Siegel der Universität Heidelberg
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Bundesverdienstkreuz für Heidelberger Mathematiker

6. August 2007

Wissenschaftsminister Frankenberg: Herausragende Verdienste in Forschung und Lehre – Langjähriges soziales Engagement

 

Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und sein langjähriges soziales Engagement wurde dem Heidelberger Wissenschaftler Prof. Willi Jäger das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg übergab die Auszeichnung am 6. August in Stuttgart.

Minister Frankenberg würdigte Prof. Jäger als beeindruckende Hochschullehrer- und Forscherpersönlichkeit. "Mit der heutigen Ehrung werden Jägers wissenschaftliche Spitzenleistungen zu Modellierung und Simulation gewürdigt, die die biowissenschaftliche Forschung vorangebracht haben. Seine vorbildliche wissenschaftliche Karriere zeichnet sich durch ein breites Betätigungsfeld und große Zielstrebigkeit aus", so der Minister. Jäger engagiere sich auch in uneigennütziger Weise im sozialen Bereich innerhalb und außerhalb des Hochschulbetriebs.

 Frankenberg stellte die Verdienste des Geehrten in Forschung und Lehre besonders heraus. Jäger habe viele erfolgreiche Projekte und Einrichtungen an der Universität Heidelberg initiiert und maßgeblich gestaltet. "Der Erfolg des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen (IWR), das den heutigen Weltruf der Universität Heidelberg als exzellenten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entscheidend mitprägt, geht im wesentlichen auf seine Verdienste zurück." Auch an der erfolgreichen Arbeit des Zentrums für Modellierung und Simulation in den Biowissenschaften (BIOMS), insbesondere auch in der Nachwuchsförderung, sei er als Koordinator in hohem Maße beteiligt.

Neben seiner Tätigkeit in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften engagiert sich Prof. Jäger seit langem für das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach (MFO). "Durch Jägers Engagement hat das MFO seine Stellung als weltweit führendes mathematisches Forschungsinstitut weiter festigen können", betonte der Minister.

Die Pflege der wissenschaftlichen Beziehungen zu den mittel- und osteuropäischen Staaten sei, so Frankenberg, ein weiteres wichtiges Anliegen Jägers. "Zahlreichen Studierenden aus dem Ausland hat er einen Aufenthalt in Heidelberg ermöglicht und die Betreuung vieler Doktoranden übernommen. Mit diesem langjährigen Engagement im internationalen Austausch hat Jäger einen wesentlichen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet."

Willi Jäger wurde 1940 in Kschellowitz/Böhmen geboren. Das Studium der Mathematik und Physik an der Ludwigs-Maximilians-Universität München beendete er 1964 mit der Promotion. 1966 bis 1970 war er Assistent an der Universität Göttingen, wo er 1969 habilitierte. 1970 erhielt er eine Professur an der Universität Münster, von wo er 1974 an die Universität Heidelberg wechselte und den Lehrstuhl für Angewandte Analysis übernahm. Er war Gründungsdirektor und von 1987 bis 1998 Geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen. Von 1999 bis 2003 war er Sekretar der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. 1994 erhielt er den Landesforschungspreis Baden-Württemberg. Seit 2001 ist er Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für mathematische Forschung e.V. (GMF). Seit 2004 ist der Koordinator des Zentrums für Modellierung und Simulation der Biowissenschaften (BIOMS). Er ist Träger zahlreicher Ehrendoktorwürden, u. a. der Universität Sankt Petersburg sowie Autor und Herausgeber mehrerer Fachpublikationen.
Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft,
Forschung und Kunst Baden-Württemberg
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