Fakultät für Verhaltens- und Empirische KulturwissenschaftenHealth and Society in South Asia – Master

Der Studiengang Health and Society in South Asia kombiniert das Studium der Medizinethnologie mit einem regionalen Fokus auf Südasien. Die Medizinethnologie umfasst das Studium des Gesundheitswesens und Wohlbefindens aus sozialwissenschaftlicher Perspektive mit einem Schwerpunkt auf Heilsystemen, wobei jedoch weniger medizinische Theorien oder Gesundheitspolitik im Vordergrund steht, sondern wie diese Systeme unter spezifischen, sozio-kulturellen Gegebenheiten angewendet werden. 

Fakten & Formalia

AbschlussMaster of Arts
StudiengangstypKonsekutiv
StudienbeginnNur Wintersemester
Regelstudienzeit4 Semester
Lehrsprache(n)Englisch
Gebühren und Beiträge169.25 € / Semester
BewerbungsverfahrenVerfahren für konsekutive Masterstudiengänge mit Zugangsbeschränkung
BewerbungsfristenInformationen zu Bewerbungsfristen erhalten Sie, nachdem Sie sich einen Studiengang zusammengestellt haben.
Vollständig auf Englisch absolvierbarJa

Inhalt des Studiums

Der Master of Arts in Health and Society in South Asia beschäftigt sich mit Medizinethnologie in Kombination mit Südasienstudien. Der Studiengang vermittelt Theorie und Methodologie der Medizinethnologie und beinhaltet eine Reihe von gesundheitsbezogenen Themen, wie verschiedene medizinische Systeme, soziale Gerechtigkeit und Gesundheit, psychische Gesundheit, öffentliches und globales Gesundheitswesen sowie ethnografische Methoden. Der Aufbau des Studiengangs verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, bei dem die Studierenden auch Lehrveranstaltungen anderer Abteilungen des Südasieninstituts , wie Politikwissenschaft und Geographie, oder anderer Institute, wie dem Karl Jaspers Zentrum für Transkulturelle Forschung oder dem Institut für Ethnologie, besuchen. Die Studierenden nehmen regelmäßig am Medical Anthropology Forum teil, einer Ringvorlesung, bei der erfahrene und Nachwuchswissenschaftler der Medizinischen Ethnologie und Nachbarwissenschaften ihre aktuellen Forschungsfragen vorstellen und diskutieren. Nach Abschluss ihres Studium verfügen die Absolventen über ein tieferes Verständnis der Medizinethnologie im Zusammenhang mit Südasien im Allgemeinen. Der Masterstudiengang legt einen Schwerpunkt auf das Erlernen von Präsentationsfähigkeiten und wissenschaftlicher Arbeit sowie Feldarbeitsmethoden.

Aufbau des Studiums

Das erste Semester führt in die Medizinethnologie ein. Die Studierenden beginnen, eine südasiatische Sprache zu erlernen oder belegen zusätzliche (Medizin-)Ethnologie-Module und vertiefen ihre Kompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens. Zusätzlich sind zwei aus mehreren Modulen zu wählen, die das thematische Interesse an Medizinethnologie und der Region Südasien widerspiegeln.  

Thematische und regionale Schwerpunkte variieren von Jahr zu Jahr und beinhalten unter anderem: 

  • Mental Health 
  • Ritual Healing 
  • Reproductive Health 
  • Anthropology of the Body 
  • Development and Public Health 
  • Globalization and Medicine 
  • Medical History of South Asia 
  • South Asian Knowledge Systems 

Studierende, die bereits über Kenntnisse einer südasiatischen Sprache verfügen, müssen das Sprachmodul nicht belegen. Stattdessen absolvieren sie zwei zusätzliche Module in aktuellen Themen der Medizinethnologie und Ethnologie.  

Im zweiten Semester liegt der Fokus auf medizinethnologischen Forschungsmethoden und den dynamischen Beziehungen zwischen traditionellen Konzepten von Gesundheit/Leiden/Heilen sowie dem Einfluss moderner Entwicklungen und Veränderungen in Gesundheits- und Heilsystemen in Südasien. Neben dem weiteren Erwerb einer südasiatischen Sprache oder dem Belegen eines zusätzlichen Kurses in (Medizin-)Ethnologie wählen die Studierenden ein weiteres regionales oder thematisches Modul. 

Im dritten Semester besuchen die Studierenden ein Kernmodul für die Vorbereitung der Masterarbeit, in dem sie ein entsprechendes Thema für eine ethnologische Forschungsfrage wählen, intensive Literaturrecherche für ihr vorgeschlagenes Thema betreiben und ein Research Proposal und einen Forschungsplan für dessen Umsetzung erstellen. Sie setzen das Studium einer südasiatischen Sprache fort und wählen ein weiteres regionales oder thematisches Modul.  

Während der ersten drei Semester nehmen die Studierenden an der Ringvorlesung Medical Anthropology Forum teil. 

Die vorlesungsfreie Zeit zum vierten Semester und dessen Vorlesungszeit dienen der Feldarbeit, dem Praktikum und der Erstellung der Masterarbeit. Die Mehrheit der Studierenden schreibt ihre Masterarbeit über eine Feldforschung in Südasien.

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