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Heidelberger Poetikdozentur

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Die Heidelberger Poetikdozentur ist eine jeweils im Sommersemester vom Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg ausgerichtete Vorlesungsreihe, zu der ein renommierter Schriftsteller bzw. eine renommierte Schriftstellerin eingeladen ist, um in öffentlichen Vorträgen und Lesungen Einblick in den kreativen Prozess des Schreibens zu geben. In einem die Dozentur begleitenden Hauptseminar haben die Studierenden die Möglichkeit, mit dem Poetikdozenten bzw. der Poetikdozentin zu diskutieren. Die Heidelberger Poetikvorlesungen erscheinen in einer eigenen Reihe beim Universitätsverlag Winter und sind als Videoaufzeichnungen auf dem Mediaserver der Universität Heidelberg abrufbar.
1993 als Kooperation zwischen der Universität und der Stadt Heidelberg begründet wird die Poetikdozentur vom Kulturamt der Stadt unterstützt und von dem Heidelberger Ehepaar Dr. Karin und Dr. Peter Koepff gefördert. Sie ist Teil des UNESCO-Programms »City of Literature«, dem Heidelberg seit 2014 angehört.
Die Poetikdozentur wird verantwortet von Priv.-Doz. Dr. Friederike Reents (Leitung) und Prof. Dr. Andrea Albrecht (kommissarisch).

Aufgrund der Corona-Epidemie konnte die Poetikdozentur 2020 leider nicht in diesem Jahr stattfinden, und auch der Sommertermin ist ausgesetzt. Unser designierter Poetikdozent Joachim Meyerhoff wird aber im Herbst/Winter 2021 bei uns sein:

 


2021 – JOACHIM MEYERHOFF


Joachim Meyerhoffs Schreiben folgt dem Credo: „Erfinden heißt Erinnern.“ Ausgehend von wahren Begebenheiten schreitet der Autor und Schauspieler narrativ seinen Lebensweg ab, schmückt aus, reichert an und fördert so längst vergessene Erinnerungen zu Tage. Auch der Protagonist seines auf der Bühne erprobten Romanzyklus ‚Alle Toten fliegen hoch‘ gelangt im Umgang mit Verlust und Vergänglichkeit über Erfundenes immer wieder zu tatsächlich Erlebtem. In der Tradition des Schelmenromans durchläuft er sämtliche Phasen des Heranwachsens und sieht sich auf komisch-groteske Weise mit Themen konfrontiert, die in Meyerhoffs Schaffen von zentraler Bedeutung sind: Familie, Krankheit und Tod, aber auch Lebenslust und Liebe. Dass die Schilderungen emotionaler und existenzieller Katastrophen, die radikale Offenlegung des Inneren, konstant zwischen Autobiographie und Fiktion changieren, ist signifikant für Meyerhoffs literarisches Verfahren. Das Feuilleton hat ihn dafür als „glänzenden Erzähler des wahren Lebens“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und als „Orpheus und Bergungsunternehmer der verlorenen Zeit“ (Süddeutsche Zeitung) gefeiert. 

 

Joachim Meyerhoff, 1967 in Homburg geboren, absolvierte eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Nach Engagements in Kassel, Bielefeld, Dortmund, Köln und Hamburg war er mehrere Jahre in Inszenierungen am Burgtheater Wien sowie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, seit der Spielzeit 2019/20 ist Meyerhoff Ensemblemitglied der Schaubühne Berlin. Er wurde 2007 und 2017 zum Schauspieler des Jahres gewählt und erhielt für seinen Romanzyklus ‚Alle Toten fliegen hoch‘ unter anderem die Carl-Zuckmayer-Medaille (2017) und den Bayerischen Buchpreis (2019). Im letzten Jahr erschienen ist der fünfte Teil des Romanzyklus: Hamster im hinteren Stromgebiet (2020).

 

Termine der Poetikvorlesung: Herbst/Winter 2021

 

 

 

 

 

 

 

 
Veranstalter:
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Heidelberg.
 

Prof. Dr. Andrea Albrecht
andrea.albrecht@gs.uni-heidelberg.de

 

 


Die Heidelberger Poetikvorlesungen erscheinen beim Universitätsverlag Winter

 

Winter Logo Vektordaten Schwarz Und Hks42

 

Die Heidelberger Poetikdozentur wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Heidelberg.

 

 

 

 Logo Stadt Hd 2018

 

 

City Of Lit Logo 2018

 

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren Dr. Karin Koepff und Dr. Peter Koepff.

 

 

Letzte Änderung: 23.03.2021
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