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Sammlung Prinzhorn
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Paul Goesch: Zwischen Avantgarde und Anstalt

19. August 2016

Sammlung Prinzhorn verlängert Ausstellung über den expressionistischen Maler und Zeichner

Goesch
Paul Goesch, „Selbstbildnis“, 1923

Die Sammlung Prinzhorn verlängert die Ausstellung mit Werken des Künstlers Paul Goesch bis zum 15. Januar 2017. Goesch war ein angesehener expressionistischer Maler und Zeichner seiner Zeit und aktives Mitglied der Avantgarde. Zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte er in psychiatrischen Anstalten, bis er 1940 von den Nationalsozialisten ermordet wurde. In der Ausstellung im Gebäude der Sammlung Prinzhorn, Voßstraße 2, werden mehr als 120 Zeichnungen und Aquarelle des Künstlers präsentiert, von denen viele erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Das Spektrum von Goeschs Arbeiten ist breitgefächert: Sie zeigen Porträts und Gesichter, christliche und mythologische Szenen sowie gegenstandslose Kompositionen und phantastische Architektur. Einerseits zeichnen sich seine Werke durch die für den Expressionismus typisch flächige und farbkräftige Malerei aus, andererseits durch eine äußerst feingliedrige Ornamentik, die vor allem in den Architekturzeichnungen sichtbar wird, wie der Sammlungsleiter Dr. Thomas Röske erläutert.

Die Sammlung Prinzhorn ist ein Museum für Kunst von Menschen mit psychischen Ausnahmeerfahrungen. Ihr historischer Bestand umfasst rund 6.000 Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde, Skulpturen, Textilien und Texte, die Insassen psychiatrischer Anstalten zwischen 1840 und 1945 geschaffen haben. Dieser Fundus, der weltweit als einmalig gilt, wurde zum größten Teil von dem Kunsthistoriker und Psychiater Hans Prinzhorn (1886 bis 1933) während seiner Zeit als Assistenzarzt an der Psychiatrischen Klinik der Universität Heidelberg zusammengetragen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr. Die genauen Öffnungszeiten an Feiertagen sind auf der Homepage der Sammlung Prinzhorn zu finden.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 29.08.2016
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