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Prof. Dr. Nikolas Jaspert

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Historisches Seminar
 

Veranstaltungen

Offizielle Eröffnung des Promotionskollegs (29.01.2018)

 

Die Veranstalter und alle Beteiligten des Promotionskollegs freuten sich, als sich der Saal des Karlstorkinos am Abend des 29. Januar 2018 beinahe bis auf den letzten Platz füllte. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung durch die Stipendiatin Laila Baur wurde der Film „The Square“ gezeigt. Diese mehrfach ausgezeichnete europäische Koproduktion aus dem Jahr 2017, bei welcher Ruben Östlund aus Schweden als Drehbuchautor und Regisseur fungierte, thematisiert gesellschaftliche Probleme und den zeitgenössischen Kunstbetrieb. Da sich das Promotionskolleg aus einer historisch-kritischen Perspektive mit den Zusammenhängen von Kultur und Wirtschaft beschäftigt sowie mit der – auch vom Film aufgeworfenen – Frage, wie sich ökonomisches Handeln und künstlerisch-kulturelles Schaffen wechselseitig beeinflussen, folgte auf die Filmvorführung eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kunst und Kommerz“. Der Kollegiat Adrian Grimm stellte das Podium vor: die Stipendiatin Franziska Meier und den Stipendiaten Patrick Mertens sowie die Kooperationspartnerin des Kollegs, die Historikerin Prof. Dr. Monika Dommann von der Universität Zürich.

In ihrem Eingangsstatement sprach Monika Dommann u. a. von den verschiedenen Räumen, die im Film sichtbar werden: Zum einen sind da die diversen Kunsträume, z. B. der durch den Kurator bestimmte Raum, welcher Objekte zu Kunst werden lässt, und zum anderen die städtischen Räume, welche die Trennungen innerhalb der Klassengesellschaft verdeutlichen. Rasch entwickelte sich im Saal eine Art „Brainstorming“, wie es eine Teilnehmerin sehr treffend feststellte. Die vielen Beiträge aus dem Publikum, die unterschiedliche Hintergründe und Überlegungen offenlegten, reichten von juristischen, gesellschafts-, medien-, kunst- und kulturkritischen Perspektiven bis zu musik- und filmwissenschaftlichen Analysen der Filmmusik und visuellen Umsetzung des Films. Dieses breite Spektrum der Diskussionsbeiträge spiegelt den Film wider, der durch Themenvielfalt und Facettenreichtum Denkanstöße zu diversen Themen bietet. Dementsprechend fanden auch „Kunst und Kommerz“ Eingang in die Debatte. Wie frei sind Kunst und Künstler von Einflüssen wie Geldgebern und Vermarktungsprozessen und wie stark treten Künstler und ihre Ideen hinter Kuratorenvorstellungen, PR-Maßnahmen und (Massen-)Markttauglichkeitsfragen zurück? Dass Kunst außerhalb eines Marktes und dessen Bedingungen funktioniert, ist kaum vorstellbar. Der Markt bedeutet in diesem Fall die Plattform, auf der die Akteure aufeinandertreffen und ihre sehr unterschiedlichen Interessen aushandeln. Interessanterweise tritt im Film die Künstlerin während dieses Aushandlungsvorgangs als Akteurin vollkommen hinter den Kurator, die PR-Agentur, die Direktion, die Geldgeber und das Publikum zurück.

Karlstorkino_29.1.2018

Die RNZ berichtete; hier zum Nachlesen:

Jonas Labrenz: Neues Promotionskolleg in Heidelberg. Dreigroschenoper, völkische Lieder und virtuose Rockmusik, in: RNZ-online, 07.02.2018.

 

 

Workshop zum Thema "Wissenschaftskommunikation" (15.12.2017)

Ziel des gemeinsamen Workshops zum Thema „Wissenschaftskommunikation“ am 15. Dezember 2017 war es, die Doktoranden*innen des Promotionskollegs durch die beteiligten Wissenschaftler*innen gezielt zu beraten und zu ermutigen, sich an Projektaktivitäten zu beteiligen und sich bzw. ihre Forschungsergebnisse der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zu präsentieren.


Zunächst referierte Marietta Fuhrmann-Koch, die Pressesprecherin der Universität Heidelberg und Leiterin der Rektoratsabteilung Kommunikation und Marketing, über Grundprinzipien der Wissenschaftskommunikation. Dabei betonte sie, dass es sich bei Wissenschaft auch um einen „Wettbewerb um Nachrichten“ handle, bei dem der fachliche Erfolg hinter den kommunizierten Erfolg zurücktrete. In diesem Zusammenhang stehe auch der Auftritt der Universität Heidelberg als Marke mit einem prägnanten Corporate Design, um wissenschaftliche Leistungen über die unterschiedlichsten Kommunikationswege an die Öffentlichkeit zu vermitteln. Dabei ist die Kommunikation an eine externe Öffentlichkeit von der an die Fachöffentlichkeit und die außerfachlichen Wissenschaftszweige zu unterscheiden. Allen drei gemeinsam sind jedoch die Prinzipien von Wahrhaftigkeit und Transparenz, welche die entscheidenden Faktoren für eine nachhaltig erfolgreiche Wissenschaftskommunikation darstellen.


Anschließend stellte Stefan Stadler von der Firma vmapit – software solutions aus Mannheim Apps als Tools für Wissenschaftskommunikation vor. Die besonderen Vorteile bei Apps liegen in ihrer Aktualität, ihrer Fähigkeit den Standort des Benutzers einzubeziehen und in der Möglichkeit, diese neben Informationsvermittlung auch zu einer Interaktion mit den Anwendern, beispielsweise durch Push-Nachrichten, Gutscheincodes oder Ähnliches, zu nutzen. Dabei sei diese Form der Wissenschaftskommunikation keine Einbahnstraße – die App-Anwender könnten unmittelbar teilhaben, reagieren und selbst Input geben. Nachteil ist hierbei allerdings der immense Kostenaufwand, welcher eine eigene App für viele wissenschaftliche Projekte schlicht nicht finanzierbar mache.


Abschließend referierte der freiberufliche Historiker, Autor und Blogger Moritz Hoffmann über Möglichkeiten zur Wissenschaftskommunikation durch die neuen sozialen Medien, wobei insbesondere die Nutzung von Facebook, Twitter und Wissenschaftsblogs diskutiert wurde. Die Vorteile dieser Medien liegen neben einer allgemeinen Schreib- und Formulierungsschule vor allem in der Netzwerkbildung, der Ideenerzeugung und einem fortlaufenden Diskussionstraining, da diese Kommunikationswege besonders darauf ausgelegt seien, in beide Richtungen zu funktionieren und Reaktionen schon in der Veröffentlichung angelegt sind. Hierbei sei jedoch der zeitliche Aufwand zu bedenken, da von Blog zu Twitter für eine erfolgreiche Kommunikation das Intervall der von den Nutzern erwarteten Inhalte kürzer werde.


In einer gemeinsamen Abschlussdiskussion erörterten die Stipendiaten*innen zusammen mit den Professor*innen und Referent*innen, wie die vorgestellten Mittel der Wissenschaftskommunikation in der Praxis für das Promotionskolleg und für jeden individuell zum Einsatz kommen können. Jeder Input gab anregende Ideen und neue Möglichkeiten wurden eröffnet.

 

 

 

 

Kolleg-Auftaktworkshop in Annweiler in der Südpfalz (24./25.11.2017)

Workshop 7

Workshop 1.1

Workshop1.2

 

Professor*innen und Kollegiat*innen kamen am 24. und 25. November zu einem ersten gemeinsamen Arbeitstreffen zusammen. In diesem Rahmen konnten alle Kollegiat*innen ihre Projekte vorstellen und sie anschließend zur Diskussion stellen.

Thematisches Hauptaugenmerk lag bei diesem ersten Workshop auf Kulturmärkten und der Einbindung der Projekte in diese.

Als auswärtiger Referent zu diesem Thema eröffnete Herr Prof. Dr. Martin Lücke den Workshop am Freitagmorgen mit einem Vortrag und bereicherte im weiteren Verlauf des Tages unsere Diskussion aus Perspektive eines promovierten Musikwissenschaftlers und Professors für Musikmanagement und Kulturmanagement an der privaten Hochschule Macromedia für Medien und Kommunikation. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Spannungsfeld von (Populärer) Musik und Musikwirtschaft, neuen Formen der (Kultur-)Finanzierung, u.a. Crowdfunding, sowie der akademischen Ausbildung im Kontext Populärer Musik und Musikwirtschaft, wodurch das Thema des Musikmarktes anhand seines Vortrags bestens veranschaulicht wurde und hilfreiche neue Blickwinkel eröffnet wurden.

Bei der anschließenden Vorstellung der Dissertationsprojekte

  • Adrian Grimm: Die virtuose Rockmusik der 1980er Jahre
  • Patrick Mertens: Musiktheater und Kommerz
  • Franziska Meier: Konstruktion von Volk und Nation in Liedgut und musikalischer Praxis der Bündischen Jugend 1918-1933
  • Laila Baur: Trauerkultur und Trauermarkt 1750-1900

wurde als gemeinsame Schnittmenge der Einfluss von Kultur und Kulturgütern auf die Entstehung und Entwicklung von Märkten festgestellt.

Abgerundet wurde der Workshop am Samstagvormittag durch gemeinsame Überlegungen zu dem verbindenden Element des Kunst- und Kulturmarktes. Dabei konnten die Schnittstellen zwischen den Projekten vertieft und systematisch erfasst werden. Mit vielen Anregungen und neuen Ideen sind wir nach Heidelberg zurückgekehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

 

ZEGK-Redaktion: E-Mail
Letzte Änderung: 13.02.2018
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