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Auszeichnung für den Heidelberger Mediziner Dr. Matthias Osswald

26. April 2017

Der mit 100.000 Euro dotierte Hella-Bühler-Preis gilt seinen Arbeiten zur Erfoschung von Hirntumoren

Preisverleihung

Foto: Rothe

Universitätsrektor Prof. Dr. Bernhard Eitel (rechts) überreicht den Hella-Bühler-Preis an den Preisträger des Jahres 2016, Dr. Matthias Osswald. Links der Laudator Prof. Dr. Wolfgang Wick.

Der Mediziner Dr. Matthias Osswald hat den mit 100.000 Euro dotierten Hella-Bühler-Preis 2016 erhalten. Die von der Ruperto Carola vergebene Auszeichnung wendet sich an junge Forscher am Wissenschaftsstandort Heidelberg, die bereits durch herausragende wissenschaftliche Qualität in der Krebsforschung auf sich aufmerksam gemacht haben. Das Preisgeld dient dazu, ihre innovativen Arbeiten weiter zu fördern. Dr. Osswald forscht am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zur Kommunikation und Netzwerkbildung zwischen den Zellen bösartiger Hirntumore.

Den Festakt zur Verleihung des Hella-Bühler-Preises eröffnete Universitätsrektor Prof. Dr. Bernhard Eitel. In seiner Begrüßung unterstrich er die Bedeutung von Zuwendungen, mit denen die Universität hervorragende junge Wissenschaftler fördern könne. Einen Überblick über ihre Arbeiten, die mit den Mitteln des Hella-Bühler-Preises gefördert werden, gab anschließend Prof. Dr. Sylvia Erhardt. Die Wissenschaftlerin am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg ist Preisträgerin des Jahres 2015. In seiner Laudatio auf den aktuellen Preisträger würdigte der Geschäftsführende Direktor der Neurologischen Klinik und Leiter der Klinischen Kooperationseinheit Neuroonkologie, Prof. Dr. Wolfgang Wick, die Arbeit von Matthias Osswald, der als engagierter Arzt und zugleich hervorragend auf wissenschaftlichem Gebiet tätig sei. Anschließend gab Dr. Osswald Einblicke in seine Forschung und erläuterte die Fragen, die im Mittelpunkt der kommenden Untersuchungen stehen sollen.

Der Wissenschaftler hat gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen gezeigt, dass die Zellen bestimmter bösartiger Hirntumore, sogenannter Astrozytome, ein Netzwerk miteinander ausbilden können, das in der Folge die Widerstandskraft des Tumors gegen eine Strahlentherapie erhöht. Die Tumorzellen nutzen hierfür lange und sehr dünne Zellfortsätze. Dr. Osswald und Kollegen identifizierten darüber hinaus ein Molekül, das die Kommunikation und Netzwerkbildung zwischen den Tumorzellen ermöglicht. Diese Erkenntnisse eröffnen einen neuen Ansatzpunkt für die Entwicklung spezifischer Therapien. In künftigen Arbeiten soll nun untersucht werden, wie die Kommunikation zwischen den Tumorzellen pharmakologisch gehemmt werden kann.

Matthias Osswald (Jahrgang 1982) studierte Medizin an der Universität Freiburg, an der er auch mit einer Arbeit auf dem Gebiet der experimentellen Epilepsieforschung promoviert wurde. Der Mediziner ist Assistenzarzt an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg; aktuell ist er für ein Jahr als Weiterbildungsassistent an der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Klinikums tätig. Seit 2011 forscht Dr. Osswald zudem als Postdoktorand in der Klinischen Kooperationseinheit Neuroonkologie, die am DKFZ angesiedelt ist. Im vergangenen Jahr wurde er mit dem IZN Chica and Heinz Schaller Young Investigator Neuroscience Award ausgezeichnet.

Der von der Heidelberger Zahnärztin Dr. Hella Bühler (1910 bis 2002) gestiftete Forschungspreis soll junge Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen, ihre bereits herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung fortzuführen und zu vertiefen. Die Verleihung des Hella-Bühler-Preises hat am 25. April 2017 stattgefunden.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 26.04.2017
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