Bereichsbild
Kontakt

Büro des Personalrats

Thibautstraße 1
69115 Heidelberg
(zum Lageplan)

Tel.: (06221) 54-8271
Fax: (06221) 54-4807
E-Mail: sekretariat@personalrat.uni-heidelberg.de

Siehe auch unsere Seite
"
Büro des Personalrats"

 
ECHO Dezember 2016

Die aktuelle Ausgabe des ECHO, der Zeitschrift des Personalrats, vom Dezember 2016 steht (innerhalb des Campus-Netzes!) zum Download zur Verfügung.​ECHOicon







 
Teilpersonal- versammlung für Hiwis am 24.06.2013
Personalrat >  A - Z >

Wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte

Was sind Hiwis?

Als Hiwis werden üblicherweise die wissenschaftlichen (geprüften) und studentischen (ungeprüften) Hilfskräfte bezeichnet, die parallel zu ihrem Studium an der Universität arbeiten. Definiert ist dieser Personenkreis in § 57 des Landeshochschulgesetzes.

Auch in unserem Tarifvertrag TV-L findet sich eine Definition von studentischen Hilfskräf­ten: Diese sind Beschäftigte, zu deren Aufgaben es gehört, das hauptberufliche wissen­schaftliche Personal in Forschung und Lehre zu unterstützen. Wer aber nun glaubt, dass Hiwis dem Tarifvertrag unterliegen, der irrt: Der TV-L gilt ausdrücklich nicht für Hoch­schullehrerinnen und Hochschullehrer, Hiwis und Lehrbeauftragte (s. unten). Darüber, was unter Unterstützung des wissenschaftlichen Personals in Forschung und Lehre zu verste­hen ist, können Juristen trefflich streiten. Tatsächlich gibt es etliche Gerichtsurteile, bei denen dies verneint wurde. In diesen Fällen waren die Hiwis als „normale“ Arbeitnehmer anzusehen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen der Hiwis?

Maßgeblich für das Arbeitsverhältnis der Hiwis ist zunächst einmal der Arbeitsvertrag. Hierbei finden üblicherweise standardisierte Vorlagen des Finanzministeriums Verwen­dung. Darin wird auch Bezug genommen auf die gesetzlichen Regelungen, wie sie z. B. im Bürgerlichen Gesetzbuch, im Arbeitszeitgesetz, im Bundesurlaubsgesetz oder im Entgelt­fortzahlungsgesetz stehen.

Einen Tarifvertrag für Hiwis gibt es trotz jahrelanger Bemühungen der Gewerkschaften nicht. Hier spiegeln sich zweifellos die Machtverhältnisse wider: Während die Arbeitgeber kein großes Interesse an einem Tarifvertrag haben, sind Hiwis in der Regel nicht organi­siert und können damit auch keine Verbesserungen ihrer Situation erreichen.

Hiwis gelten als Beschäftigte und werden deshalb auch vom Personalrat vertreten. Bei Problemen aus dem Beschäftigungsverhältnis können sich Hiwis deshalb an den Perso­nalrat wenden. Wenngleich die Beteiligungsrechte durch das Landespersonalvertretungs­gesetz sehr eingeschränkt sind, lässt sich durch Verhandlungen doch oft eine befriedi­gende Lösung erreichen. Hiwis dürfen bei Personalratswahlen an die Urne gehen.

Wie lange kann ich als Hiwi beschäftigt werden?

Die Dauer des einzelnen Hiwi-Vertrags liegt weitgehend im Belieben des Instituts bzw. der Einrichtung. Häufig werden die Verträge nur für ein Semester abgeschlossen. Die gesetzliche Befristungsgrundlage bietet das Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Nach diesem darf man in der Summe höchstens sechs Jahre als Hiwi beschäftigt sein. Ein Arbeitsverhältnis mit studentischen Hilfskräften setzt die Immatrikulation voraus.

Wie viele Stunden in der Woche darf ich als Hiwi arbeiten?

Hiwis dürfen maximal bis zur Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit, also etwa 20 Stunden in der Woche arbeiten. Will man neben dem Hiwi-Job noch eine weitere Beschäftigung aufnehmen, sollte man sich zuvor über die Zulässigkeit bzw. über die Folgen (z. B. Sozial­versicherungspflicht) erkundigen.

Wie viel Geld bekommen Hiwis?

Für die Bezahlung der Hiwis gelten Stundensätze, die vom Finanzministerium als Höchst­beträge festgelegt werden. Für das WS 2016/2017 betragen diese 9,58 € für studentische und 15,14 € für wissenschaftliche Hilfskräfte mit Master-Abschluss; Hiwis mit Bachelor-Abschluss erhalten 11,15 € (s. Rundschreiben Nr. 11).

Hiwis im Bibliotheksbereich, die zur Sonntagsarbeit herangezogen werden, erhalten einen Zuschlag von 25 % auf die o. g. Beträge.

Die Vergütung wird laut Arbeitsvertrag nur für tatsächlich geleistete Arbeit bezahlt - wobei durch einen Feiertag oder Krankheit ausgefallene Arbeit ebenso vergütet werden muss.

Über Fragen zur Sozialversicherungspflicht informiert die Internetseite des LBV.

Haben Hiwis auch Urlaub?

Laut Arbeitsvertrag finden die Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes Anwendung. Danach besteht ein Anspruch auf vier Wochen bezahlten Urlaub pro Jahr. Mitunter ist es sachgerecht, den Urlaubsanspruch in Stunden abzurechnen; die Uni-Verwaltung stellt hierzu eine Tabelle bereit.

 

 

Seitenbearbeiter: Personalrat
Letzte Änderung: 23.09.2016