Forschung

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Ausgrabungen im alten Ninive
 

Nachdem die Truppen des sog. Islamischen Staates (IS) im Sommer des Jahres 2014 die nordirakische Stadt Mosul erobert hatten, sprengten sie die berühmte Moschee mit dem Grab des Propheten Jonas. Dabei kamen die Ruinen eines riesigen assyrischen Königspalastes zum Vorschein, der einst mitten im Stadtgebiet des antiken Ninive gelegen hatte. Bis 2017 raubte man diese Fundstätte aus und zerstörte systematisch alle altorientalischen Hinterlassenschaften in Mosul.
2018 bat der irakische Staat um Hilfe bei der Schadensbegrenzung und der Rettung des zerstörten Kulturerbes. Seitdem führt ein Heidelberger Team von Assyriologen und Vorderasiatischen Archäologen Ausgrabungen im alten Ninive durch und entwickelt gemeinsam mit irakischen Kollegen und Behörden Konzepte, wie das bedeutende vorislamische Kulturerbe der Stadt Mosul gesichert, präsentiert und nachhaltig geschützt werden kann

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Zum Ninive-Vortrag von Prof. Dr. Stefan Maul im Jahr 2021 an der Universität Heidelberg klicken Sie bitte hier.

Zum ZDF-Dokumentarfilm über Ninive vom 15.10.2024 klicken Sie bitte hier.

Zum ARD-Dokumentarfilm über Ninive vom 12.12.2025 klicken Sie bitte hier.

 

Edition der mittelassyrischen Texte aus der Gouverneursresidenz von Bassetki/Mardama (Räume I und AN)
Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft

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Im Jahr 2016 wurden in Bassetki, einem Siedlungshügel in der Provinz Duhok, der nördlichsten Provinz der Autonomen Region Kurdistan im Irak und einer bis vor wenigen Jahren archäologisch komplett unerforschten Landschaft, die ersten mittelassyrischen Tontafeln entdeckt. In den darauffolgenden Grabungskampagnen wurden weitere mittelassyrische Keilschrifttafeln gefunden. Sie sind Teil des Archivs des Gouverneurs Aššur-nāṣir, des Sohnes Iddin-Marduks. Ziel des von Betina Faist beantragten DFG-Projekts ist die Edition nach modernen Standards der Tontafeln aus den beiden vollständig ausgegrabenen Räumen I und AN der Gouverneursresidenz.

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Edition literarischer Keilschrifttexte aus Assur
Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (HAW)

Edition literarischer Keilschrifttexte aus Assur

Die Forschungsstelle ist damit befasst, das Corpus der literarischen Texte aus Assur systematisch zu erfassen und die bislang nicht oder nur unzureichend veröffentlichten Schriftstücke gemäß den höchsten editionsphilologischen Standards in Monographien zu veröffentlichen. Diese bilden die Monographienserie ‚Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts‛ (KAL). [mehr...]

 

SFB 933 „Materiale Textkulturen“ (abgeschlossen)
Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften

SFB 933 Materiale Textkulturen

Seit 1. Juli 2011 wird in diesem Sonderforschungsbereich an der Universität Heidelberg die materiale Präsenz des Geschriebenen für Gesellschaften insbesondere des zirkum-mediterranen Raums, in denen keine Verfahren der massenhaften Produktion und Distribution von Geschriebenem verfügbar oder verbreitet sind („non-typographisch“), erforscht. [mehr...]

 
 

Die Prosopographie der mittelassyrischen Texte (PMA)
Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Orts- und Gewässernamen der neuassyrischen Texte​ ​​

Das Projekt, das im September 2019 unter der Leitung von Ariel M. Bagg startete, hat zum Ziel, ein „biographisches“ Lexikon der über 4700 Personennamen, die in den publizierten, nicht-literarischen Keilschrifttexten der mittelassyrischen Zeit (1434–1056 v.u.Z.) belegt sind, zu erstellen. PMA wird nicht nur das Quellenmaterial erfassen, sondern auch die Namen sprachlich auswerten und „Biographien“ der einzelnen Individuen bieten. So wird ein Who-is-who-Lexikon der mittelassyrischen Zeit entstehen, welches das Material für weiterführende Studien zur Namengebung, Chronologie und Sozialgeschichte dieser und anderer Perioden der altmesopotamischen Geschichte zur Verfügung stellt. Das Gesamtwerk besteht aus einem alphabetischen Katalog der Personenamen in zwei Bänden (PMA 1, A-K u. PMA 2, L-Z) und einem dritten Band (PMA 3, Elemente der Namen, Titel und Berufe), der einen analytischen Katalog der lexikalischen Namensglieder, eine Typologie der Namen und einen Katalog der Titel und Berufsbezeichnungen sowie der gesicherten Herkunftsorte enthält. PMA 3 soll Studien zur Geschichte der mittelassyrischen Gesellschaft erleichtern und fördern.

 

Das Eleppu-Projekt
Schiffe und Schiffbau im Alten Orient

Schiffe und Schiffbau im Alten Orient​ ​​

Das Eleppu-Projekt (eleppu ist das akkadische Wort für „Schiff“) hat zum Hauptziel, die einschlägigen altorientalischen Quellen im Bereich des Schiffbaus und der Schifffahrt mit einem technikgeschichtlichen Ansatz zu untersuchen. [mehr...]

 

Die Orts- und Gewässernamen der neuassyrischen Texte (abgeschlossen)
Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Orts- und Gewässernamen der neuassyrischen Texte​ ​​

Dieses Projekt verfolgt das Ziel, die Orts- und Gewässernamen, die in den nichtliterarischen neuassyrischen Keilschrifttexten (10. bis 7. Jh. v. Chr.) überliefert sind, zu sammeln und in Form eines systematischen, kommentierten Nachschlagewerks aufzubereiten. [mehr...]

Die Bibliothek aus dem „Haus des Beschwörungspriesters“ (abgeschlossen)
Eine arabisch-deutsche Edition des im Jahr 1979 vom Irakischen Antikendienst in Assur freigelegten Tontafelbestandes

Die Bibliothek aus dem Haus des Beschwörungspriesters

Der Archäologe Walter Andrae stieß im Jahr 1908 auf die Reste eines inmitten der Ruinen der Stadt Assur gelegenen Wohnhauses. Auf dessen Fußböden verstreut lagen Hunderte von Tontafeln, die aus ihren Regalen gestürzt und in viele Scherben zerbrochen waren. Ziel des Forschungsvorhabens ist, den Textbestand in einer arabisch-deutschen Edition zugänglich zu machen. [mehr...]

 

Medizinische Systeme im Wandel: der Fall Alter Orient (abgeschlossen)
Cluster of Excellence: Asia and Europe in a Global Context

Medizinische Systeme im Wandel: der Fall Alter Orient

Dieses Projekt konzentriert sich auf eine spezifische Fallstudie zum Thema Frauengesundheit im Alten Orient. Diese Studie gehört in einen breiteren historischen und epistemologischen Rahmen und wird dieses Thema unter dem Gesichtspunkt transkultureller Perspektiven erforschen. [mehr...]

 

 

SFB 619 „Ritualdynamik“ (abgeschlossen)
– Soziokulturelle Prozesse in historischer und kulturvergleichender Perspektive

SFB 619 Ritualdynamik

Von 2002 bis 2013 untersuchte der interdisziplinäre Sonderforschungsbereich „Ritualdynamik“ (SFB 619), gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Rituale sowie deren Veränderung und Dynamik. Er war der bislang erste und einzige kulturwissenschaftliche Sonderforschungsbereich in Deutschland, der sich ausschließlich mit dem Thema „Rituale“ auseinandersetzte. [mehr...]

 

Zuletzt bearbeitet von: technik-assyr
Letzte Änderung: 18.03.2026
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