Bereichsbild
Biographische Zeittafel
1948 Dietrich Seckel (1910-2007) hält am Kunsthistorischen Institut Seminare und Vorlesungen zur Ostasiatischen Kunstgeschichte.
1949 Katharina Otto-Dorn (1908-1999) lehrt am Orientalischen Seminar islamische Archäologie und Kunstgeschichte.
1957 Dietrich Seckel wird Professor für Ostasiatische Kunstgeschichte.
1960 Erwin Walter Palm (1910-1988) erhält eine apl. Professur und gründet die Abteilung für Kunst- und Kulturgeschichte der Iberischen und Iberoamerikanischen Völker.
1961
-76
Hermann Goetz (1898-1976) lehrt Kunstgeschichte Indiens am Südostasieninstitut.
1965 Ein ordentlicher Lehrstuhl für Ostasiatische Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut wird eingerichtet.
1976 Lothar Ledderose (*1942) wird Dietrich Seckels Nachfolger.
  Emeritierung Erwin Walter Palms.
seit 1978 Doris Croissant (*1935) lehrt Kunstgeschichte Japans und Chinas.
1981
-87
Hans Haufe (*1943) leitet als Assistent die Ibero-Abteilung.
seit 1990 Hans Haufe lehrt als Privatdozent, seit 1998 als apl. Professor Kunst der iberischen und lateinamerikanischen Länder.
2004 Das Institut für Kunstgeschichte Ostasiens schließt sich mit den Instituten für Sinologie und Japanologie zum Zentrum für Ostasienwissenschaften zusammen.
  Melanie Trede wird Professorin für Kunstgeschichte Japans.
2009 Monica Juneja (*1955) erhält den Lehrstuhl für Globale Kunstgeschichte am Exzellenzcluster Asia and Europe in a Global Context.
2012 Sarah E. Fraser wird Professorin für Kunstgeschichte Chinas
2013 Gründung der Zeitschrift Miradas für Iberische und Ibero-amerikanische Kunst- und Kulturgeschichte.
 

seit 1948 Außereuropäische Kunstgeschichte in Heidelberg

„Pionierarbeit vom Nullpunkt an‟

Dietrich Seckel im Interview mit Wibke Peylo, 2001 (unveröffentlicht)

Dietrich Seckel, ca. 1970. © Ingeborg Klinger, Universitätsarchiv Heidelberg, Pos I 08183.

Dietrich Seckel, ca. 1970.
© Ingeborg Klinger, Universitätsarchiv Heidelberg, Pos I 08183.

1948 wird Dietrich Seckel in Heidelberg in Ostasiatischer Kunstgeschichte habilitiert - die erste reguläre Habilitation in diesem Fach an einer deutschen Universität. 1957 wird Seckel Professor für Ostasiatische Kunstgeschichte - und muss zunächst noch ohne die wichtigsten Geschwisterwissenschaften auskommen: Sinologie kommt 1963, Japanologie erst 1985 als Fach an die Universität Heidelberg. Zudem gibt es „kein Buch und kein Dia“, die Erforschung ostasiatischer Kunst in Heidelberg ist „Pionierarbeit vom Nullpunkt an.“ (Seckel)

a) Buddha-Statue bei Oiwake, 1937. © IKO Dietrich Seckel Archiv, ds_fa_0114. b) Tempel in Yamaguchi Rurikôji, 1938. © IKO Dietrich Seckel Archiv, ds_fa_0604. c) Statue bei Oiwake, 1937. © IKO Dietrich Seckel Archiv, ds_fa_0115.

a) Buddha-Statue bei Oiwake, 1937. © IKO Dietrich Seckel Archiv, ds_fa_0114. b) Tempel in Yamaguchi Rurikôji, 1938. © IKO Dietrich Seckel Archiv, ds_fa_0604. c) Statue bei Oiwake, 1937. © IKO Dietrich Seckel Archiv, ds_fa_0115.

Die Ibero-Abteilung

Erwin Walter Palm, 1932. © Universitätsarchiv Heidelberg, StudA Palm, Erwin Walter, 1932.

Erwin Walter Palm, 1932.
© Universitätsarchiv Heidelberg, StudA Palm, Erwin Walter, 1932.

Ab 1960 beginnt Erwin Walter Palm mit dem Aufbau der Ibero-Abteilung am Kunsthistorischen Institut. Gemeinsam Hermann Goetz (1898-1976) vom Südostasieninstitut und Karl Jetmar (1918-2002) vom Institut für Ethnologie organisiert Palm fachübergreifende Kolloquien zu kunstwissenschaftlichen Grundfragen. Die Bibliothek der Ibero-Abteilung zählt mit ca. 7000 Büchern, Broschüren und Zeitschriften zur Kunst- und Architekturgeschichte Spaniens, Portugals und Lateinamerikas zu den bedeutendsten ihrer Art in Deutschland.

Weltkunstgeschichte in Heidelberg

Reisende in herbstlicher Berglandschaft, um 1776. © Yamamoto Kenkichi, Hayakawa Monta. Buson gafu. Tokyo: Mainichi Shinbunsha, 1984. Abb. 32.

Reisende in herbstlicher Berglandschaft, um 1776.
© Yamamoto Kenkichi, Hayakawa Monta. Buson gafu. Tokyo: Mainichi Shinbunsha, 1984. Abb. 32.

Ein Ziel Dietrich Seckels und Erwin Walter Palms war es, „in Heidelberg so etwas wie eine Weltkunstgeschichte aufzubauen.“ (Seckel) Mit der Gründung des Exzellenzclusters Asien und Europa im globalen Kontext: Dynamiken der Transkulturalität und der Schaffung eines Lehrstuhls für Globale Kunstgeschichte 2009 wird diese Tradition erfolgreich aufgegriffen und bis heute fortgesetzt.

 

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Letzte Änderung: 20.10.2016
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