August-Grisebach-Preis

Das Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg vergibt einmal jährlich den August-Grisebach-Preis für hervorragende Dissertationen hauseigener Nachwuchswissenschaftler. Der Preis wird gestiftet von der Franz-und-Eva-Rutzen-Stiftung und wird zur Semestereröffnung im Oktober vergeben. Die Auszeichnung dient der Förderung und Ermutigung junger Wissenschaftler am schwierigsten Punkt ihrer Laufbahn. Das Institut ehrt damit zugleich das Andenken an August Grisebach (1881-1950), seit 1930 Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg, der 1937 von den Nationalsozialisten aus dem Universitätsdienst entfernt und erst 1947 halbherzig rehabilitiert wurde.

Preisträger

Mit dem August-Grisebach-Preis ausgezeichnet wurden:

2007 Christian Quaeitzsch Unterhaltung und Repräsentation. Wahrnehmung und Wirkung ephemerer Kunst. Festkultur und Bühnenbild am Hof Ludwigs XIV.
2008 Oliver Kase 'Art has it`s boundaries, though Imagination has none' Kennerschaftsurteil, Liebhaber-Erlebnis und Kunstdidaktik in der Bildbeschreibung des 18. Jahrhunderts
2009 Annette Hoffmann Die Bibel von Gerona und ihr Meister
2010 Nina Gerlach Gartenkunst im Spielfilm - Zwischen Historizität und Fiktionalität
2011 Stephanie Marchal Gustave Courbet in seinen Selbstdarstellungen
2012 Alexander Linke Typologische Monumentalzyklen der Frühen Neuzeit. Genese und Semantik heilsgeschichtlicher Bildprogramme
2013 Eva Zhang-Klee Ostasien in Europa – Visualisierungsstrategien europäischer Fremdwahrnehmung der Frühen Neuzeit
2014 Tobias Schöneweis Die Architektur zisterziensischer Wirtschaftsbauten
2015 Leonie Silberer Domus fratrum minorum. Klosterbaukunst der konventualen Franziskaner vom 13. Jahrhundert bis zur Reformation
2016 Dominic E. Delarue Die Legendare aus der ‚Rue Neuve de Notre Dame‘. Dispositio und Bildformeln als Mittel visueller Kommunikation in der Pariser Buchproduktion der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts
2017 Timo Hagen Gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen in der siebenbürgischen Architektur um 1900
2018 Lena Sommer Layout und Wissensvermittlung in zwei österreichischen Legendaren (Heiligenkreuz, Stiftsbibliothek, Csc.11-14; Zwettl, Stiftsbibliothek, Cod. Zwetl. 13-15, 24)

 

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Letzte Änderung: 27.09.2018
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