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Chemische Institute der Universität Heidelberg feierten Richtfest

11. Juli 2007

Im Neuenheimer Feld 271 wurde gestern Richtfest gefeiert – Neue Forschungslabore für kreative Chemiker – Gesamtsanierung kommt voran


 

Die Gesamtsanierung der Chemischen Institute der Universität ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Gestern wurde Richtfest Im Neuenheimer Feld 271, unmittelbar zwischen dem Kirchhoff-Institut für Physik und dem kürzlich eingeweihten Bioquant-Gebäude, gefeiert. In einem Jahr sollen in dem 11,5 Millionen Euro teuren Bau vor allem Forschungslabore und Praktikumsplätze in Betrieb genommen werden. Insgesamt steht eine Nutzfläche von über 2000 Quadratmetern zur Verfügung. Der Gebäudekomplex der Chemischen Institute wurde 1951 gebaut und muss komplett saniert werden, um modernen technischen Standards zu entsprechen. Insgesamt sind 75 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt.

"Nur mit soliden Gebäuden in moderner Ausstattung können wir kreative Kollegen berufen und die besten Studenten nach Heidelberg holen", erklärte Prorektor Professor Peter Comba gestern beim Richtfest für die Chemischen Institute Im Neuenheimer Feld 271. Comba, selbst Chemiker, unterstrich als Vertreter von Rektor Professor Peter Hommelhoff die Rolle seines Fachs. Als Bindeglied zwischen der Physik und den Lebenswissenschaften sei die Chemie stark vernetzt, spiele aber auch eigenständig eine wichtige Position bei der Exzellenzinitiative.

Das neue Bauwerk in unmittelbarer Nähe des Kirchhoff-Instituts und des erst kürzlich eingeweihten Bioquant-Gebäudes hat eine Nutzfläche von über 2000 Quadratmetern und soll in einem Jahr bezogen werden. Dass Chemiker "kreative Köpfe" seien, wie Comba bemerkte, ist dem Gebäude-Komplex der Chemie anzusehen: Im Gegensatz zu dem übrigen, streng rechtwinklig ausgerichteten Campus ist das zentrale Hauptgebäude der Chemie mit seinen sechs versetzten Flügelbauten fast diagonal zum übrigen Campus angeordnet.

Doch mit diesem Neubau ist es bei den Chemischen Instituten nicht getan. Bereits 1951 begonnen, hätten sie "inzwischen ein biblisches Alter, und es herrsche ein riesiger Sanierungsstau", so der Leiter des Universitätsbauamtes Rolf Stroux. Schon 1998 wurde ein erster Neubau errichtet, damit die Labore während der Baumaßnahmen ausgelagert werden konnten. Insgesamt sei die Sanierung ein 75 Millionen Euro-Projekt, die Kosten für den aktuellen Neubau betragen 11,5 Millionen.

Ein dreigeschossiger verglaster Bau verbindet das Hauptgebäude mit dem neuen Flügel; im Untergeschoss werden Labore und Praktikumsplätze sowie Räume für Großgeräte untergebracht. Geforscht wird im ersten und zweiten Obergeschoss, im zurückgesetzten Dachgeschoss befindet sich die Ablufttechnik. Ein separates Gebäude für Hochdruckversuche wird noch unmittelbar angrenzend gebaut, wie Architekt Jochen Delgmann vom Karlsruher Architekturbüro Gaiser und Partner ausführte.

Auch Baubürgermeister Raban von der Malsburg würdigte den Neubau als "Glanzstück der Universität", das die Stadt sehr gerne unterstütze. Auf dem Campus könne die Bebauung durchaus noch verdoppelt werden; entlang der Berliner Straße könnten sechs- bis achtgeschossige Häuser entstehen mit einer gemischten Nutzung durch Institute, Wohnungen und Handel.

"Es gibt noch viel zu tun, wir bleiben auch an der fünften Neckarquerung und am Ausbau des ÖPNV im Neuenheimer Feld dran", versprach von der Malsburg. In der Berliner Straße komme eine "grüne Welle", die "Ampeln strahlen dann in schönerem Rot", frotzelte er.

Ganz traditionell sprach dann der Polier den Richtspruch, nahm drei kräftige Schlucke aus dem Glas und warf es in die Tiefe. Beim Richtschmaus gab es dann noch eine nette Überraschung für die Gäste: Nach alter Tradition waren bunte Halstücher als Geschenke aufgehängt.
Ingeborg Salomon
© Rhein-Neckar-Zeitung

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