InFoDiTex - Interdisziplinäres Forum digitaler Textwissenschaften

 

JUNIOR RESEARCH INFRASTRUCTURE

empirisch – quantitativ – soziologisch – exegetisch – philologisch – epistemologisch – etymologisch

 

Wer mit Texten arbeitet, entwickelt Methoden, diese nachvollziehbar zu analysieren. Digitale Methoden der Textanalyse haben es in den letzten Jahren ermöglicht, immer mehr Neues in Texten zu entdecken und Altes in größere Kontexte einzubetten. Innovation und Konvention halten sich die Waage, wenn es darum geht, durch Strukturanalyse großer Textcorpora neue Erkenntnisse zu erschließen (Distant Reading / Macroanalysis) oder Merkmale aus einzelnen Texten herauszufiltern, um sie in bestimmte Traditionen einordnen zu können (Stylometrie). Man kann Netzwerkanalyse betreiben oder große Corpora digital zugänglich machen und und und und und ...

Ob in der Soziologie, den Geschichtswissenschaften, der Philologie oder Linguistik, ob Anglistik, Computerlinguistik, Germanistik, Geschichte, klassische Philologie, Philosophie, Romanistik, Theologie – digitale Textwissenschaften finden überall Anwendung und haben viele Gesichter. Doch wie lässt sich dieser Ansatz methodologisch in der Wissenschaftstheorie verorten? Ist dies ein zukünftiger neuer wissenschaftlicher Ansatz neben den traditionellen Methoden der Literatur-, Sprach- und Geschichtswissenschaft?  Und welche Anwendungsbereiche finden sich an der Universität Heidelberg?

Das Interdisziplinäre Forum digitaler Textwissenschaften ist ein Treffpunkt für NachwuchswissenschaftlerInnen und MasterandInnen, um einmal im Monat Theorie und Praxis der digitalen Textwissenschaften zu erörtern. Alle, die sich in den Digital Humanities zu Hause fühlen oder diese kennenlernen wollen, sind herzlich willkommen teilzunehmen, mitzudiskutieren und/oder ein Projekt (auch ganz am Anfang) vorzustellen. Gerne wagen wir auch den Blick "über den Tellerrand" und freuen uns über Beiträge, die sich mit Bild und Musik beschäftigen.

 

Die nächsten Termine

 
Do, 24. Mai, 18 Uhr c.t.
Neue Uni, Hörsaal 4
 
Methodenreflexion: Vom (Un-)Sinn digitaler Verfahren in den Geisteswissenschaften - Versuch einer Verortung
 
Hintergrundlektüre: Patrick Sahle: Digital Humanities? Gibt’s doch gar nicht!. In: Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities. Hg. von Constanze Baum / Thomas Stäcker. 2015 (= Sonderband der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften, 1). text/html Format. DOI: 10.17175/sb001_004
 
 
Mi, 6. Juni, 18 Uhr c.t.
Neue Uni, Hörsaal 12
 
Untersuchung digitaler Diskurse: Rechtliche und ethische Aspekte von der Datenerhebung bis zur Ergebnisdarstellung
 
 
Mi, 4. Juli, 18 Uhr c.t.
N.N.
 

Themen und Ort werden spätestens 2 Wochen vor den Sitzungen bekanntgegeben.

 
 

Präsentationen und Materialien (heiBOX)

 

Bisherige Themen

24.11.2016: Distant Readings? - Eine Kurzeinführung (Christopher Nunn)

15.12.2016: Methodenreflexion: Distant Reading - Hilfswissenschaft oder Literaturtheorie des 21. Jahrhunderts (Lektüre: Externer Inhalt Franco Moretti: Conjectures on World Literature, New Left Review 1 (2000))

19.01.2017: Quellenanalyse digital - "Distant Reading" in der Geschichtswissenschaft (Stefan Karcher)

06.03.2017: Distant Reading und die (Bibel-)Didaktik - ein ungleiches Paar? (Dialog mit Externer Inhalt Dr. Stephan Ahrnke)

28.03.2017: Sprachgeschichtliche Zugänge zu sogenannten Herrnhuter Lebensläufen unter Anwendung von R (Externer Inhalt Kerstin Vockel)

11.04.2017: Methodenreflexion: Big Data - little brains: Hermeneutische Probleme quantitativer Analysen (LektüreAdobe Thomas Weitin: Thinking slowly: Literatur lesen unter dem Eindruck von Big Data, LitLingLab Pamphlet #1, Forschungsstelle Digital Humanities Universität Konstanz, März 2015.)

11.05.2017: Möglichkeiten und Herausforderungen von (computerlinguistischer) Annotation (Externer Inhalt Dr. Ines Rehbein & Externer Inhalt Dr. Josef Ruppenhofer, Leibniz ScienceCampus/ Computerlinguistik)

07.06.2017: Was die Digital Humanities von der IT-Industrie noch lernen können (Stefan Karcher und Gast)

29.06.2017: Quo Vadis, Distant Reading Forum?

18.10.2017: Methodenreflexion: Wir können dem Autor nicht in den Kopf schauen... oder doch? (Lektüre:  Adobe Jiwei Li & Eduard Hovy: Reflections on Sentiment/ Opinion Analysis, arXiv: 1507.01636 [cs-CL] 2015)

28.11.2017: Visual Windows - Welchen Erkenntnisgewinn liefern Visualisierungen? (Stefan Karcher)

13.12.2017: Chancen, Grenzen und Risiken digitaler Methoden in der Klassischen Philologie - Dialog mit Jonathan Geiger, Klassische Philologie, Heidelberg (Lektüre: Adobe Marie Revellio: Classics and the Digital Age. Advantages and Limitations of Digital Text Analysis in Classical Philology, LitLingLab Pamphlet #2, Oktober 2015)

25.01.2018: Metaphern digital: Automatische Metapherndetektion in aktuellen und historischen Textkorpora (Externer Inhalt Alexandra Núñez / Externer Inhalt Erik-Lân Do Dinh, Informatik TU Darmstadt)

08.05.2018: Die Erschließung eines vielsprachigen bibliographischen Korpus: Externer Inhalt Der Turkologische Anzeiger online (Externer Inhalt Matthias Arnold, M.A., Heidelberg Research Architecture)

 

Kontakt

Sie wollen Ihr Projekt vorstellen oder einfach mehr über InFoDiTex erfahren? Dann kontaktieren Sie gerne

 

E-Mail Stefan Karcher

oder

E-Mail Christopher Nunn

 

Weitere Informationen, Projekte, Ideen etc. werden auch auf unserem Externer Inhalt privaten Blog vorgestellt. Gastbeiträge sind herzlich willkommen.

 

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Letzte Änderung: 15.05.2018
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