Ägyptische Sammlung

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Die Ägyptische Sammlung enthält ca. 4.000 Fundstücke aus dem prähistorischen, antiken und frühmittelalterlichen Ägypten. Sie zählt zu den größten und bestbestückten Deutschlands und verfügt – auch im internationalen Vergleich – über einzigartige Exponate. Die in Heidelberg versammelten Funde vermitteln einen repräsentativen Querschnitt durch die fast vier Jahrtausende währende pharaonische Geschichte, die von der frühen Vorgeschichte (Ende 4. Jt. v. Chr.) bis zur Zeit der arabischen Eroberung Ägyptens im 7. Jh. n. Chr. reicht. Darüber hinaus stammt ein großer Fundkomplex aus den Jahrhunderten nach der arabischen Eroberung, die man dem Frühmittelalter zurechnen kann. Ergänzt wird die Sammlung der pharaonischen Objekte durch vorgeschichtliche Funde Ägyptens aus der frühen und mittleren Altsteinzeit (ca. 30.000 v.Chr.) sowie einen großen Fundkomplex aus Merimde-Beni Salame, einem Fundplatz des Neolithikums (10.000-6.000 v.Chr.).

Mit kunstgeschichtlich wertvollen Originalen aus allen Epochen verfügt die Ägyptische Sammlung über ein einzigartiges Ensemble von Exponaten, das nicht nur die mehr als dreitausendjährige Kunstgeschichte des Alten Ägyptens veranschaulichen kann, sondern auch wissenschaftlich von höchstem Wert ist. Zu den bedeutenden und sehr sehenswerten pharaonischen Ausstellungsstücken zählen Skulpturen, Reliefs und Architekturteile, Mumien, Särge, Papyri, Keramik, Schmuck und vielfältige Kleinfunde, die zumeist dem Totenkult entspringen und so ein Schlaglicht auf die Jenseitsvorstellungen der alten Ägypter werfen. Als spektakulär dürfen einige Exponate gelten, die den Ausgrabungen des Sammlungsgründers entstammen und einerseits Tempelreliefs von höchster Qualität zeigen, andererseits der koptischen Kultur des frühen Mittelalters angehören und einen breitgefächerten Überblick über das tägliche Leben bieten. Hierzu zählt auch ein bemalter Sarkophag aus Holz, zu dem es bisher keine Parallele gibt.

Die Ägyptische Sammlung ist derzeit wegen Umbaumaßnahmen bis Ende 2019 geschlossen.

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 22.01.2019
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