Bereichsbild
Konzerte

Camerata Carolina

J.S. Bach: Weihnachtsoratorium

  • Samstag, 3. Dezember 2022, 20 Uhr, Heidelberg, Universitätskirche St. Peter
  • Sonntag, 4. Dezember 2022, 16 Uhr, Heidelberg, Universitätskirche St. Peter
  • Sonntag, 18. Dezember 2022, 16 Uhr, Münster Schwarzach bei Rastatt

 

Capella Carolina

C. Orff: Carmina Burana

  • Januar 2023 – genaues Datum folgt

 

GSG9

Evergreens aus 70 Jahren: 1950-2020

  • Donnerstag, 28. Juli 2022, 20 Uhr, Aula der Alten Universität Heidelberg, Grabengasse 1

 

Weitere Konzerte & Vorverkauf

 
Vorsingtermine

Capella Carolina

Gruppenvorsingen zu Semesterbeginn (ab. 15.9.) jeweils vor der Probe um 19:15 Uhr im Großen Hörsaal der Chemie, INF 252.

 

Camerata Carolina

Einzelvorsingen nach Vereinbarung. Anmeldung telefonisch oder per Mail beim Dirigenten erforderlich.

 
Proben

Capella Carolina

Donnerstags 20-22 Uhr, Großer Hörsaal der Chemie, INF 252


Camerata Carolina

Dienstags 20-22 Uhr, Großer Hörsaal der Chemie, INF 252

 

Probenbeginn WiSe 2022/23

  • Capella: 15.9.2022
    C. Orff: Carmina Burana

  • Camerata: 27.9.2022         J.S. Bach: Weihnachtsoratorium

 

 
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Chöre des Internationalen Studienzentrums

CamCa 2022 Kaunas Piano TrioKaunas Piano Trio und Camerata Carolina: Chamber Stories

Am Freitag, den 17. Juni, präsentierte die Camerata Carolina ein gemeinsames Konzert mit dem Kaunas Piano Trio aus Litauen in der Alten Aula der Universität Heidelberg. Das Motto des Konzertes lautete „Chamber Stories“, weil die Musikerinnen des Trios in ihren Werken zeigen möchten, dass Musik Geschichten zu erzählen vermag.
Das Kaunas Piano Trio eröffnete dieses Konzert mit Anatolijus Šenderovas „Giesmė ir šokis“, einem aufregenden zeitgenössischen Stück. Im Anschluss erklang Vítêzslav Nováks Piano Trio no. 2 „Quasi una ballata“, ein Stück mit romantischen Klängen und einer sehr starken Ausdrucksweise. Die Interpretation beider Stücke war einfach beeindruckend.
Den zweiten Teil gestaltete die Camerata Carolina zuerst mit Arvo Pärts „Da nobis pacem“, einem ruhigen und schwebenden Chorwerk, welches Glockenklänge imitiert. Als zweites Stück erklang Vytautas Miškinis‘ „Cantate Domino“ ein schnelles, und wie es in der Moderation angesagt wurde, „fetziges Stück“.
Das Highlight des Konzertes war jedoch der gemeinsame Programmteil beider Ensembles. Wir interpretierten vier Lieder aus Ludwig van Beethovens „Schottischen Liedern“. Den Abschluss bildete das Gebet für die Ukraine von Mykola Lyssenko.
So haben wir den Auftakt in unsere Sommer-Konzert-Saison gestartet, die unter dem Motto „Um 20 Grad Ost“ stand. Weitere Konzerte der Capella und Camerata folgten in den nächsten Wochen.
Wir bedanken uns herzlich beim Kaunas Piano Trio für diese tolle Kooperation und ein ganz besonderes Konzert.

 


Capella Schöpfung 2022Haydns Schöpfung in Heidelberg

Nachdem unser Schwesterchor, die Camerata Carolina, in den vergangenen Wochen die Johannespassion aufgeführt hatte, durfte auch die Capella Carolina am Sonntag, den 24. April, endlich wieder ein großes Konzert in der Peterskirche geben. Bekannte Gesichter, aber auch viele neue Mitglieder des Chores standen dabei gemeinsam auf der Bühne. Die Motivation aller Beteiligten, nach einer so langen Zeit wieder ein schönes Konzert zu geben, war deutlich spürbar und machte sich bezahlt. Der Chor hatte sich gemeinsam der Herausforderung gestellt, mit großen Abständen (sowohl physisch als auch zeitlich) eines der vielleicht bekanntesten oratorischen Werke der Musikgeschichte zu erarbeiten. Und das hat sich definitiv gelohnt! Gemeinsam mit dem exzellenten Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und den herausragenden Solisten Markus Lemke (Bass), Florian Sievers (Tenor) und Marina Unruh (Sopran) entstand ein Konzert voller Spannung und Dynamik, in dem der Facettenreichtum des Werkes zum Ausdruck kam.

Am Samstag, den 23. April, führten wir eine öffentliche Generalprobe durch, bei der das Publikum ab und zu in das Probengeschehen eingebunden wurde und Rückmeldungen geben durfte. Am Sonntag fand dann das offizielle Konzert in der gut besetzten Peterskirche statt. In Haydns äußerst tonmalerischem Werk kamen alle Beteiligten zur Geltung – das Orchester mit seinem Klangreichtum und seiner beeindruckenden Virtuosität, die Solisten, die sowohl die Rezitative bedeutungsvoll ausgestalteten als auch mit ihren Arien die Zuhörenden verzauberten, und der Chor, der präzise und kraftvoll die feierlichen Lobgesänge vortrug. So durfte sich die Capella Carolina am Ende des Konzerts über begeisterten Applaus, Standing Ovations und eine erfolgreiche musikalische Zusammenarbeit freuen.

Musikhistorisch Interessierten sei ein kurzer Aufsatz ans Herz gelegt, der von unserem Chormitglied Felix Haberland verfasst wurde, und sich unter anderem auch mit Haydns Schöpfung befasst: Hier lesen.

 


CamCa JoPa 2022 RauenbergBachs Johannespassion in Heidelberg, Weinheim, Rauenberg und Molsheim/Elsass

Es fühlte sich an wie die Vollendung eines vor einer gefühlten Ewigkeit begonnenen Projekts. Im Frühjahr 2020 hatte die Camerata Carolina die Johannespassion von Johann Sebastian Bach geprobt, um diese im März und April desselben Jahres zur Aufführung zu bringen. Es gab eine einzige Aufführung der Johannespassion mit reduzierter Besetzung (Chor, Gambe und Continuo mit gesprochenen Solisten-Parts) in der Mauritiuskirche in Leimen, die große Lust auf die Kooperation mit Orchester und Solisten machte.

Doch dazu kam es leider nicht. Die Pandemie veränderte schlagartig viele Bereiche unseres Lebens, so auch die musikalischen und kulturellen Aktivitäten. Das Konzert in Leimen sollte über viele Monate hinweg das vorerst letzte bleiben, und eine lange Durststrecke folgte. Umso dankbarer sind wir dafür, dass wir nun ENDLICH, nach vielen Rückschlägen, Anpassungen und abermaligen Rückschlägen die Johannespassion in Heidelberg (Peterskiche), Weinheim (Sankt Laurentius), Rauenberg (Sankt Peter und Paul) und Molsheim/Elsass (Église des Jesuites) aufführen konnten.

Während die Pandemie inzwischen ein wenig in Vergessenheit zu geraten scheint, passieren mitten in Europa unaussprechliche Gräueltaten. Angesichts von Gewalt und Aufrüstung widmeten wir unsere Aufführung den von den Kriegshandlungen in der Ukraine betroffenen Menschen. Die Johannespassion von J. S. Bach vertont menschliches Leid einerseits und Erlösung andererseits in drängender, dramatischer Weise. Sie macht somit die vielleicht schmerzhaftesten unserer Emotionen spürbar, während sie in der scheinbar hoffnungslosen Situation, die sie darstellt, nie aufhört, den Zuhörer*innen Zuversicht und Vertrauen in das Gute zu vermitteln.

Die Camerata Carolina hatte die Freude, unter der Leitung von Franz Wassermann mit den Solist*innen Friederike Beykirch (Sopran), Regina Grönegreß/Judith Ritter (Alt), Marcus Ullmann/Daniel Tilch (Tenor – Evangelist), Wolfgang Klose/Daniel Tilch (Tenor – Arien), Thomas Herberich (Bass – Arien) und Peter Maruhn (Bass – Jesusworte) sowie dem Orchester La Sinfonietta Heidelberg gemeinsam zu musizieren. Die Besucher*innen kamen dabei in den Genuss eines „klangschön[en] und intonationssicher[en]“ Chores, der „Kraft im Eingangs- und Schlusschor“, „packende[…] Dramatik“ in den Turbachören sowie „hoch differenzierte[…] Expressivität“ in den Chorälen zeigte, wie die Rhein- Neckar-Zeitung am 15.03.2022 schrieb. Die Solisten verzauberten das Publikum mit ihrer Agilität und Ausdruckskraft. Die Aufführenden und Zuhörenden waren spürbar gerührt, sicherlich auch, aber nicht nur aufgrund der Widmung der Konzerte an die Opfer der Kriegshandlungen.

Mit dem Konzert in Frankreich haben wir nicht nur im Sinne internationaler Verbundenheit ein Zeichen gesetzt, sondern auch gezeigt, dass Menschen neben Gewalt und Zerstörung immer wieder auch Kultur von unschätzbarem Wert hervorgebracht haben und am Leben erhalten.

 


CamCa Bodensee 2021Konzertreise der Camerata Carolina an den Bodensee

Ende September des vergangenen Jahres hatten wir zum ersten Mal seit zwei Jahren endlich wieder die Möglichkeit, eine Konzertreise zu unternehmen und dabei in vielen schönen Kirchen der Bodenseeregion zu singen (Lindau, Wolfhalden/CH, Kempten, Markdorf, Konstanz). Mit doppelchörigen Motetten aus fünf Jahrhunderten der europäischen Musikgeschichte, die nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern ebenso auch emotionalanrührend sind, vermochten wir dem Publikum und auch uns selbst immer wieder die Seele zu öffnen. Die Dankbarkeit, nun wieder Konzerte erleben zu können, war bei uns Ausführenden wie überall beim Publikum spürbar; sie zeigte, wie wichtig der Zugang zu Kultur für viele ist, gerade nach langen, entbehrungsreichen Monaten der pandemiebedingten Zwangspause. Wir freuen uns, dass wir stets reich mit Beifall bedacht wurden und dass wir erneute Einladungen erhielten.
Neben den Konzerten konnten wir in den fünf Tagen am Bodensee viel Sonnenschein, eine wunderschöne Landschaft sowie exzellentes Essen und Trinken genießen. Wir können außerdem behaupten, dass die Reise den Chor, der viel Wert auf gelebte Gemeinschaft legt, noch weiter zusammengeschweißt hat. Nach den Monaten des Lockdowns, der für viele Kunst- und Kulturschaffende keine leichte Zeit war, waren wir schon in erstaunlich guter Form in die Präsenzproben zurückgekehrt und haben dann gleich weiter intensiv gearbeitet. Dass wir diese Reise würden durchführen können, hatte vor ein paar Monaten dennoch fast niemand erwartet. Umso schöner und bemerkenswerter ist es, dass wir diese Woche nun erleben durften. Besonderer Dank gilt unserem Chorleiter Prof. Franz Wassermann, der uns all das ermöglicht hat, sowie allen, die dabei geholfen haben, die Konzertreise auf die Beine zu stellen und den Chor über all die Onlineproben hinweg nicht nur am Leben zu erhalten, sondern unsere Liebe fürs Singen zu pflegen und neu zu entfachen.
Für außergewöhnliche und herzliche Gastfreundschaft haben wir Bezirkskantoraten, Gemeinden und Veranstaltern in Deutschland und der Schweiz zu danken.
Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen reich beschenkt freuen wir uns nun auf die kommenden Proben mit Bachs Johannespassion, die wir im März und April in und um Heidelberg sowie in Molsheim/Elsass aufführen wollen. Hier geht es zum ausführlichen Reisebericht

 


Cam 2021 1+1=11+1=1 – Camerata Carolina präsentiert doppelchörige Motetten von Schütz bis Reger

Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, am Freitag- und Samstagabend der vergangenen Woche nach so langer Zeit wieder in der Peterskirche – der „Heimspielstätte“ der Capella und Camerata Carolina – vor Publikum singen zu dürfen. Mit doppelchörigen Motetten von Schütz bis Reger hatte sich die Camerata Carolina ein höchst anspruchsvolles Programm ausgesucht. Nach einer kurzen, aber intensiven Präsenzprobenphase im großen Hörsaal der Chemie – vielen Dank an die Verantwortlichen! – nahm der Chor die Besucherinnen und Besucher der beiden Konzerte mit auf eine Reise durch die europäische Musikgeschichte und präsentierte dabei sowohl seine virtuose als auch seine nachdenkliche und einfühlsame Seite; „Klassiker“ wie Bach (Singet dem Herrn ein neues Lied) und Mozart (Venite populi), aber auch unbekanntere Komponisten wie z.B. Bernhard Klein (Pater noster). Die solistischen Parts übernahmen Mitglieder der Camerata: Inga Conzen (Sopran), Monika Gradl (Alt), Felix Haberland (Tenor) und Alexander Hamm (Bass/Orgel). Nach einem der emotionalen Höhepunkte des Abends, Max Regers Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit war es, als ob das Publikum beeindruckt für einige Zeit den Atem anhielt. Dann brach der Applaus los, und wir erhielten Standing Ovations, was den Sängerinnen und Sängern nach so langer Zeit der Konzertabstinenz spür- und sichtbar guttat.

 


Cap 2021 SommerserenadeSommerserenade mit Chormusik aus aller Welt: Die Capella Carolina ist zurück!

Am 18.07. war es endlich wieder so weit: Die Capella Carolina gab ihr erstes Konzert seit eineinhalb Jahren!
In den Marsilius-Arkaden der Universität Heidelberg konnten wir uns über ein großes Publikums freuen. Das Studierendenwerk Heidelberg und das Universitätsklinikum Heidelberg als Vermieter der anliegenden Wohnungen haben uns freundlicherweise die Erlaubnis gegeben, in diesem schönen Hof zu musizieren. Natürlich hielten wir, ebenso wie das Publikum, die geltenden Abstandregeln ein.
Für die Sommerserenade – nach vielen Regentagen war es ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch – hatten Mitglieder des Chors Lieder aus aller Welt (Brasilien, Japan, Rumänien, Estland und England) und aus verschiedenen Jahrhunderten beigesteuert, die sich zwischen zahlreichen deutschsprachigen Liedern fanden. So präsentierte das Programm eine bunte und sehr abwechslungsreiche Palette von Chormusik und mit der Flötistin Caroline Renninger wie dem Pianisten Rafael Zinz Begabungen aus dem Talentschuppen der Carolina.
Nach nur einem Monat, in dem Präsenzproben im großen Hörsaal der Chemie möglich waren, erschien es ein wenig tollkühn, dem Publikum ein so vielgestaltiges Programm vorzustellen, doch nach intensiven und konzentrierten Proben ist es uns gelungen, mit dem Konzert unserem Publikum und auch uns selbst eine große Freude zu bereiten.
Es erforderte von allen eine intensive Zusammenarbeit und die Bereitschaft, auch einmal über den eigenen Schatten zu springen – nach all den Monaten, in denen wir einander nicht hören konnten, mit mindestens zwei Metern Abstand zueinander in einer ausgewogenen Lautstärke zu singen, ist keine leichte Aufgabe. Doch nicht umsonst ist die Capella Carolina ein Chor, in dem sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen und auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten. Darauf sind wir stolz, und so freuen wir uns schon auf die nächste Probenphase für Haydns Schöpfung, die ab dem 2. September startet. Neue Gesichter sind wie immer gerne gesehen!

 


Thumbnail Dvorak CredoCamerata Carolina – Antonín Dvořák: Messe D-Dur, Credo

Die Messe D-Dur op. 86 ist die einzige erhalten gebliebene Vertonung des Messordinariums von Dvořák, die in ihrer Urfassung für Soli, Chor und Orgel im Jahr 1887 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Wie in den anderen, nicht wenigen geistlichen Werken des Komponisten schlägt seine glutvolle musikalische Sprache den Zuhörer und die Zuhörerin sogleich in ihren Bann.
Zum heutigen Sonntag Trinitatis (Dreifaltigkeit) haben wir für euch das äußerst vielseitige Credo aus dieser Messe ausgewählt. In seinen Ecksätzen singt der Solo-Alt vor, der Chor wiederholt bekräftigend; so legen „Vorbeter“ und „Gemeinde“ das Glaubensbekenntnis ab. Das Et incarnatus est (Er ist Mensch geworden) wird in zurückhaltenden, ruhigen Klängen vorgetragen, das Leiden und Sterben Christi ist dagegen in dramatischer Spannung von Dynamik und Akkordik gezeichnet. Bei der Verkündigung von der Auferstehung des Herrn wechseln erneut vorsingende Stimme und ganzer Chor, und nach der Reprise des Anfangs im Et in spiritum sanctum (Ich glaube an den Heiligen Geist) endet das Credo schließlich in hymnischer Begeisterung.

Im September 2020 hat die Camerata Carolina, genötigt durch die Pandemie, ihr geplantes Konzert als „Geisterkonzert“ in der Pfarrkirche Rauenberg veranstaltet, also ohne Publikum und in weiträumiger Aufstellung. Prof. Carsten Klomp, mit dem wir häufig zusammenarbeiten, hat den Orgelpart gespielt, und die Solisten – darauf sind wir stolz – kommen aus unseren eigenen Reihen.
Es war ein schönes Erlebnis, abends in der großen Kirche zu musizieren. Aber wir freuen uns über die Maßen, hoffentlich bald wieder in Präsenz mit euch Musik erleben zu können. Bleibt gesund – auf ein baldiges Wiedersehen und -hören! Jetzt hier ansehen

 


Thumbnail Requiem LacrimosaCapella Carolina – Mozart/Süßmayr: Requiem in d-moll, Lacrimosa

Zu Beginn der Karwoche 2021 präsentieren wir aus dem Konzert, mit dem der Große Chor der Capella Carolina, Internationales Studienzentrum der Universität Heidelberg, und der Chor und das Orchester der Pädagogischen Fakultät der Karls-Universität zu Prag ihre Zusammenarbeit begründeten, nun das „Lacrimosa“ aus Mozarts Requiem d-moll KV 626.
Die letzten Notenzeilen, die der Komponist vor seinem Tode geschrieben hat, sind neun Takte aus diesem Satz des Requiems. Ein ihm unbekannter „grauer Bote“ hatte Mozart im Juli 1791 eine große Geldsumme als Vorauszahlung für die Komposition eines Requiems gebracht. Heute ist das Geheimnis der Auftraggeberschaft geklärt: es war ein reicher Musikliebhaber,  der die Gewohnheit hatte, bei angesehenen Künstlern inkognito Werke zu bestellen, um sie dann aufzuführen und als seine eigenen auszugeben. Der chronisch kranke, von Arbeit überlastete Mozart aber machte sich immer mehr die fixe Idee zu eigen, ein Bote aus dem Jenseits sei gekommen, ihn an seine eigene Totenmesse zu mahnen. Durch umfangreiche andere Kompositionen sehr in Anspruch genommen, konnte Mozart das Requiem nicht vollenden, wiewohl er noch auf dem Totenbette fieberhaft daran arbeitete.
Seine Gattin Constanze wandte sich, um das Resthonorar für den Auftrag zu erhalten, an Mozarts Schüler, das Werk fertigzustellen, und schließlich unterzog sich Franz Xaver Süßmayr dieser Aufgabe. So hat er auch diesen Satz fertiggestellt, wohl mit Hilfe mündlicher Angaben Mozarts. 
Das „Lacrimosa“ mit den seufzenden Geigenfiguren ruft Jesu Erbarmen an; mächtig steigert sich der Chorsatz über eineinhalb Oktaven in der Sopranlinie zum Forte, um dann wieder in flehendes Piano zurückzusinken vor der Schlusssteigerung. 
Das große gemeinsame Ensemble aus Heidelberg und Prag, hier in der Heidelberger Peterskirche, musiziert mit mächtiger Klangfülle ebenso wie mit eindrücklichem Piano. Jetzt hier ansehen

 


Logo Volksbank 2020Heidelberger Volksbank unterstützt Capella Carolina

Die Heidelberger Volksbank ist seit über zwanzig Jahren Hausbank der Capella Carolina und vielfach hat sie die Chöre unterstützt. So auch aktuell, da in Corona-Zeiten gerade die Kultur heftig unter dem Lockdown leidet. Auf der einen Seite fehlen die Einnahmen durch Konzerte, gleichzeitig sind zusätzliche Ausgaben notwendig, um die Hygienevorschriften einzuhalten. Diese kommen in besonderem Maße auf singende Gemeinschaften zu, wenn sie die vorsichtige Öffnung nutzen, um wieder gemeinsam zu musizieren. Wir bedanken uns herzlich für diese Zuwendung! Hier mehr lesen

 
 

ZEITWissen Podcast Corona thumbnailProf. Franz Wassermann im Interview mit ZEIT WISSEN

Manche Musik wirkt wie ein Antidepressivum, sagen Forscher im ZEIT-WISSEN-Podcast. Eine Extrasendung über Mutmachsongs, Balkonkonzerte und vernetzte Chöre in der Krise von Max Rauner und Miriam Steiner.
Dabei wurde auch das Projekt der digitalen Johannespassion der Camerata Carolina vorgestellt (ca. ab 17:20). Hören Sie gerne einmal hinein!

 

 

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Letzte Änderung: 12.07.2022
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