Prof. Dr. Anton Friedrich Koch

Professor für Philosophie (im Ruhestand)

Zimmer 210


 

Anschrift

Philosophisches Seminar der Universität Heidelberg, Schulgasse 6, 69117 Heidelberg, E-Mail: a.koch@uni-heidelberg.de


 

Das letzte Kolleg

Stationen der Philosophiegeschichte. „Vorlesung“ im Corona-Sommer 2020

 

Neuere Vorträge und Manuskripte

Five Lectures About Hegel (2020/21)

Hegel zum 250sten. Neues aus der Forschung (Februar 2021)

Subjektivität in Raum und Zeit (März 2021)

Le réalisme herméneutique et la lisibilité des choses (Juli 2021)

Hegel’s Pamenidean Descent (August 2021)

Der Raum als allgemeines Bewusstseinsfeld (Oktober 2021)

Kann man das Nichts wissen? (Oktober 2021)

Die Bewusstseinskapitel der Phänomenologie (November 2021)

 

Leben

Anton Friedrich Koch, *17.9.1952 in Gießen, besuchte die Grundschule in Fronhausen an der Lahn (1959-1963) und die Herderschule in Gießen (1963-1971) und studierte ab 1971 Philosophie und Germanistik in Heidelberg, wo er im Mai 1980 promoviert wurde. Von 1979 bis 1981 war er Wissenschaftlicher Angestellter am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg, von 1982 bis 1989 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Universität München, beide Male als Mitarbeiter von Dieter Henrich. Nach seiner Habilitation im Januar 1989 lehrte er in München als Privatdozent und Oberassistent, dann von 1991 bis 1996 in Halle, zunächst als Lehrstuhlvertreter, ab 1993 als Professor für Geschichte der Philosophie. Von Herbst 1996 bis Frühjahr 2009 war er Professor für Philosophie in Tübingen, von Frühjahr 2009 bis Herbst 2020 in Heidelberg. Seit Oktober 2020 ist er im Ruhestand.

Im Frühlingssemester 2009 nahm er eine Gastprofessur an der Emory Universität, Atlanta (Georgia), und im Winterquartal 2016 eine Gastprofessur beim Committee on Social Thought an der Universität Chicago wahr. Seit 2008 ist er ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg).

Koch ist verheiratet mit Simone Neuber und hat vier Kinder aus erster Ehe.

 

Bücher

  • Vernunft und Sinnlichkeit im praktischen Denken, Würzburg 1980. (Dissertation)
  • Subjektivität in Raum und Zeit, Frankfurt a. M. 1990. (Habilitationsschrift)
  • Subjekt und Natur. Zur Rolle des „Ich denke“ bei Descartes und Kant, Paderborn 2004.
  • Versuch über Wahrheit und Zeit, Paderborn 2006.
  • Wahrheit, Zeit und Freiheit. Einführung in eine philosophische Theorie, Paderborn 2006, 2. Aufl. Münster 2013.
  • Die Evolution des logischen Raumes. Aufsätze zu Hegels Nichtstandard-Metaphysik, Tübingen 2014.
  • Hermeneutischer Realismus, Tübingen 2016.
  • Philosophie und Religion, Stuttgart 2020.


 
Aufsätze seit 2019

  • „Intellektuelle Anschauung, intuitiver Verstand und spekulatives Denken“, in: Paula Órdenes und Anna Pickhan (Hg.), Teleologische Reflexion in Kants Philosophie, Wiesbaden 2019, 123-137.
  • „Kritische Metaphysik oder Analytische Hermeneutik? Über die Lesbarkeit der Dinge und die apriorischen Voraussetzungen der Bezugnahme“, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 67,1 (2019), 118-131.
  • „Hermeneutical Holism as a Recessive Strand in Western Thinking“, in: Philosophy and Culture (ed. Hankuk University of Foreign Studies) 40 (2019), 1-17.
  • „Identität und Ewigkeit in Gott. Überlegungen im Ausgang von Anselms Proslogion, Kapitel 18-21“, in: Axel Hutter/Georg Sans (Hrsg.), Zeit – Sprache – Gott, Stuttgart 2019, 37-53.
  • „Die Lesbarkeit der Dinge als Theorem der philosophischen Hermeneutik“, in: Die Gegenständlichkeit der Welt, hg. von Antonia Egel, David Espinet, Tobias Keiling, Bernhard Zimmermann unter Mitarbeit von Sonja Feger, Günter Figal zum 70. Geburtstag, Tübingen 2019, 21-36.
  • „Sein und Existenz“, in: Andreas Luckner / Sebastian Ostritsch (Hg.), Philosophie der Existenz. Aktuelle Beiträge von der Ontologie bis zur Ethik, Stuttgart 2019, 47-66.
  • „Prueba y boceto de un realismo correlacionista“, in: Estudios Filosóficos 68 (2019), 489-510.
  • „Wahrheit, Subjektivität und die Lesbarkeit der Dinge“, in: Internationales Jahrbuch für Hermeneutik 18 (2019), 34-45.
  • „Robert Pippin on the speculative identity of thinking and being”, in: European Journal of Philosophy 24 (2019), 1-7.
  • „Polis und Kosmos. Habermas, Ratzinger und Kant über Politik und Religion“, in: Con-Textos Kantianos 10 (2019), 43-58.
  • „Objektivität und Wissen“, in: Zeitschrift für philosophische Forschung 74 (2020), 5-24.
  • „Is Hermeneutic Realism a Dialectical Materialism? Thinking With and Beyond Heidegger and Adorno“, übersetzt aus dem Deutschen von den Herausgebern, in: Dominik Finkelde und Paul M. Livingston (Hg.), Idealism, Relativism, and Realism. New Essays on Objectivity Beyond the Analytic-Continental Divide, Berlin/Boston 2020, 81-95.
  • „Platon und Aristoteles retten die Phänomene“, in: Peter König und Jan-Ivar Lindén (Hg.), Aristoteles – Antike Kontexte, gegenwärtige Perspektiven, Heidelberg 2020, 45-76.
  • „Wie ging die Welt verloren? Überlegungen zum Ursprung des Bösen“, in: Kerygma und Dogma 66 (2020), 279-289.
  • „Die Erste Philosophie als Metaphysik und als apriorische Hermeneutik“, in: Filosofia e critica del dominio. Studi in onore di Leonardo Samonà, Band II, hg. von Chiara Agnello et al., Palermo 2020, 217-230.
  • „Lässt Gott sich widerspruchsfrei denken?“, in: Gott und Denken. Zeitgenössische und klassische Positionen zu zentralen Fragen ihrer Verhältnisbestimmung. Für Friedrich Hermanni zum 60. Geburtstag, hg. von Christian König und Burkhard Nonnenmacher, Tübingen 2020, 183-194.
  • „Il realismo ermeneutico e la leggibilità delle cose“, in: Giornale di Metafisica 2/2020, 340-352.
  • „Gegelj i greki o bytii i otrischtschanii“ („Hegel und die Griechen über Sein und Verneinung“, ins Russische übersetzt von Anton Ivanenko), in: Nasledie gegelja w istorii filosofii i kultury (Hegels Erbe in der Philosophie- und Kulturgeschichte), hg. von A.H. Murav’ev und A.A. Ivanenko, Sankt Petersburg 2020, 15-32.
  • „La intuición pura y la representación de conexión (Verbindung) en Kant“, in: Revista de Estudios Kantianos 6 (2021), 1-12 (übersetzt von Paula Órdenes Azua).
  • „Von der Vorstellbarkeit, Möglichkeit und Wirklichkeit der göttlichen und menschlichen Dinge. Philosophie und Theologie im Dialog über Modalitäten“, in: Religion, Fiktion, Wirklichkeit. Philosophische und theologische Beiträge zum Gottesverständnis in der Moderne, hg. von Malte Dominik Krüger, Leipzig 2021, 21-35.
  • „Die Wissenschaft ohne Gegensatz, die logische Evolution und die Nullstellungen des Denkens“, in: Nora Schleich (Hg.), Philosophie als Wissenschaft. Wissenschaftsbegriffe in den philosophischen Systemen des Deutschen Idealismus, Hildesheim et al. 2021, 141-150.
  • „Georg Wilhelm Friedrich Hegel“, in: Kant und der deutsche Idealismus. Ein Handbuch, hg. von Klaus Vieweg, Darmstadt 2021, 265-314.
  • „Parallax in Hermeneutic Realism“, in: Parallax. The Dialectics of Mind and World, hg. von Dominik Finkelde, Slavoj Žižek und Christoph Menke, London 2021, 55-68.
  • „Subjekt und Verkörperung“, in: Philipp David, Thomas Erne, Malte Dominik Krüger und Thomas Wabel (Hg.), Körper und Kirche. Symbolische Verkörperung und protestantische Ekklesiologie, Leipzig 2021, 43-57.
  • „Hegel zum 250sten. Neues aus der Forschung“, Sammelbesprechung in: Philosophische Rundschau 68 (2021), 317-366.
  • „Über das Jesusbild in der Gegenwart“, in: Thomas Erne, Malte Dominik Krüger, Anna Niemeck (Hg.), Das Christusbild in der Gegenwart – eine Leerstelle auf dem Weg zu einer neuen Anschaulichkeit? Beobachtungen und Einsichten aus Theologie, Philosophie und Kunst, Darmstadt 2022, 263-273.
  • „Hegel’s System and the Negativity of Dialectics“, in: Sebastian Stein und Joshua Wretzel (Hg.), Hegel’s Encyclopedic System, New York 2022, 50-61.

 

 

 

 

 

 

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 17.03.2022
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