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Laila Baur, M.A.

Laila_Baur

 

 

Kontakt

laila.baur@zegk.uni-heidelberg.de

 

Zur Person

Laila Baur absolvierte von 2010 bis 2013 ein Bachelorstudium in den Fächern Geschichte und Englisch an der Universität Basel. Im Anschluss arbeitete sie im Rahmen eines Programms der „ch-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit“ während eines Jahres als Assistenzlehrkraft im Deutschunterricht an der Montsaye Academy (Großbritannien). Das 2014 aufgenommene Masterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte an der Universität Heidelberg schloss sie 2017 mit ihrer Abschlussarbeit „Die Trauer um Karoline Luise von Baden – Emotionalisierung, Intimisierung und Individualisierung im späten 18. Jahrhundert“ ab. Während der Studienzeit erlangte sie durch Praktika und eine Anstellung Einblicke in die Verlags- und Archivarbeit.

 

Dissertationsprojekt

Adlige Trauerkultur und Trauerwirtschaft im "langen 19. Jahrhundert"

Während die historische Forschung eine neue Trauerkultur seit dem späten 18. Jahrhundert vornehmlich dem Bürgertum zuordnet, operiert dieses Dissertationsprojekt im Fach Geschichte mit der Arbeitshypothese, dass sich auch die adlige Trauer wandelte und neue Ausdrucksformen erhielt. Entlang des Themenkomplexes „Emotion-Kultur-Wirtschaft“ wird untersucht, in welchem Verhältnis adlige Trauer, zeremonielle Traueraufwendungen und materielle Produkte der Trauer und Memoria (wie Gemälde, Fotografien, Plastiken, Bauwerke, Trauerkleidung und gedruckte Trauerreden und Trauermusikalien) zur sich wandelnden Wirtschaft und Gesellschaft des „langen 19. Jahrhunderts“ standen. Dies geschieht anhand von ausgewählten Todesfällen im regierenden Adelshaus Baden, welche in einen asymmetrischen Vergleich mit Trauerfällen der Wittelsbacher und brandenburgisch-preußischen Hohenzollern gesetzt werden. Inwiefern wurden die Trauerkultur und Trauermärkte zur eigenen Positionierung genutzt und wie gestaltete sich die Verquickung von Emotion und Wirtschaft?

Stipendien und Auszeichnung

Seit 2019: Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

2017-2019: Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung im Rahmen des ZEGK-Promotionskollegs "Kunst, Kultur und Märkte. Geschichte der europäischen Kulturwirtschaft vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart"

Förderpreis für die Masterarbeit „Die Trauer um Karoline Luise von Baden. Emotionalisierung, Intimisierung und Individualisierung im späten 18. Jahrhundert“, verliehen im Rahmen der Vergabe des Johann-Daniel-Schöpflin-Preises 2019 durch den Förderverein des Generallandesarchivs Karlsruhe e.V., Karlsruhe, 2. April 2019.

Vorträge

„In Zeiten der Krise. Die adlige Trauerkultur und ihre Güter im 'langen 19. Jahrhundert'“, Studierendensymposium der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft und des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg: „Tod und Krise. Totenfürsorge und Bestattungspraktiken im langen 19. Jahrhundert“, 19.-21.3.2019. Berlin, 20.3.2019.

„Emotionen konsumieren. Adlige Trauerkultur und Trauerwirtschaft im 'langen 19. Jahrhundert'“, Tagung des Museums für Sepulkralkultur und der Universität Hamburg: transmortale IX - Neue Forschungen zum Thema Tod, 15.-16.3.2019. Kassel, 16.3.2019.

„'Tönt die Glocke, Grabgesang'. Das Verhältnis von Gefühlskultur, Glauben, Repräsentation und Handwerkskunst im späten 19. Jahrhundert“, interdisziplinäre Ringvorlesung „Kulturmärkte“, ZEGK, Universität Heidelberg, Wintersemester 2018/19. Heidelberg, 29.1.2019.

Forschungsinteressen

  • Kultur- und Mentalitätsgeschichte (Selbstzeugnisse und Reiseberichte als historische Quellen, Empfindsamkeit, „Türkengefahr“, Hexenverfolgung)

  • Historische Familien- und Emotionsforschung

  • Visual History (Selbstdarstellung und Inszenierung)

  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Alltagsgeschichte (Ernährungsnotlagen der Weltkriege, Bildungsrevolutionen)

 

ZEGK-Redaktion: E-Mail
Letzte Änderung: 10.04.2019
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