Jonas Göhler

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           Jonas Göhler, M.A

           Seminar für Klassische Philologie

           Universität Heidelberg

           Sandgasse 7-9

           69117 Heidelberg

           Raum ZG04

           Tel.: +49 6221 54-2261

           jonas.goehler@skph.uni-heidelberg.de

 

 

 

 

 

 

 

Akademischer Werdegang

 

seit 4/2017

Stipendiat am LGF-Promotionskolleg „Was ist Tradition? Zu Genese, Dynamik und Kritik von Überlieferungskonzepten in den westeuropäischen Literaturen“, Univ. Heidelberg, Neuphilologische Fakultät

3/2013 bis 3/2107

Wiss. Mitarbeiter am Seminar für Klassische Philologie, Lehrstuhl Klassische

Philologie (Lateinische Literaturwissenschaft) (Prof. Schwindt), Univ. Heidelberg

12/2011 bis 01/2013

Gepr. wissenschaftliche Hilfskraft am SFB 933 „Materiale Textkulturen“, Teilprojekt C03 (Leitung: Prof. Schwindt)

2007 bis 2008

Wissenschaftliche Hilfskraft am Seminar für Klassische Philologie, Lehrstuhl Lateinische Literaturwissenschaft (Prof. Schwindt), Univ. Heidelberg

seit 2012

Studium der altgriechischen Philologie (Lehramt, Erweiterungsfach)

2006 bis 2011

Studentischer Tutor (Seminar für Lateinische Sprache und Philologie des Mittelalters und der Neuzeit)

2005

 

Wissenschaftliche Hilfskraft für das CAMENA-Projekt (Germanistisches

Seminar, Univ. Heidelberg)

 

2008 bis 2011 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
WS 2005/06 Erasmus-Semester an der Jagiellonen-Universität Krakau, Polen
2005 bis 2013

Studium der Germanistik und der lateinischen Philologie des Mittelalters und der Neuzeit (Magister)

2003 bis 2011

 

Studium der lateinischen und deutschen Philologie an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg und

an der Jagiellonen-Universität Krakau (Staatsexamen)

 

 

Publikationen

Mit Peter Mathes und Hermann Wiegand (Hgg.): Von Fastnachtsküchlein, Narren und Trinkgelagen. Friedrich Taubmanns Bacchanalia (1592) – das erste deutsche Fastnachtsepos, lateinisch/deutsch. Heidelberg 2018.

Mit Klaus Wolf (Hgg.): Papst Pius II. an Sultan Mehmet II. Die Übersetzung der ›Epistola ad Mahumetem‹ durch Michael Christan (= Veröffentlichungen des Grabmann-Institutes zur Erforschung der Mittelalterlichen Theologie und Philosophie, Bd. 59), Berlin 2016.

Rezension zu: Romy Werther (Hg.): Alexander von Humboldt, August Boeckh, Briefwechsel (= Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Bd. 33), Berlin 2011, in: Geschichte der Germanistik 41/42 (2012), 155-156.

Gemeinsam mit Maximilian Gamer, Eduardo Otero Pereira and Hermann Wiegand (Hgg.): Caeli Terraeque Delicium. Ein weihnachtlicher Elegienkranz von Willem van der Beke (1608 – 1683), Heidelberg 2010.

„Das Canticum Canticorum und die geistliche Liebe in den Epigrammen Maciej Kazimirz Sarbiewskis,“ in: Strenae Nataliciae. Neulateinische Studien. Wilhelm Kühlmann zum 60. Geburtstag, hg. von Hermann Wiegand, Heidelberg 2006, 85-98.

 

Kurzexposé

 

„I Tiresias“ – Tradition und Moderne. T.S. Eliots The Waste Land und Ovids Metamorphosen

Eliots The Waste Land – nach Ezra Pound, dem es gewidmet war, „the justification of the ‚movement‘, of our modern experience, since 1900.“ – gilt als eines der einflussreichsten Werke der Klassischen Moderne. Angesichts der Vielzahl an Anspielungen und Zitaten, von Wagner und Ovid bis zu den Upanischaden, entsteht eine Synchronizität von Literatur, wie sie Eliot auch in seinem Aufsatz über Tradition and the Individual Talent programmatisch von Schriftstellern fordert: Der Dichter müsse sich dessen bewusst sein, dass „the whole of the literature of Europe from Homer and within it the whole of the literature of his own country has a simultaneous existence and composes a simultaneous order“. Im Fokus des Eliot‘schen Langgedichts steht gleichwohl Ovid. Auch in diesem Gründungstext der Klassischen Moderne kann man Hans Blumenbergs ingeniöses Dictum bestätigt finden, wonach „[d]ie europäische Phantasie […] ein weitgehend auf Ovid zentriertes Beziehungsgeflecht“ (Arbeit am Mythos) ist.

 

 

 

 

 

 

 

Von herausfordernder Kühnheit ist Eliots Gedanke, dass sich frühere Autoren mit den späteren Autoren, die in ihnen „aufgehoben“ sind, begreifen lassen. Um es mit Eliots eigenen, radikalen Worten wiederzugeben: „the past should be altered by the present as much as the present is directed by the past“ (Tradition and the Individual Talent, p. 15). Neben der geläufigen Richtung der Rezeptionsforschung, die Eliot im Anschluss an den poeta doctissimus Ovid (M. Möller) als poeta doctus (J. Klein) bezeichnet, wäre also für einmal auch zu fragen, wie sich mit dem Blick auf Eliots The Waste Land und seine theoretischen Schriften die ovidischen Metamorphosen besser verstehen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seitenbearbeiterin Iris Hoffman: E-Mail
Letzte Änderung: 21.09.2018
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