaches from anthropology and heritage studies to critically engage with the diverse ways in which nation states and relevant stakeholders currently reassess their collections and colonial pasts. How do former colonial powers like France, England, the Netherlands or Germany confront questions of ownership, and how do they differ in their approaches? How do museums and other institutions partake in discussions and/or react to queries about the items they hold? Apart from theoretical engagements, participants will employ anthropological methods to practically engage with work currently conducted on collections in Heidelberg, and they will have the opportunity for roundtable discussions with invited experts in the field.

Webinar “Everyday Latin Texts from North Africa”

Dr. Rodney Ast
Mo. 16.00 - 18.15 Uhr, Beginn: 14.10.2019
Anmeldung per Mail an Dr. Ast (ast@uni-heidelberg.de) bis zum 01. Oktober

Kommentar: As part of the the University of Heidelberg’s “Webinars in Specialized Disciplines” initiative and in cooperation with the PLATINUM project (ERC-StG 2014 n°636983) in Naples, a webinar will be offered this fall on “Everyday Latin Texts from North Africa.”

 

Non-inscriptional Latin texts, such as the Albertini Tablets from near Theveste in Algeria and the ostraca from Bu Njem in Libya, are well-known to scholars. Less well known are texts, primarily ostraca dating to the II - VI CE, that have been published mainly in journal articles, many of which first appeared decades ago. This webinar offers a general introduction to these texts. It will include exercises in the decipherment of the script as well as discussion of the historical and cultural context of the ostraca.

 

The language of instruction is English, and good knowledge of Latin is required. No special equipment besides a computer is necessary but a headset with integrated microphone is strongly recommended. Certificates will be issued upon successful completion of the class.

Übung "3D-Computerrekonstruktion"

Dr. Jürgen Süß
Mi. 16.15 - 17.45 Uhr, Beginn: 16.10.2019
Neue Universität, HS 04a

Anmeldung per Mail an juergen.suess@urz.uni-heidelberg.de.

Kommentar: 3D-Programme bieten faszinierende und zugleich nützliche Möglichkeiten für die Visualisierung einzelner Objekte, kompletter Gebäude oder ganzer Stadtlandschaften. Die Veranstaltung, die keine Vorkenntnisse voraussetzt, zeigt, wie ein 3D-Programm funktioniert und wie ein Bauwerk digital rekonstruiert werden kann. Es wird auf Open-Source-Software zurückgegriffen, so dass alle Teilnehmer/Innen die Möglichkeit haben, diese auf ihrem Rechner zu installieren.

Während im ersten Teil der Veranstaltung in die Funktionsweise eines 3D-Programms mit den wichtigsten Techniken und Werkzeugen eingeführt wird, werden im zweiten Teil die erlernten Fähigkeiten eingesetzt, um ein historisches Gebäude nachzubilden. Ziel dabei ist es, Zeichnungen, Fotos und sonstige Informationen auszuwerten und die Ergebnisse zu einem stimmigen 3D-Modell zu verarbeiten.

Im Zentrum der Veranstaltung steht das Modellieren, doch werden auch Themen wie Oberflächengestaltung (Simulation von Materialien wie Holz oder Stein), Darstellung von Licht und Schatten, Rendern und Animation behandelt.

Zum Ausprobieren ist das Mitbringen eines eigenen Laptops erforderlich.

Übung "Adamklissi digital - ein museales Vermittlungskonzept für die Heuscheuer"

Dr. Polly Lohmann und Dr. Jürgen Süß
Fr. 13.00 - 16.00 Uhr, Beginn: 18.10.2019
Neue Universität, HS UGX 60

Kommentar: Ab August 2019 wird das Universitätsgebäude der Heuscheuer saniert und in diesem Zuge werden auch die dort ausgestellten Gipsabgüsse der Antikensammlung umgehängt. Es handelt sich dabei um Kopien von dem sog. Tropaeum Traiani, einem wohl unter Trajan errichteten römischen Siegesmonument in Adamklissi (heutiges Rumänien).

Die Geschichte der Abgussformen und Abgüsse reicht zurück in den Ersten Weltkrieg, als Rumänien teilweise unter deutscher Besatzung war: 1918 angefertigt, wurden die Gipse über Umwege aus Rumänien nach Heidelberg gebracht; erst 1966 sind sie allerdings in der Heuscheuer zu sehen.

Für die Neupräsentation der bisher weitestgehend unbeachteten Abgüsse sollen in der Heuscheuer sowohl neue Tafeln und Objektschilder als auch ein Bildschirm für digitale Medien installiert werden. In der Übung werden wir gemeinsam die Inhalte für diese analoge und digitale Vermittlung erarbeiten. Dazu werden wir uns zunächst mit dem originalen Monument selbst und der Geschichte der Heidelberger Abgüsse befassen und anschließend ein Konzept für die mediale Umsetzung entwerfen. Hier geht es darum, Ideen zu sammeln (z.B. für eine 3D-Rekonstruktion, für eine Zeitleiste oder für ein Video) und die „Architektur“ der digitalen Präsentation zu entwerfen. Einen Teil des Konzepts werden wir in der Übung selbst verwirklichen, so dass die TeilnehmerInnen auch direkt an der technischen Umsetzung mitwirken können. Für die Wiedereröffnung der Heuscheuer (voraussichtl. zweite Jahreshälfte 2020) ist zusätzlich eine kleine Vitrinenausstellung geplant, die wir dabei bereits berücksichtigen bzw. bei ausreichender Teilnehmerzahl mitplanen können.

Übung "Vom Umgang mit Mumien, Moulagen und anderen Kostbarkeiten: Basiskurs Objekthandling"

Dr. Polly Lohmann und Kristina Sieckmeyer, M.A.
Do. 11.00 - 13.00 Uhr, Beginn: 17.10.2019
Marstallhof 2/4, Antikensammlung 4. OG

Anmeldung per Email bei polly.lohmann@uni-heidelberg.de

Kommentar: In dem Kurs erwerben die Studierenden im Rahmen der objektorientierten Lehre Basiskompetenzen für die Arbeit mit wissenschaftlichen Sammlungen und den Umgang mit deren Objekten. Ziel ist es, Studierenden in kompakter Form eine Basis für spätere Tätigkeiten in Museen und Sammlungen zu vermitteln. Die Studierenden besuchen im Rahmen der Veranstaltung unterschiedliche Sammlungen der Universität und werden so mit einer breiten Materialvielfalt mit jeweils spezifischen Anforderungen konfrontiert. Sie lernen die einzelnen Sammlungen, ihre Geschichte sowie ihre Objektgattungen kennen. Sie lernen, die unterschiedlichen Materialien zu erkennen und praktizieren den korrekten Umgang mit den Objekten im Kontext der Lagerung und der Präsentation.

 

Weitere Informationen finden Sie im LSF.

 

 

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 20.09.2019
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