Dr. Heike Wilde

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Vorträge
Schriftenverzeichnis

Dr. Heike Wilde

 Ägyptologisches Institut
Voßstr. 2, Gebäude 4410
69115 Heidelberg

E-Mail heikewilde@uni-heidelberg.de

Academia Heike Wilde

 

Vita

1992-2000: Magisterstudiengang in 2 Hauptfächern, Ur- und Frühgeschichte und Ägyptologie an der Georg-August-Universität Göttingen

2000-2002: Grundstudium der Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen.

2009 Promotion mit dem Titel Innovation und Tradition: Zur Herstellung und Verbreitung von Prestigegütern im pharaonischen Ägypten. Georg-august-Universität Göttingen.

Seit 2012 Projekt „Zur Bedeutung von Aromata im spätzeitlichen Tempelkult“. Ägyptologisches Institut Heidelberg

Seit 2013 Lehrauftrag am Ägyptologischen Institut Heidelberg

 

Zusatzqualifikationen

2010: Kuratorische Praxis und Ausstellungsmanagement (Zertifikat „Edukult3“; Stiftung Universität Hildesheim).

 

Forschungsinteressen

  • Kulturgeschichte
  • archäologische Hinterlassenschaften
  • Denkmälerkunde
  • Außenbeziehungen Ägyptens
  • Ptolemaistik

 

Projekte

Zur Verwendung von Aromata in Kulthandlungen der Spätzeit

 

Eingeworbene Mittel:

  • Druckkostenübernahme für die Dissertation von der Franz- und Eva-Rutzen-Stiftung (2011)
  • DAAD-Reisestipendium nach Birmingham zur Tagung CRE XIII (2012)
  • DAAD-Reisestipendium nach Prag zur Tagung Crossroads II (2014)

 

Tätigkeiten

Seit 1994 Mitarbeit an Ausgrabungen im In- und Ausland

2000–2004: Freie Mitarbeiterin und Projektleiterin in der unteren Denkmalschutzbehörde, Landkreis Stade, im Rahmen von Großbaumaßnahmen

1997-2009: Freie Mitarbeiterin des Roemer- und Pelizaeus-Museums, Hildesheim.

Fachliche und organisatorische Vorbereitung der Sonderausstellung „Schönheit im Alten Ägypten“,

Mitarbeit am von der Volkswagenstiftung geförderten Giza-Projekt

2007–2010: Lehrauftrag am Seminar für Ägyptologie und Koptologie Göttingen

2010: Freie Mitarbeiterin am Seminar für Ägyptologie und Koptologie Göttingen; Virtualisierung der Lehre (Grundmodule Koptisch I und Denkmälerkunde) mit dem E-learning-Programm ILIAS.

 

Vorträge

18.07.2009 SÄK Münster (ständige Ägyptologenkonferenz, jährlich abgehalten)

Innovation und Tradition im pharaonischen Ägypten

02.12.2009 TOPOI Exzellenzcluster Berlin im Rahmen des Workshop "Mobilität und Wissenstransfer in diachroner  und interdisziplinärer Perspektive":

Technologie und Kommunikation: Innovationsschübe vor dem Hintergrund der Außenbeziehungen Altägyptens

10.11.2011 Steindorff-Tag, Ägyotologisches Institut Leipzig

Grabbeigaben des Alten Reiches und ihre symbolische Bedeutung anhand eines Konvolutes aus Giza (Mastaba D208)

29.03.2012 Current Research in Egyptology XIII, Birmingham (DAAD Reisemittel)

Technological Innovations in the 2 nd Mill. B.C. in Egypt:

A theoretical model for the use and distribution of new technologies and materials

24.11.2012 Making differences matter (FU Berlin): Die Macht der Schönheit als Index von Sozialem Kapital im Alten Ägypten

Schön und Gut. Alterslose Schönheit im Alten Ägypten

6.05.2014 Berlin: Topoi-Forum der Key Topics & Labs (SoSe 2014)

Technologische Innovationen im pharaonischen Ägypten am Beispiel des Glashandwerks

15.09.2014 Prag: Crossroads II: Here and back again.

The Use and Distribution of new Technologies and Materials during the 2nd Mill. BC

27.11.2014 Berlin: Topoi Lecture Series Glas und Glasproduktion in ur- und frühgeschichtlicher Zeit Herstellungstechnik, Adaption und Diffusion von Glastechniken)

Glas und Glasproduktion im alten Ägypten

 

Schriftenverzeichnis

Monographien

  • Innovation und Tradition. Zur Herstellung und Verbreitung von Prestigegütern im pharaonischen Ägypten, Göttinger Orientforschungen, Reihe IV, Band 49, Wiesbaden 2011. (Druck gefördert von der Franz- und Eva-Rutzen-Stiftung).
  • Technologische Innovationen im 2. Jahrtausend v. Chr. Göttinger Orientforschungen, Reihe IV, Bd. 44, Wiesbaden 2003.

Beiträge

  • Grabbeigaben und ihre symbolische Bedeutung anhand eines Konvolutes aus Giza (Mastaba D 208)
  • Überlegungen zum privaten Jenseitsglauben im Alten Reich, in: ZÄS 140, 2013, S. 172-187.
  • Technologie und Kommunikation: Innovationsschübe vor dem Hintergrund der Außenbeziehungen Altägyptens. In: E. Kaiser/W. Schier (Hrsg.), Mobilität und Wissenstransfer in diachroner und interdisziplinärer Perspektive, in: Topoi. Berlin Studies of the Ancient World, Berlin 2013, S. 115-150.
  • Aspekte des Regenerationsgedankens der ägyptischen Religion im Spiegel einiger Objekte der Sammlung Pelizaeus. In: „Zur Zierde gereicht…“ Festschrift für Bettina Schmitz zum 60. Geburtstag am 24. Juli 2008, herausgegeben von Antje Spiekermann, Hildesheim 2008, HÄB 50, S. 273-284.
  • Schön gemacht, in: DAMALS, Heft 8/2007, Leinfelden-Echterdingen 2007, S. 22-27.
  • Vollendung und Vollkommenheit, in: DAMALS, Heft 8/2007, Leinfelden-Echterdingen 2007, S. 14-21.
  • Streben nach Vollkommenheit, in: Antike Welt, Heft2/2007, Mainz 2007, S. 398-46.
  • “Schau, sie ist wie der glänzende Neujahrsstern”: Schönheit in Alltag und Fest, in: B. Schmitz/K. Lembke, Schönheit im Alten Ägypten-Sehnsucht nach Vollkommenheit. Begleitbuch zur Sonderausstellung des Roemer- und Pelizaeus-Museums, Hildesheim 2006, S. 87-107.
  • Interkultureller Austausch Ägyptens mit Palästina an der Schwelle zur Urbanisierung - Globalisierung im orientalischen Chalkolithikum?, in: Göttinger Miszellen 194 (2003), S. 79-102.
  • K. Behnert/H. Wilde: Salzherstellung im vor- und frühdynastischen Ägypten? Überlegungen zur Funktion der sogenannten Grubenkopfnägel in Buto, in: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo, Bd. 58, 2002, S. 49-51.

 

Kurzbeschreibung des Projekts

"Zur Verwendung von Aromata in Kulthandlungen der Spätzeit"

Diese Untersuchung beschäftigt sich mit der Verwendung von Aromata im spätzeitlichen Ägypten. Die Geschichte des kulturspezifischen Umgangs mit Gerüchen, d. h. des gezielten Einsatzes von Duftstoffen und Mitteln, in denen diese gebunden waren, zeichnet sich durch ein besonders hohes Maß an unterschiedlich gelagerten Quellensorten in breit gefächerter zeitlicher und quellenspezifischer Dimension für das pharaonische Ägypten aus, die schriftlich wie bildlich festgehalten wurden und über Jahrtausende gültig waren. Die bekanntesten Verwendungsformen sind das Räuchern und die Salbung im Kult. Die Versorgung des Kultbildes mit Salben, der regelmäßige und kultbegleitende Einsatz von Räucherungen sowie Blumenschmuck nehmen besonders im Dekorationsprogramm ägyptischer Tempel eine bedeutende Position ein und verweisen somit auf eine intensive Anwendung im Kultgeschehen und lassen anhaltende, markante Düfte innerhalb der Räumlichkeiten vermuten. Bestimmte Salbensorten oder typische Bestandteile wurden begrifflich in zahlreichen Ritualszenen sowie in den Inschriften der Magazinräume und Laboratorien der Tempel in Form von Materiallisten und Rezepttexten aufgenommen, die auf diese Weise die hohe und spezifische Bedeutung der Aromata belegen.

Eine Auswahl der anhand der überlieferten Rezepttexte bzw. Materialbezeichnungen bekannten Aromata bzw. Endprodukte zur Anwendung im Kult wird anhand der gut erhaltenen und dokumentierten Ritualszenen der Spätzeit am Beispiel des Horus-Tempels zu Edfu vor dem Hintergrund der Raumfunktion und den dort dargestellten Handlungen diskutiert. Die Zielsetzung besteht darin, einen Beitrag zum Einsatz der Duftmittel im Zuge des Kult- bzw. Festgeschehens im Tempel zu leisten und somit zur Bedeutung bestimmter Aromata in der ägyptischen Kultur sowie zur Rekonstruktion der Kultrealität in spätägyptischen Tempeln beizutragen.


 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 16.05.2018
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