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Forschungsgroßgeräte

Sie finden in nachstehenden Absätzen Informationen zu folgenden Punkten:

 

Allgemeines

Definition eines Großgerätes

Forschungsgroßgeräte nach Art. 91 b GG

Forschungsgroßgeräte der Länder nach Art. 143 c GG

Forschungsbauten und Großgeräte an Hochschulen

 

Im Rahmen der Föderalismusreform wurde im Bereich der Hochschulfinanzierung mit dem 01.01.2007 das Förderprogramm „Forschungsgroßgeräte“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft  (DFG) eingerichtet. Antragsberechtigt sind staatliche Hochschulen und nichtstaatliche, institutionell akkreditierte Hochschulen. Die Investitionssumme (brutto) muss bei Fachhochschulen über 100.000,00 Euro und bei den übrigen Hochschulen über 200.000,00 Euro liegen. Die Obergrenze liegt bei 5 Mio. Euro. Geräte oberhalb dieses Wertes gelten als Forschungsbauten.

Bei der Beantragung von Forschungsgroßgeräten wird zwischen den nachfolgend aufgeführten Verfahrensweisen und damit verbundenen Finanzierungsarten unterschieden:

  1. Forschungsgroßgeräte nach Art. 91 b Grundgesetz (GG) sind Großgeräte, die überwiegend in der Forschung eingesetzt werden;
  2. Forschungsgroßgeräte aus dem Programm „Großgeräte der Länder“ nach Art. 143 c GG sind Großgeräte, die überwiegend in der Lehre eingesetzt werden;
  3. Forschungsbauten und Großgeräte ab einem Investitionsvolumen in Höhe von 5 Mio. Euro.

Die Antragsformulare der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie weiterführende Informationen der DFG finden Sie auf den Internetseiten der DFG.

 

Allgemeines (gilt für die Antragsverfahren nach Punkt 1 und 2 gleichermaßen):

Großgeräteanträge können zu jeder Zeit vorgelegt werden. Das entsprechende Antragsformular einschließlich der relevanten Beiblätter ist dem Sachgebiet Haushalt der Abteilung für Haushalt und Beschaffung (Abt. 4.1) in 3-facher Ausfertigung (Papierform) und einmal elektronisch (CD) vorzulegen.

Bei einer vollständigen Finanzierung des Landesanteils aus dezentralen Mitteln wird der Antrag unter Punkt 10.2 durch den Budgetverantwortlichen der dezentralen Mittel unterschrieben.

Bei Finanzierungsanteilen aus zentralen Mitteln ist der Antrag von einem Rektoratsmitglied (vorr. Kanzlerin) zu Unterschreiben.

Der komplette Antrag (inkl. Zusicherung der Finanzierung) nebst Anschreiben der Einrichtung wird dann von hier aus sowohl an die DFG als auch an das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg  zur Begutachtung weitergeleitet.

Eine unmittelbare Antragstellung bei der DFG oder dem Ministerium durch die Fakultäten oder Einrichtungen ist nicht zulässig.

Voraussetzung für die Beschaffung von Forschungsgroßgeräten ist grundsätzlich die Begutachtung durch die DFG und die Vorlage einer positiven Empfehlung. Wir weisen ausdrücklich daraufhin, dass hiernach zur zeitnahen Beschaffung und Inbetriebnahme des Großgerätes die räumlichen und technischen Voraussetzungen gegeben sein müssen. Diese müssen ggf. mit dem Baudezernat  vorab abgestimmt sein.

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Definition eines Großgerätes (§ 8 Abs. 1 AV-FuG):

Die Summe der Geräteteile, einschließlich Zubehör, die für einen vorgesehenen Betriebszustand eine Betriebseinheit bildet, gilt als Großgerät.  Zwischen dem  Grundgerät  (einschließlich Software) und dem Zubehör – dazu können auch die für den Betrieb nicht unmittelbar notwendigen methodischen und messtechnischen Ergänzungen oder Hilfsmittel gehören – soll eine angemessene  Relation bestehen.

Ist diese Definition nicht erfüllt, ist keine Förderung möglich. Nicht gefördert werden zudem Sach- und Personalkosten, Baumaßnahmen, Möbel, Einbau- und Installationskosten.
 

Abwicklung:

Sobald die DFG-Bewilligung dem Sachgebiet Haushalt der Abt. 4.1 vorliegt werden Sie über das weitere Procedere informiert. Der Mittelabruf sowohl bei der DFG, wie auch beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg  sowie die Erstellung des Verwendungsnachweises der Fördermittel erfolgt durch das Sachgebiet Haushalt der Abt. 4.1.

Die  Mittel müssen innerhalb von zwölf Monaten ab dem Zugang der Bewilligung in Anspruch genommen werden. Sechs Monate nach Inbetriebnahme des Gerätes ist vom Antragsteller bei der DFG ein Verwendungsnachweis für Forschungsgroßgeräte vorzulegen. Den dazugehörigen Vordruck (DFG-Vordruck 41.35) finden Sie auf der Internetseiten der DFG. Mit Annahme der Bewilligung entsteht für den Antragsteller die Verpflichtung, drei Jahre nach Inbetriebnahme des Gerätes über die damit erzielten Ergebnisse zu berichten. Der entsprechende Vordruck ist ebenfalls auf der o.a. Webseite der DFG zu finden.
 

Beschaffung:

Wenden Sie sich nach Vorlage der DFG-Bewilligung bezüglich der Beschaffungsmodalitäten (ggf. Ausschreibungsverfahren, Angebotseinholung, Bestellung etc.) an das Sachgebiet Zentrale Beschaffung der Abt. 4.1, Vergabestelle Frau Sandra Diehm, 06221 54-2118, und Herr Rühle, 06221 54-2119.

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Forschungsgroßgeräte nach Art. 91 b GG

Die DFG kann im Rahmen des Förderprogramms „Forschungsgroßgeräte“ nach Art. 91 b GG in 50%iger Kofinanzierung mit dem jeweiligen Sitzland Forschungsgroßgeräte an Hochschulen fördern. Diese Investitionsvorhaben für die Hochschulforschung müssen sich durch herausragende wissenschaftliche Qualität und nationale Bedeutung auszeichnen. Die Geräte müssen  weit überwiegend der Forschung dienen, d. h. die Notwendigkeit ihrer Beschaffung und ihrer Nutzung muss allein mit dem  Einsatz der Forschung begründet werden.

Der federführende Wissenschaftler muss als verantwortlicher Ansprechpartner folgende Unterlagen vorlegen:

  • Antragsformular (DFG-Vordruck 21.10) inklusive
    • Zusicherung der 50%igen Kofinanzierung durch das Land Baden-Württemberg bzw. die Universität Heidelberg (Ziffer 10.2 des DFG-Antrags) und
    • die Befürwortung der Gerätekommission der Fakultät einschließlich der relevanten Beiblätter (DFG-Vordruck 21.101, 21.102 und 21.103)
  • Angebote in Papierform (3-fache Ausfertigung)
  • ein Exemplar des gesamten Antrags in elektronischer Fassung (CD-ROM)

Informationen zur Bearbeitung der Anträge können dem Leitfaden für die Antragstellung „Merkblatt für Anträge auf Großgeräte der Länder“ entnommen werden.

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Forschungsgroßgeräte der Länder nach Art. 143 c GG

Im Rahmen des Programms „Großgeräte der Länder“ werden Großgeräte an Hochschulen und Hochschulklinika durch die Bundesländer bzw. Hochschulen finanziert. Die DFG begutachtet im Auftrag der Länder Großgeräte aus diesem Programm, die für den Einsatz in Forschung, Ausbildung und Lehre sowie der Krankenversorgung vorgesehen sind. Dieser Zweckbestimmung können sie sowohl unmittelbar als auch mittelbar dienen. Insofern gelten als Großgeräte auch IT-Systeme für Rechenzentren, Hochschulbibliotheken sowie Hochschul- und Klinik-Verwaltungssysteme.

Baumaßnahmen sind nicht Bestandteil des Großgerätes.
 

Die Länder und die DFG haben vereinbart:

  • Die Bagatellgrenze für die Begutachtung liegt – wie bei Forschungsgeräten nach  Art. 91 b GG – bei 200.000,00 Euro (brutto).
  • Es gilt durchgehend die Großgerätedefinition des § 8 Abs. 1 AV-FuG. Anträge auf Upgrades und Ergänzungen von vorhandenen Großgeräten werden  dann begutachtet, wenn sie für sich über der Bagatellgrenze liegen.
  • Im gesamten  IT-Bereich, nicht nur in der Medizin, prüft die DFG auch Gesamtkonzepte. Die Gesamtkonzepte sind jedoch immer mit konkreten Beschaffungsanträgen verbunden. (she. DFG-Vordruck 21.201) Die Begutachtung von reinen Netzkonzepten kann wie bisher erfolgen.
  • CIP und WAP Anträge  werden nicht mehr begutachtet.
  • Gemietet und geleaste Großgeräte werden begutachtet. Dabei entscheidet der Anschaffungspreis über die Einhaltung der Bagatellgrenze. Die Mietkosten gehen auf jeden Fall zu Lasten des Instituts, sie sind nicht mitfinanzierbar.
  • Bei Großgeräten, die vollständig aus Drittmitteln finanziert werden, ist eine Begutachtung dann nicht erforderlich, wenn die Drittmittel gezielt für die Beschaffung des betreffenden Gerätes zur Verfügung gestellt werden. Dabei müssen die Drittmittelrichtlinien des Wissenschaftsministeriums insbesondere im Hinblick auf das Gesetz zur Bekämpfung der Korruption beachtet werden.
     

Die für den Betrieb des Großgerätes verantwortliche Person bzw. die Leitung der Einrichtung, in der das Gerät betrieben werden soll, muss als verantwortlicher Ansprechpartner folgende Unterlagen vorlegen:

  • Antragsformular (DFG-Vordruck 21.20) inklusive
    • Zusicherung der Finanzierung durch die Universität Heidelberg bzw. durch das Land   Baden-Württemberg und
    • die Befürwortung der Gerätekommission der Fakultät einschließlich der relevanten Beiblätter (DFG-Vordruck 21.20a);
  • Angebote in Papierform (3-fache Ausfertigung);
  • ein Exemplar des gesamten Antrags in elektronischer Fassung (CD-ROM).

Informationen zur Bearbeitung der Anträge können dem Leitfaden für die Antragstellung „Merkblatt für Anträge auf Großgeräte der Länder“ entnommen werden.

Die Beantragung von Anträgen zur Netzinfrastruktur erfolgt in Anlehnung an das Verfahren im Programm „Großgeräte der Länder“. Erforderlich ist ein Antragsvordruck  21.20 Antrag auf Großgeräte der Länder (ohne die Beiblätter), eine Zusage der Finanzierung sowie eine Begründung entsprechend den Punkten dieser Empfehlungen.

Auskunft zu Detail-Fragen erhalten Sie auch bei der DFG:

Dr. Werner Bröcker, Werner.Broecker@dfg.de, Telefon: 0228 / 885-2476
Dr. Marcus Wilms, Marcus.Wilms@dfg.de, Telefon: 0228 / 885-2471

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Forschungsbauten und Großgeräte an Hochschulen

Forschungsbauten sind Neu-, Um oder Erweiterungsbauten einschließlich Großgeräten an Hochschulen mit Kosten über 5 Mio. €.

Anträge auf Forschungsbauten werden von den Ländern dem Wissenschaftsrat zur Begutachtung vorgelegt. Dieser spricht Empfehlungen an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) über die zu realisierenden Projekte aus. Die GWK entscheidet jährlich, welche Forschungsbauten jeweils realisiert werden sollen.

Großgeräte mit einer Summe über 5 Mio. € werden wie Forschungsbauten behandelt und zunächst durch den Wissenschaftsrat und die GWK bewertet. Darüber hinaus erfolgt eine Begutachtung durch die DFG, die schließlich eine Empfehlung an den Wissenschaftsrat ausspricht.

Großgeräte bis 5 Mio. €, die zu einem empfohlenen Forschungsbau gehören, können zusammen mit diesem beantragt und finanziert werden. Das Sitzland bzw. die Hochschule legt einen Antrag bei der DFG vor. Die DFG begutachtet diese Großgeräte und spricht eine Empfehlung zur Beschaffung gegenüber dem Wissenschaftsrat bzw. dem BMBF aus.

Die finanzielle Abwicklung für diese Großgeräte erfolgt gemeinsam durch das Sitzland und den Bund, die Beschaffung durch die jeweilige Hochschule. Es gelten die Vorgaben des Programms „Forschungsgroßgeräte“ nach Art. 91 b GG.

Der Bund stellt den Ländern die Mittel nach einem Pauschalierungsschlüssel bereit. Die Förderung der Vorhaben erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren (Förderzeitraum); dieses Finanzierungsmodell gilt bereits für die Förderung der Vorhaben der Förderphase 2013.

Die Bundesmittel werden von der Abteilung Haushalt und Beschaffung, Sachgebiet Haushalt, beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg abgerufen. Die Landesmittel werden im Haushalt der Universität veranschlagt.

Die Ersteinrichtung von Forschungsgebäuden umfasst die Gesamtheit der lehr- und forschungsbezogenen und allgemein notwendigen Ausstattungsgegenstände, ggf. einschließlich Zubehör und Installation, die im Zuge des Erstbezugs eines Gebäudes bereitgestellt werden wie zum Beispiel  allgemeines und besonderes Mobiliar (ausgenommen Einbauten), Präsentationstechnik Hörsäle / Seminarräume, wissenschaftlich-technische Geräte (ohne Großgeräte), Sonstiges.

Bei einer anderweitigen Nutzung der Erstausstattungsmittel (z. B. Übertrag in den Bauhaushalt, Anmietung von Containern etc.)  muss sichergestellt sein, dass die verbleibenden Mittel für die geplante Ausstattung der Einrichtung ausreichen; zusätzliche Mittel stehen nicht bereit.

Erstausstattungsmittel für Baumaßnahmen, die nicht nach Art. 91 b GG angemeldet wurden können im Rahmen der Haushaltsaufstellung beantragt werden. Das Dezernat 3 legt hierzu einen schriftlichen Antrag inkl. ausreichender Begründung und Kostenaufstellung für die Erstausstattung bei der Abteilung für Haushalt und Beschaffung vor.

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Wir stehen Ihnen für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung und über Anregungen sind wir stets dankbar.

Ihre
Kerstin Fein

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 23.01.2017
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