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Erster Spatenstich für den Neubau der Frauen- und Hautklinik des Universitätsklinikums Heidelberg

15. Dezember 2008
Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer: „Investitionen in Zukunftsfelder sind ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Finanzpolitik“
„Der Ausbau der Universität und des Universitätsklinikums Heidelberg auf dem Campus im Neuenheimer Feld geht zügig voran. Auf dem Weg zum integriertem Gesamtklinikum an diesem Standort ist der Neubau der Frauen- und Hautklinik ein bedeutender Schritt. Der Neubau mit Gesamtbaukosten von rund 91,5 Millionen Euro ist das größte in diesem Jahr begonnene Einzelvorhaben im Staatlichen Hochbau des Landes. Mit solchen gezielten Investitionen in wichtige Zukunftsfelder sichert die Landesregierung die Spitzenstellung und die Gestaltungsfähigkeit Baden-Württembergs für die Zukunft.“ Dies sagte Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer am Montag (15. Dezember 2008) anlässlich des ersten Spatenstichs für den Neubau der Frauen- und Hautklinik des Universitätsklinikums in Heidelberg.

Der Neubau der Frauen- und Hautklinik ermögliche durch seine direkte Anbindung an die Kinderklinik die Nutzung von Synergieeffekten und eine interdisziplinäre und funktionale Verknüpfung beider Kliniken. Der Neubau biete beste Voraussetzungen sowohl für die Krankenversorgung als auch für die Spitzenforschung. Mit der Fertigstellung des Bauvorhabens mit insgesamt 13 900 Quadratmetern Nutzfläche sei bis Ende des Jahres 2012 zu rechnen.

Im Hinblick auf das von der Landesregierung geplante Infrastrukturprogramm sagte der Finanzstaatssekretär: „Wir müssen der gegenwärtigen Abschwächung der Konjunktur mit Wachstums- und Investitionsanreizen begegnen. Die öffentliche Hand sollte daher notwendige Investitionen im Bereich der Infrastruktur vorziehen, um die derzeitige Nachfrageschwäche in der Privatwirtschaft auszugleichen. Konjunkturell bedingte Programme, die gezielte Investitionen auslösen, sind vernünftige und wirksame Maßnahmen.“ Allein im Hochschulbereich gebe es beispielsweise einen Investitionsstau in Höhe von 4 Milliarden Euro. „Wenn man hier Mittel einsetzt, werden die Konjunktur belebt und Arbeitsplätze gesichert. Gleichzeitig wird die Zukunftsfähigkeit des Landes gestärkt. Ich lasse daher den Vorwurf, man wolle in Beton statt in Köpfe investieren nicht gelten“, so Fleischer weiter.

„Trotz der notwendigen konjunkturellen Maßnahmen darf der Kurs der Haushaltskonsolidierung nicht verlassen werden. Deshalb dürfen nur Maßnahmen durchgeführt werden, die den Landeshaushalt strukturell nicht dauerhaft belasten. Die Mittel für vorgezogene Investitionen müssen in späteren Haushalten wieder zur Konsolidierung zur Verfügung gestellt werden. Gerade jetzt dürfen wir nicht vom Pfad der Tugend abkommen. Nachhaltige Finanzpolitik beschränkt sich aber nicht nur auf Sparen und Vorsorgen für zukünftige Risiken. Entscheidend sind vielmehr auch Investitionen in Zukunftsfelder, vor allem in den Bereichen Bildung und Wissenschaft“, sagte der Finanzstaatssekretär.

Staatssekretär Fleischer wies in diesem Zusammenhang auf die Qualitätsoffensive Bildung mit zusätzlichen 528 Millionen Euro sowie auf die Stärkung des Wissenschaftsstandorts Baden-Württemberg durch das Impulsprogramm mit zusätzlichen 60 Millionen Euro hin. Mit dem für 2010 geplanten Sonderprogramm zur energetischen Sanierung von Landesliegenschaften mit jährlich 25 Millionen Euro werde darüber hinaus ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Mittelstandsförderung geleistet. „Hier wird deutlich, dass der Staatliche Hochbau eine wichtige Querschnittsaufgabe im Ressort des Finanzministeriums darstellt“, so Fleischer.

Der Finanzstaatssekretär betonte, dass das Klinikum, die Universität und die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg auch in den nächsten Jahren weitere Bauvorhaben am Standort Heidelberg vorantreiben werden. So sei noch in diesem Jahr mit der Baufreigabe für den zweiten Bauabschnitt der Physikalischen Institute mit Gesamtbaukosten von 29 Millionen Euro zu rechnen. Die Sanierung des Zoologischen Instituts, der Umbau des Triplex-Gebäudes, die Sanierung und Modernisierung der Neuen Universität und die Errichtung einer Elektronenmikroskopieeinheit im Gebäude INF 229 stehen mit Gesamtbaukosten von zusammen 31 Millionen Euro auf der Agenda für 2009. „Insgesamt hat das Land in den vergangenen 10 Jahren über 550 Millionen Euro in die Gebäude der Universität und des Universitätsklinikums Heidelberg investiert. Damit gehört der Standort Heidelberg eindeutig zu den Investitionsschwerpunkten des Landes“, sagte Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer abschließend.
(Pressemitteilung des Finanzministeriums Baden-Württemberg)

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Pressesprecher der Universität Heidelberg
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