Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 2021/2022

Aktuelle Informationen:

Bitte beachten Sie, dass auf dieser Seite ausschließlich die Veranstaltungen aufgeführt sind, die von den Mitarbeiter*innen des HCCH angeboten werden. Weitere Veranstaltungen finden Sie im LSF. Aufgrund der Struktur des Studiengangs ist es nicht möglich, alle anrechenbaren Veranstaltungen im LSF abzubilden. Unsere Studiengangkoordination berät Sie gerne bei der Auswahl geeigneter Veranstaltungen, bei Fragen wenden Sie sich bitte an Kristina Sieckmeyer.

 

Für die Anmeldung zu einzelnen Lehrveranstaltungen wenden sie sich, sofern nicht anders vermerkt, bitte per Mail an Leila Lemkecher. Bitte beachten Sie, dass Sie sich bei Lehrveranstaltungen anderer Institute zur Teilnahme an die entsprechenden Dozent*innen wenden müssen.

 

 

BASISMODUL I

Exkursion „Berlin-Brandenburg – Praxis der Denkmalpflege und aktuelle Debatten um Kulturelles Erbe“

Prof. Dr. Thomas Schmitt, Jonas Lendl M.A.
Achttägige Exkursion, Ende März 2022 – der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.
Zuordnung: BM1 Ex (5LP)
 
Kommentar: In Berlin und Brandenburg lassen sich zahlreiche Themen, die für den Studiengang „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz“ relevant sind, vor Ort aufgreifen. Dies wollen wir im Rahmen von Fußexkursionen, Besichtigungen, Gesprächen mit Expertinnen und Experten und auch z.B. in Gruppengesprächen mit NGOs tun. Die Exkursion ist also nicht monothematisch ausgerichtet, sondern greift eine Reihe unterschiedlicher Themen auf. Dazu gehören:
  • Historische Stadtgeographie: Der Wandel von Orten im Berliner Stadtbild vom Mittelalter bis zur Gegenwart
  • Praktische Probleme des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege (Beispiele aus Brandenburg und Berlin)
  • Welterbestätten in Berlin und Brandenburg
  • Gedenken und Erinnern in Berlin
  • Berlin postkolonial: Zivilgesellschaftliche Initiativen zur Dekolonialisierung einer Metropole
  • Das Humboldtforum und die Berliner Museen in der Restitutionsdebatte
Eine verbindliche Vorbesprechung findet Ende Oktober statt. Der Termin wird den angemeldeten Studierenden per E-Mail mitgeteilt. Von den Teilnehmern wird aktive Mitarbeit, Co-Vorbereitung eines Programmpunktes sowie die Erstellung eines Gruppenberichts erwartet.

 

 

BASISMODUL II

Vorlesung „Kulturelles Erbe. Eine Einführung (Teil 1)“

Prof. Dr. Thomas Schmitt
Do. 11:30 - 13 Uhr, Beginn: 21.10.2021, findet voraussichtlich online via Zoom statt.
Zuordnung: BM2 V (2 LP)
 
Kommentar: Welche Bedeutungen sind mit dem Begriff „Kulturelles Erbe“ verbunden, und warum soll Kulturelles Erbe geschützt werden? Welche Schutzinstrumente stehen hierfür bereit, und welche Konfliktfelder sind mit diesem Schutz verbunden? Die Vorlesung führt in die Debatten ein, welche insbesondere seit dem 19. Jahrhundert um den Begriff des „Kulturerbes“ und um verwandte Konzepte wie das „Denkmal“ geführt werden. Sie gibt einen Einblick in Auswahlstrategien, Schutzkonzepte, Schutzinstrumente und Konfliktfelder, welche kulturelles Erbe betreffen. Die Inhalte der Vorlesung werden als Grundlage für die weiteren Veranstaltungen des Masterstudiengangs „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz“ betrachtet; ihr Besuch wird für das erste Semester empfohlen.
Im Folgesemester wird eine darauf aufbauende Vorlesung angeboten, welche u.a. das „Immaterielle Erbe“ aufgreift.

 

Hauptseminar „Kulturelles Erbe in kultur-, sozial- und politikwissenschaftlichen Perspektiven“

Prof. Dr. Thomas Schmitt
Di. 11:30-13:00, Beginn: 19.10.2021, Raum: Grabengasse 3-5 - neue Uni / HS 04a
Zuordnung: BMII HS (8 LP)
 
Kommentar: Das Hauptseminar beschäftigt sich insbesondere unter Rückgriff auf sozial-, kultur- und politikwissenschaftliche Perspektiven mit dem Themengebiet „Kulturelles Erbe“ und soll – gemeinsam mit der Einführungsvorlesung – einen breiten Überblick über aktuelle Perspektiven in den Heritage Studies, aber auch in die Instrumente des Schutzes kulturellen Erbes vermitteln. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Konflikten und Aushandlungsprozessen um Kulturelles Erbe. Zudem werden wichtige internationale Grundlagentexte zum Schutze kulturellen Erbes diskutiert. Auf konzeptioneller Ebene sollen relevante sozial- und kulturwissenschaftliche Ansätze im Umgang mit kulturellem Erbe vorgestellt werden. Die studentischen Teilnehmer/innen bearbeiten hierzu in einer Seminararbeit ein Thema (z. B. eine Fallstudie), welches sie im Seminarverlauf mündlich vorstellen; die Themen werden in der ersten Sitzung vergeben.
Von den Teilnehmern wird aktive Mitarbeit erwartet, das Vorbereiten einer Präsentation sowie das Verfassen einer Seminararbeit (ca. 20 Seiten).

 

Übung „Juristische und kriminologische Grundlagen des Kulturgüterschutzes“

Kristina Sieckmeyer & Kooperationspartner
Blockveranstaltung, Beginn wird bekannt gegeben; online via HeiConf (den Link finden Sie zu Beginn der Vorlesungszeit in Moodle)
Zuordnung: BM2 Ü
Voranmeldung per Email an kristina.sieckmeyer@hcch.uni-heidelberg.de

Kommentar: Im Rahmen des Kurses erwerben die Studierenden Kenntnisse der Grundlagen des Kulturgüterschutzes. In Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern werden den Studierenden Kenntnisse der juristischen und kriminologischen Grundlagen des Kulturgüterschutzes und der vielschichtigen Ebenen der am Kulturgüterschutz beteiligten Behörden vermittelt. Im Rahmen einzelner Blöcke werden die Studierenden an das deutsche Kulturgüterschutzgesetzt herangeführt und diskutieren beispielsweise Fragen der Kriegsverluste, Abwanderung von Kulturgut oder Raubgrabungen. Anhand konkreter Fallbeispiele erlernen die Studierenden wie die die jeweils zuständigen Instanzen (Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter, Zoll, Ministerien) auf nationaler und internationaler Ebene zusammenarbeiten und erhalten Einblicke in die Grundlagen der internationalen Gesetzeslage. Darüber hinaus werden die Studierenden im Awareness Raising geschult und sollen eigenständig Präventionsmaßnahmen und Sensibilisierungstatregien entwickeln.
Die Prüfungsleistung ist durch eine Gruppenpräsentation und deren schriftlicher Ausarbeitung zu erbringen.
 
 

PRAXISMODUL

Seminar „Vom Umgang mit Mumien, Moulagen und anderen Kostbarkeiten: Basiskurs Objekthandling“

Kristina Sieckmeyer M.A., Carmen Gütschow, Diplom Restauratorin
Mi. 14:00 – 15:30, Vorbesprechung am 20.10.21 in der Uruk-Warka-Sammlung, Marstallstr. 6, 1. OG
Zuordnung: PM S (5 LP)
 
Kommentar: In dem Kurs erwerben die Studierenden im Rahmen der objektorientierten Lehre Basiskompetenzen für die Arbeit mit wissenschaftlichen Sammlungen und den Umgang mit deren Objekten. Ziel ist es, Studierenden in kompakter Form eine Basis für spätere Tätigkeiten in Museen und Sammlungen zu vermitteln. Die Studierenden besuchen im Rahmen der Veranstaltung unterschiedliche Sammlungen der Universität und werden so mit einer breiten Materialvielfalt mit jeweils spezifischen Anforderungen konfrontiert. Sie lernen die einzelnen Sammlungen, ihre Geschichte sowie ihre Objektgattungen kennen. Sie lernen, die unterschiedlichen Materialien zu erkennen und praktizieren den korrekten Umgang mit den Objekten im Kontext der Lagerung und der Präsentation.
Prüfungsleistung ist eine schriftliche Seminararbeit zu einer der Sammlungen und einem zugehörigen Objekt (oder einer Objektgruppe), dessen Funktion, Bedeutung, Erwerbsgeschichte und konservatorischen Aspekte.

 

Übung „Alltag im Museum: Basiskurs Sammlungsmanagement“

Kristina Sieckmeyer M.A.
Mo. 11:30 – 13:00 Uhr; Beginn: 25.10.21, Uruk-Warka-Sammlung /Marstallstr. 6, 1. OG
Zuordnung: PM Ü1 (3 LP)
 
Kommentar: Im Rahmen des Kurses erwerben die Studierenden Kenntnisse der Grundlagen des Sammlungsmanagements. Ziel ist es, den Studierenden in kompakter Form eine Basis für spätere Tätigkeiten in Museen und Sammlungen zu vermitteln.  In der praxisorientierten Veranstaltung, die in der Uruk-Warka-Sammlung stattfindet, erlernen die Studierenden im direkten Umgang mit Sammlungsobjekten die Grundlagen musealer Arbeit – von der Inventarisierung über die Objektdokumentation bis hin zur digitalen Erschließung. Darüber hinaus erhalten die Studierenden Einblicke in weitere Felder der Sammlungsarbeit wie Besucherforschung und Öffentlichkeitsarbeit.
Die schriftliche Prüfungsleistung ist in Form eines Essays zu erbringen sowie kursbegleitend in Form einer vollständigen Objektinventarisierung.
 

Übung „3D-Visualisierung von (Wohn)Gebäuden in Uruk-Warka“

Dr. Jürgen Süß
Fr., 14:00 - 16:00 Uhr, Beginn: wird bekannt gegeben
Die Veranstaltung wird digital stattfinden, den Link zur Veranstaltung werden Sie kurz vor Vorlesungsbeginn hier und im LSF finden.
Zuordnung: PM Ü2
Teilnehmerzahl: max. 12 Personen
 
Kommentar: Für die Uruk-Warka-Sammlung der Universität Heidelberg werden Gebäude der Stadt Uruk aus dem 4. Jt. v.Chr. in 3D nachgebildet. Im ersten Teil der Veranstaltung wird gezeigt, wie ein 3D-Programm funktioniert, bevor im zweiten Teil damit begonnen wird, konkrete Befunde der südmesopotamischen Metropole umzusetzen. Dabei werden Themen wie Modellierung, Licht, Materialdarstellung und Rendern behandelt. Vorkenntnisse in 3D-Technik und mesopotamischer Architektur werden nicht vorausgesetzt. Die freie Software läuft auf Windows, MacOS und Linux.
Leistungsnachweis: Abgabe eines Modells
 

Übung „3D-Lasercanning von Architektur und archäologischen Strukturen“

Dr. Roland Prien
Blockveranstaltung; Beginn wird bekannt gegeben; beschränkte Teilnehmerzahl (max. 10)
Ort: Burg Wersau, Reilingen
Zuordnung: PM Ü2

Anmeldung bitte per Mail bei Roland.Prien@hcch.uni-heidelberg.de

Kommentar: 3D-Scanning von Architektur und Befunden gewinnt zunehmend an Bedeutung in der archäologischen Praxis und tritt dabei an die Stelle der bisherigen analogen Dokumentationsmethoden. In Kombination mit Photogrammmetrie liefert das Verfahren auch Daten zur maßstabsgetreuen digitalen Rekonstruktion bzw. Visualisierung von architektonischem Kulturerbe. Die Übung bietet eine Einführung zur Handhabung gängiger Geräte und der digitalen Weiterverarbeitung der gewonnenen Daten mittels der zugehörigen Software.

 

VERTIEFUNGSMODUL

Vorlesung „Porträt einer Umbruchszeit – Europa und der Mittelmeerraum im 5. Jh. n. Chr.“

Prof. Dr. Christian Witschel
Do 11:30- 13: 00 Uhr, Beginn: 21.10.2021, Raum: wird bekannt gegeben
Zuordnung: VM V1 (2 LP)
 
Kommentar: Das 5. Jh. n. Chr. stellt eine besonders turbulente Epoche der europäischen Geschichte dar: Im Laufe dieses Zeitraums zerfiel das (west)römische Reich, das noch zu Beginn des Jahrhunderts die dominante Größe in diesem Raum gewesen war, und es etablierten sich zumeist (aber nicht nur) germanisch geprägte ‚Nachfolgestaaten‘ auf dem Boden des Imperium Romanum, welche teilweise (so insbesondere das Frankenreich) die nachfolgende historische Entwicklung maßgeblich prägen sollten. Gleichzeitig ist das 5. Jh. aber eine quellenmäßig schwierige Periode, die lange als ‚dunkles Zeitalter‘ galt. Dieses beginnt sich nun aber langsam aufzuhellen, und so möchte die Vorlesung den so wichtigen Transformationsprozess des 5. Jhs. sowohl aus einer allgemeinen als auch aus einer regionalgeschichtlichen Perspektive beleuchten, wobei auch den möglichen Gründen für das Ende des weströmischen Reiches nachgegangen wird. Dadurch dient die Vorlesung nicht zuletzt als Einführung in eine große Sonderausstellung zu diesem Thema, welche im Sommer 2022 im Rheinischen Landesmuseum Trier gezeigt werden wird.
 
Literatur: J.F. Drinkwater – H. Elton (Hrsg.), Fifth Century Gaul – a Crisis of Identity?, Cambridge 1992; D. Henning, Periclitans res publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches, 454/5–493 n. Chr. Stuttgart 1999; G. Halsall, Barbarian Migrations and the Roman West, 376–568, Cambridge 2007; Av. Cameron, The Mediterranean World in Late Antiquity, AD 397–700, London/New York 2012²; J.W. Drijvers – N. Lenski (Hrsg.), The Fifth Century – Age of transformation, Bari 2019.
 

Übung „Career Service für Altertumswissenschaftler: Bewerbungs- und Präsentationstraining (MA/Doktoranden)“

Dr. Polly Lohmann
Do., 14–16 Uhr
Je nachdem, wie die Corona-Situation im kommenden Semester sein wird, werden Teile der Übung digital über HeiConf stattfinden.
Voraussetzungen: Fortgeschrittene Masterstudierende und DoktorandInnen. Max. 8 TeilnehmerInnen. Bitte senden Sie Ihren Lebenslauf und ein Motivationsschreiben (max. 1 Seite) an polly.lohmann@uni-heidelberg.de
 
Kommentar: Die Übung richtet sich an Studierende oder Promovierende im Anfangsstadium der Dissertation, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben und denen in absehbarer Zukunft Bewerbungen um Promotionsstipendien, -stellen, Volontariate u. ä. bevorstehen. Ziel ist ein souveränes Auftreten in Bewerbungssituationen, bei Präsentationen und in Diskussionsrunden.
In der Übung werden wir den gesamten Prozess eines Bewerbungsverfahren durchgehen, d. h. Ausschreibungen nach relevanten Kriterien analysieren, Ihre Voraussetzungen für die Bewerbung prüfen und an Exposés Ihrer Masterarbeiten/Forschungen arbeiten. Hauptbestandteil bilden verschiedene Szenarien, in denen Sie üben, sich selbst und Ihre Forschung zu präsentieren. In offener Atmosphäre und konstruktiver Runde sollen dabei eigene Stärken und Schwächen im Auftreten analysiert werden.
Die Übung findet zusätzlich zum rein fachlichen Seminarangebot des Instituts statt und gibt keine Leistungspunkte. Sie wird jedes Semester angeboten, damit Sie zum richtigen Zeitpunkt teilnehmen können, wenn es für Sie tatsächlich relevant ist. Als TeilnehmerIn sollten Sie bereit sein, sich ernsthaft der Diskussion zu stellen und an sich selbst zu arbeiten, aber genauso Anderen konstruktives Feedback zu geben.

 

 

ABSCHLUSSMODUL

Forschungskolloquium „Cultural Heritage/Heritage Studies“

Prof. Dr. Thomas Schmitt, Jonas Lendl M.A.
Di. 16:30 - 18:00 Uhr, i.d.R. 14-tägig, Termine n. Vb., Beginn: 04.11.2021, Raum: wird bekannt gegeben
Zuordnung: AM Koll (2 LP)
 
Kommentar: Das Forschungskolloquium bietet einen Rahmen für unterschiedliche Aktivitäten, welche allesamt das Ziel haben, die Studierenden des Master-Studiengangs „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz“ an aktuelle Forschungslinien zum Thema Kulturerbe und der Heritage Studies heranzuführen. Hierzu zählen die Diskussionen mit externen Referent/innen aus Wissenschaft und Praxis, gemeinsame Textdiskussionen sowie die Vorstellung von geplanten Master- oder Promotionsarbeiten. Laut Modulhandbuch ist das Forschungskolloquium für das vierte Semester vorgesehen. Für die eigene Ausbildung wird es jedoch als förderlich erachtet, bereits ab dem ersten Semester freiwillig Veranstaltungen des Kolloquiums zu besuchen.
Von den Teilnehmern wird aktive Mitarbeit erwartet, die Studierenden der Abschlusssemester stellen zudem einen Zwischenstand ihrer Masterarbeit zur Diskussion vor.

 

 

WAHLMODUL KULTUREN DER WELT

Vorlesung „Porträt einer Umbruchszeit – Europa und der Mittelmeerraum im 5. Jh. n. Chr.“

Prof. Dr. Christian Witschel
Do 11:30- 13: 00 Uhr, Beginn: 21.10.2021, Raum: wird bekannt gegeben
Zuordnung: WM5a V1 (2 LP)
 
Kommentar: Das 5. Jh. n. Chr. stellt eine besonders turbulente Epoche der europäischen Geschichte dar: Im Laufe dieses Zeitraums zerfiel das (west)römische Reich, das noch zu Beginn des Jahrhunderts die dominante Größe in diesem Raum gewesen war, und es etablierten sich zumeist (aber nicht nur) germanisch geprägte ‚Nachfolgestaaten‘ auf dem Boden des Imperium Romanum, welche teilweise (so insbesondere das Frankenreich) die nachfolgende historische Entwicklung maßgeblich prägen sollten. Gleichzeitig ist das 5. Jh. aber eine quellenmäßig schwierige Periode, die lange als ‚dunkles Zeitalter‘ galt. Dieses beginnt sich nun aber langsam aufzuhellen, und so möchte die Vorlesung den so wichtigen Transformationsprozess des 5. Jhs. sowohl aus einer allgemeinen als auch aus einer regionalgeschichtlichen Perspektive beleuchten, wobei auch den möglichen Gründen für das Ende des weströmischen Reiches nachgegangen wird. Dadurch dient die Vorlesung nicht zuletzt als Einführung in eine große Sonderausstellung zu diesem Thema, welche im Sommer 2022 im Rheinischen Landesmuseum Trier gezeigt werden wird.
 
Literatur: J.F. Drinkwater – H. Elton (Hrsg.), Fifth Century Gaul – a Crisis of Identity?, Cambridge 1992; D. Henning, Periclitans res publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches, 454/5–493 n. Chr. Stuttgart 1999; G. Halsall, Barbarian Migrations and the Roman West, 376–568, Cambridge 2007; Av. Cameron, The Mediterranean World in Late Antiquity, AD 397–700, London/New York 2012²; J.W. Drijvers – N. Lenski (Hrsg.), The Fifth Century – Age of transformation, Bari 2019.
 
 

WAHLMODUL SCHRIFT UND SPRACHE

Hauptseminar/Übung „Der «St. Galler Klosterplan». Sprache, Dichtung, Schrift“

Prof. Dr. Tino Licht
Di 9.15-10.45, Beginn: 19.10.2021
Zuordnung: WM5b RedHS / WM5b Ü2
 

Hauptseminar Kodikologie: Fragmenta Bambergensia II (mit Exkursion)

Prof. Dr. Tino Licht / Dr. Kirsten Wallenwein
Di 11.15-12.45, Beginn: 19.10.2021  
Zuordnung: WM5b RedHS / WM5b Ü2
 

Lektüreübung „Lectura Vulgatae: Johannesevangelium (4-12) mit dem Kommentar des Rupert von Deutz († um 1130)“

Dr.Köhler
Mo 11.15-12.45, Beginn:18.10.2021
Zuordnung: WM5b Ü1
 

Lektüreübung “Jakob von Vitry, Historia orientalis”
Dr.Otero Pereira

Mo 16.15-17.45, Beginn:18.10.2021
Zuordnung: WM5b Ü1
 

Übung „Paläographie I: Von den spätantiken Majuskelschriften zur karolingischen Minuskel (für Anfänger)“

Prof. Dr. Tino Licht
Mi 9.15-10.45, Beginn:20.X.
Zuordnung: WM5b Ü2
 

Übung „Paläographie III: Von der karolingischen Minuskel zu den gotischen Schriftarten“

Prof. Dr. Tino Licht
Mi 11.15-12.45, Beginn:20.X.                       
Zuordnung: WM5b Ü2
 

 

WAHLMODUL PROVENIENZ- UND FÄLSCHUNGSFORSCHUNG

Red. HS „Provenienz- und Fälschungsforschung“

Prof. Dr. Thomas Schmitt, Felix Brönner M.A.
Fr. 9:00 – 10:30 Uhr sowie mehrere ganztägige Blocktermine (externe Termine); Beginn: 22.10.2021, Raum: wird bekannt gegeben
Zuordnung: WM5c RedHS (6 LP)
 
Kommentar: Das Seminar soll der gemeinsamen Einarbeitung in praktische Methoden der Provenienz- und Fälschungsforschung dienen. Dabei greifen wir auf Kompetenzen unserer Kooperationspartner zurück. Vorgesehen sind hierzu mehrere Besuche in Museen, bei welchen uns Mitarbeiter/innen anhand konkreter Beispiele Methoden und Probleme der Provenienz- und Fälschungsforschung erläutern.
Eine Kostenbeteiligung für die An- und Abreise (mit öffentl. Verkehrsmitteln) zu den externen Terminen ist notwendig.
 

Lektüreübung „Objekt und Kontext in der Provenienz- und Fälschungsforschung“

Felix Brönner M.A., Sarah Leuders M.A.
Mi. 11:30 - 13:00 Uhr, je nach Pandemielage in Präsenz bzw. ggf. online, Beginn: 19.10.2021, Raum: wird bekannt gegeben
Zuordnung: WM5c Ü2 (3 LP)
 
Kommentar:Das Modul 5c vermittelt die Grundlagen der Provenienzforschung und des Umgangs mit Fälschungen von materiellen und immateriellen Cultural Heritage. In der Lektüreübung besprechen wir anhand ausgewählter Objekte aktuelle Beispiele aus der Provenienz- und Fälschungsforschung. Dabei stehen Genese, Konzeption und Wirkung von Fälschungen sowie gesellschaftliche Vorstellungen von Herkunft, Eigentum, Authentizität und Legitimität im Zentrum. Entlang der Betrachtung einzelner Objekte wollen wir zudem durch die gemeinsame Lektüre zentraler Texte theoretische Zugänge zu der Thematik kennenlernen.
 

 

WAHLMODUL VERMITTLUNG UND PRÄSENTATION

Vorlesung „Porträt einer Umbruchszeit – Europa und der Mittelmeerraum im 5. Jh. n. Chr.“

Prof. Dr. Christian Witschel
Do 11:30- 13: 00 Uhr, Beginn: 21.10.2021, Raum: wird bekannt gegeben
Zuordnung: WM5e V (2 LP)
 
Kommentar: Das 5. Jh. n. Chr. stellt eine besonders turbulente Epoche der europäischen Geschichte dar: Im Laufe dieses Zeitraums zerfiel das (west)römische Reich, das noch zu Beginn des Jahrhunderts die dominante Größe in diesem Raum gewesen war, und es etablierten sich zumeist (aber nicht nur) germanisch geprägte ‚Nachfolgestaaten‘ auf dem Boden des Imperium Romanum, welche teilweise (so insbesondere das Frankenreich) die nachfolgende historische Entwicklung maßgeblich prägen sollten. Gleichzeitig ist das 5. Jh. aber eine quellenmäßig schwierige Periode, die lange als ‚dunkles Zeitalter‘ galt. Dieses beginnt sich nun aber langsam aufzuhellen, und so möchte die Vorlesung den so wichtigen Transformationsprozess des 5. Jhs. sowohl aus einer allgemeinen als auch aus einer regionalgeschichtlichen Perspektive beleuchten, wobei auch den möglichen Gründen für das Ende des weströmischen Reiches nachgegangen wird. Dadurch dient die Vorlesung nicht zuletzt als Einführung in eine große Sonderausstellung zu diesem Thema, welche im Sommer 2022 im Rheinischen Landesmuseum Trier gezeigt werden wird.
 
Literatur: J.F. Drinkwater – H. Elton (Hrsg.), Fifth Century Gaul – a Crisis of Identity?, Cambridge 1992; D. Henning, Periclitans res publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches, 454/5–493 n. Chr. Stuttgart 1999; G. Halsall, Barbarian Migrations and the Roman West, 376–568, Cambridge 2007; Av. Cameron, The Mediterranean World in Late Antiquity, AD 397–700, London/New York 2012²; J.W. Drijvers – N. Lenski (Hrsg.), The Fifth Century – Age of transformation, Bari 2019.
 

Seminar/Übung: „Wie kann ein komplexes kulturhistorisches Thema in einer großen Sonderausstellung präsentiert werden?“ [„How Can a Complex Historical and Cultural Theme be Presented in a Large Exhibition?“]

Prof. Dr. Christian Witschel
Do. 16:30 – 18:00 Uhr, Beginn: 21.10.2021, Raum: Marstallhof 2/4 / HS 511
Zuordnung: WM5e S (5 LP) / WM5e Ü (5 LP)
 
Kommentar: Das Rheinische Landesmuseum Trier zeigt im Sommer 2022 eine große Sonderausstellung zu einem kulturhistorisch bedeutsamen Thema mit dem Titel „Der Untergang des Römischen Reiches“. Gezeigt werden dabei zahlreiche Exponate des Kulturellen Erbes aus Europa und Nordafrika, welche die Epoche der Spätantike und der ‚Völkerwanderungszeit‘ vertreten. Die Lehrveranstaltung möchte in ihrem ersten Teil der Frage nachgehen, wie ein solch komplexes und umstrittenes Thema einer breiteren Öffentlichkeit nahegebracht werden kann und welche Narrative (inklusive von ‚Take Home Messages‘) hierfür zu entwickeln sind. Zudem soll untersucht werden, wie sich verschiedene Objekte hierin sinnvoll integrieren lassen und welche Möglichkeiten andere Medien (etwa digitale) hierbei spielen könnten. Im zweiten Teil des Seminars soll dann im Rahmen einer praktischen Übung versucht werden, Leit- und Objekttexte für die Ausstellung zu erarbeiten und gemeinsam zu diskutieren.
 
Literatur: P. Heather, The Fall of the Roman Empire: A New History, London 2005; G. Halsall, Barbarian Migrations and the Roman West, 376–568, Cambridge 2007; H. Fehr – P. von Rummel, Die Völkerwanderung, Stuttgart 2011; A. Demandt, Der Fall Roms. Die Auflösung des römischen Reiches im Urteil der Nachwelt, München 2014²; H. Börm, Westrom von Honorius bis Justinian, Stuttgart 2018²; M. Meier, Geschichte der Völkerwanderung. Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr., München 2019.
 

Übung „Heinrich Schliemann und Heidelberg: Eine Spurensuche (Vorbereitung und Konzeption einer Ausstellung – Teil 1)“

Dr. Polly Lohmann, Dr. Stefanie Samida
Fr., 13–16 Uhr, Beginn: 15.10.2021, Raum: Marstallhof 2/4 / HS 513
Zuordnung: WM5e Ü (5 LP)
Anmeldungen per Email an Polly.Lohmann@uni-heidelberg.de
 
Kommentar: 2022 jährt sich der Geburtstag des Kaufmanns und Archäologen Heinrich Schliemann zum 200. Mal. Der 1822 im mecklenburgischen Neubukow geborene Selfmademan erlangte in den 1870er Jahren unter anderem durch seine Ausgrabungen am Burghügel Hisarlık an den Dardanellen, das er mit dem homerischen Troia gleichsetzte, weltweit große Aufmerksamkeit. Schliemann war eine rastlose und schillernde Person, der der Archäologie nicht nur große Fundmengen hinterlassen hat – über 900 Funde befinden sich in der Antikensammlung unserer Universität –, sondern auch einen riesigen schriftlichen Nachlass. Er pflegte unzählige Korrespondenzen mit renommierten Wissenschaftlern – auch aus Heidelberg, und 1888 hielt er sich auch für ein paar Wochen hier auf. Ausgehend von diesem Umstand widmet sich die Veranstaltung zum einen dem berühmten Ausgräber, seinen Netzwerken und seinen wissenschaftlichen Leistungen und erarbeitet zum anderen ein Ausstellungskonzept, das im WS 2021/22 praktisch umgesetzt wird (Teil 2). Für Januar 2022 ist dann die Ausstellungseröffnung im Universitätsmuseum vorgesehen.
Ziel der zweisemestrigen Lehrveranstaltung ist es, nicht nur Einblicke in die Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts am Beispiel des berühmten Ausgräbers zu geben, sondern auch praktische und didaktische Erfahrungen in der Umsetzung einer Ausstellung zu vermitteln.
Eine Teilnahme an beiden Veranstaltungen im SoSe und WiSe 2021/22 ist wünschenswert, aber keineswegs Voraussetzung. Teil 1 wird sich den Inhalten (inkl. Archivrecherchen) und den Ausstellungstexten widmen; Teil 2 im WiSe 2021/22 beinhaltet u.a. Textredaktion, Öffentlichkeitsarbeit, Ausstellungsaufbau.
Zu diesem Kurs wird es ein Semester begleitendes Online-Angebot geben. Die Veranstaltung wird pandemiebedingt wohl weitestgehend online stattfinden müssen (synchron/live); sofern möglich, wird es auch einige Sitzungen in Präsenz unter Einhaltung aller Sicherheitsauflagen geben.
 
Literaturauswahl:
  • F. Fritzsche, 1886–1896. Die großen Ausgrabungen und die Modernisierung der Archäologie, in: N. Zenzen (Hg.), Objekte erzählen Geschichte(n). 150 Jahre Institut für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg (Heidelberg 2016)
  • T. Mühlenbruch, Heinrich Schliemann und Heidelberg. Heidelberg: Jahrbuch zur Geschichte der Stadt 8, 2003/04, 175–182.
  • S. Samida, Heinrich Schliemann (Tübingen, Basel 2012).
  • S. Samida, Die archäologische Entdeckung als Medienereignis: Heinrich Schliemann und seine Ausgrabungen im öffentlichen Diskurs, 1870–1890 (Münster, New York 2018).
  • M. Walz, Handbuch Museum. Geschichte – Aufgaben – Perspektiven (Stuttgart, Weimar 2016).

 

 

WEITERE ANGEBOTE

Übung: „Achtsamkeit und Stressbewältigung für Studierende“

Prof. Dr. Thomas Schmitt
 
8 Termine am Freitagnachmittag (16.00 – 19.00 Uhr); Start: 26.11., sowie ein Achtsamkeitstag (Samstag, 22.1., ca. 9.30 – 17 Uhr)
Ort: Meditationsraum im +punkt, Im Neuenheimer Feld 130.2, Heidelberg
Vorbesprechung: Freitag, 5.11., von 16.00 bis 17.00 Uhr
Anmeldung: Interessierte melden sich bitte bis zum 15.10. bei Leila.Lemkecher@hcch.uni-heidelberg.de an.
Teilnehmer/innen: Die Übung richtet sich an Studierende aller Fakultäten der Universität. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung.

Kommentar: Das Wort „Achtsamkeit“ ist heute in aller Munde. Oftmals ist aber unklar, was damit gemeint ist. „Achtsamkeit bedeutet: Auf eine bestimmte Art aufmerksam zu sein, bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen“, so beschreibt es Jon Kabat-Zinn, der in den USA seit den 1970er Jahren als Arzt, zunächst in Kliniken für Schmerzpatient:innen, ein Programm zur „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ (Mindfulbased stress reduction – MBSR) entwickelte. Diese Wirksamkeit des Programms wurde mehrfach wissenschaftlich belegt. Seitdem werden MBSR-Kurse in zahlreichen Ländern angeboten. Die hier angebotene Übung folgt dem Curriculum und dem Zeitplan der MBSR-Kurse, wie sie von John Kabat-Zinn entwickelt wurden. Gleichzeitig geht sie besonders auf spezifische Bedürfnisse von Studierenden ein. Einfache Körperübungen, das stille Sitzen, angeleitete Meditation sowie Übungen zum wechselseitigen Austausch helfen uns, den eigenen Körper, eigene Gedanken und Gefühle und unsere Umgebung unvoreingenommener wahrzunehmen. Damit erschließen wir Ressourcen und werden offener für neue Handlungsmöglichkeiten.
 
Der Kurs besteht aus 8 Terminen (pro Termin 2,5 bis 3 Stunden; Start: Freitag, 26.11., 16.00 - 19.00 Uhr) und einem Achtsamkeitstag (Samstag, 22.1., ca. 9.30 – 17 Uhr). Eine Vorbesprechung findet am Freitag, 5.11., von 16.00 bis 17.00 Uhr statt; alle Interessent:innen führen zudem ein individuelles Vorgespräch mit dem Seminarleiter durch, ggfs. auch per Zoom oder Telefon. Die Anzahl der Teilnehmer/innen ist begrenzt. Interessierte melden sich bitte bis zum 15.10. bei Leila.Lemkecher@hcch.uni-heidelberg.de an. Sollte die Pandemie-Situation keinen Präsenz-Kurs erlauben, so findet der Kurs als Online-Kurs statt. Die Teilnahme an dem Kurs und allen Übungen erfolgt auf eigene Verantwortung.
 
 

Weitere Informationen finden Sie im LSF.

 

Modulübersicht

Eine Übersicht der Module und ihrer Kürzel finden Sie hier.

 

 

KVV vergangener Semester

Wintersemester 2020/2021

Sommersemester 2021

 

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 20.08.2021
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