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Laila Baur, M.A.

Laila_Baur

 

 

Kontakt

laila.baur@zegk.uni-heidelberg.de

 

Zur Person

Laila Baur absolvierte von 2010 bis 2013 ein Bachelorstudium in den Fächern Geschichte und Englisch an der Universität Basel. Im Anschluss arbeitete sie im Rahmen eines Programms der „ch-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit“ während eines Jahres als Assistenzlehrkraft im Deutschunterricht an der Montsaye Academy (Großbritannien). Das 2014 aufgenommene Masterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte an der Universität Heidelberg schloss sie 2017 mit ihrer Abschlussarbeit „Die Trauer um Karoline Luise von Baden – Emotionalisierung, Intimisierung und Individualisierung im späten 18. Jahrhundert“ ab. Während der Studienzeit erlangte sie durch Praktika und eine Anstellung Einblicke in die Verlags- und Archivarbeit.

 

Dissertationsprojekt

Eine Großherzogin in Trauer. Luise von Baden und die emotionale Herrschaft (1888-1923)

Die jüngere historische Monarchieforschung hat festgestellt, dass für die Fürstenhäuser des 19. Jahrhunderts Popularität ein wichtiger Repräsentations- und Legitimationsfaktor wurde. Das Dissertationsprojekt untersucht den maßgeblichen emotionalen Anteil daran anhand der Trauer im großherzoglich-badischen Fürstenhaus und unter besonderer Berücksichtigung von Großherzogin Luise, geborener Prinzessin von Preußen. Sie war seit 1888 und bis zu ihrem Tod im Jahr 1923 mehrfach von familiären Todesfällen betroffen und inszenierte sich zunehmend als trauernde Mutter, Tochter, Schwester und Gattin, aber auch als Trösterin. Ihre darauf beruhende gefühlsbetonte Adressierung der Bevölkerung generierte im engen Zusammenspiel mit den modernen Massenmedien ein starkes Narrativ der emotionalen Verbindung von Bevölkerung und Herrscherhaus. Daher wird gefragt, wie im regierenden Haus Baden auf emotionaler Grundlage Anerkennung und Prestige aufrechterhalten und generiert wurden und wie die Dynastie in einer Zeit gesellschaftlicher Wandlungsprozesse und politischer Umbrüche ihre Stellung zu stabilisieren versuchte.

Anhand der gesellschaftlichen Relevanz von Trauer und Anteilnahme wird mit dieser Themensetzung dem Zusammenhang von Emotion und Herrschaft nachgegangen und die historische Wirkmächtigkeit von Emotionen beleuchtet. Das Promotionsprojekt steht somit an der Schnittstelle von historischer Emotionsforschung, Monarchieforschung und badischer Landesgeschichte.

 

Stipendien und Auszeichnung

Seit 2019: Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

2017-2019: Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung im Rahmen des ZEGK-Promotionskollegs "Kunst, Kultur und Märkte. Geschichte der europäischen Kulturwirtschaft vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart"

Förderpreis für die Masterarbeit „Die Trauer um Karoline Luise von Baden. Emotionalisierung, Intimisierung und Individualisierung im späten 18. Jahrhundert“, verliehen im Rahmen der Vergabe des Johann-Daniel-Schöpflin-Preises 2019 durch den Förderverein des Generallandesarchivs Karlsruhe e.V., Karlsruhe, 2. April 2019.

Vorträge

„In Zeiten der Krise. Die adlige Trauerkultur und ihre Güter im 'langen 19. Jahrhundert'“, Studierendensymposium der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft und des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg: „Tod und Krise. Totenfürsorge und Bestattungspraktiken im langen 19. Jahrhundert“, 19.-21.3.2019. Berlin, 20.3.2019.

„Emotionen konsumieren. Adlige Trauerkultur und Trauerwirtschaft im 'langen 19. Jahrhundert'“, Tagung des Museums für Sepulkralkultur und der Universität Hamburg: transmortale IX - Neue Forschungen zum Thema Tod, 15.-16.3.2019. Kassel, 16.3.2019.

„'Tönt die Glocke, Grabgesang'. Das Verhältnis von Gefühlskultur, Glauben, Repräsentation und Handwerkskunst im späten 19. Jahrhundert“, interdisziplinäre Ringvorlesung „Kulturmärkte“, ZEGK, Universität Heidelberg, Wintersemester 2018/19. Heidelberg, 29.1.2019.

Forschungsinteressen

  • Kultur- und Mentalitätsgeschichte (Selbstzeugnisse und Reiseberichte als historische Quellen, Empfindsamkeit, „Türkengefahr“, Hexenverfolgung)

  • Historische Familien- und Emotionsforschung

  • Visual History (Selbstdarstellung und Inszenierung)

  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Alltagsgeschichte (Ernährungsnotlagen der Weltkriege, Bildungsrevolutionen)

 

ZEGK-Redaktion: E-Mail
Letzte Änderung: 08.12.2020
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