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Visa und Einreiseformalitäten

Visa-Regelungen

Semper ApertusOb ein Visum für die Einreise nach Deutschland benötigt wird oder nicht, hängt von der Staatsangehörigkeit sowie der Dauer des Aufenthalts ab. Im Folgenden sind die wichtigsten Regelungen zusammengefasst.

 

Aktuelles

eAufenthaltstitel
Ab 1. September 2011 Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels für Angehörige aus Drittstaaten in Deutschland.
Informationsblatt (PDF)
eAufenthaltstitel

Aufenthaltstitel beantragen

Seit dem 01.08.2017 gibt es für Wissenschaftler aus Nicht-EU Staaten nur noch die Möglichkeit eine Aufenthaltserlaubnis für Forscher §20 Aufenthaltsgesetz oder eine Blaue Karte §19a Aufenthaltsgesetz zu bekommen. Die Blaue Karte kommt grundsätzlich nur für Wissenschaftler mit einem Arbeitsvertrag und Mindestgehalt in Frage siehe Blaue Karte.

Blaue Karte EU (§19a AufenthG)

Mit Einführung des Gesetztes zur Hochqualifizierten-Richtlinie  am 01.08.2012 wurde auch ein neuer Aufenthaltstitel, die sogenannte Blaue Karte EU (§19a Aufenthaltsgesetz), eingeführt. Wissenschaftler aus Drittstaaten außerhalb der EU können die Blaue Karte EU als befristete Arbeitsgenehmigung beantragen. [Mehr ...]

Aufenthaltserlaubnis für Forscher (§20 AufenthG)
Seit Mai 2011 können Wissenschaftler aus Drittstaaten für ihren Forschungsaufenthalt an der Universität Heidelberg einen Aufenthaltstitel nach §20 AufenthG (Forscherrichtlinie) beantragen. [Mehr...]

 

Überblick

EU-Staaten, Europäischer Wirtschaftsraum (EWR) und Schweiz

Staatsangehörige aus Mitgliedsstaaten der EU, aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz benötigen generell kein Visum. Für die Einreise reicht ein gültiger Personalausweis bzw. eine Identitätskarte. Staatsangehörige der Schweiz, die sich länger als 3 Monate in Deutschland aufhalten, müssen sich weiterhin eine Aufenthaltserlaubnis für Schweizer Bürger ausstellen lassen.
 

Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, Südkorea und USA

Staatsangehörige dieser Staaten können ebenfalls ohne Visum nach Deutschland einreisen. Für längere Aufenthalte über drei Monate benötigen Sie jedoch eine Aufenthaltserlaubnis. Diese kann nach der Einreise bei der für Ihren Wohnsitz zuständigen Ausländerbehörde beantragt werden.
Achtung: Wenn Sie mit der Universität Heidelberg einen Arbeitsvertrag abschließen werden, kann es dennoch sinnvoll sein, ein Visum zu beantragen. Seit der Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) im September 2011 verzögert sich das Beantragungsverfahren für die Aufenthaltserlaubnis in Heidelberg erheblich. Ohne Aufenthaltstitel (Visum oder Aufenthaltserlaubnis) erhalten Sie jedoch keinen Arbeitsvertrag, wenn Sie beabsichtigen, länger als 3 Monate hier zu arbeiten! Bei weiteren Fragen hierzu wenden  Sie sich bitte an das Welcome Centre.

 

Andere Nicht-EU-Staaten (Drittstaaten)

Kurzaufenthalte bis zu drei Monaten
Wenn Ihr Aufenthalt in Deutschland nicht länger als 90 Tage pro Halbjahr dauern wird, ist in der Regel ein sogenanntes Schengen-Visum (C-Visum) ausreichend. Dieses müssen Sie vor der Einreise bei einer Deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) in Ihrem Heimat- oder Aufenthaltsland beantragen.
Bitte beachten Sie: ein Schengen-Visum kann nicht verlängert oder für einen anderen Aufenthaltszweck umgeschrieben werden! Spätestens nach Ablauf der drei Monate müssen Sie ausreisen.

Aufenthalte über drei Monate
Wenn Sie planen länger als drei Monate in Deutschland zu bleiben, benötigen Sie ein Nationales Visum (D-Visum). Dieses müssen Sie vor der Einreise bei einer Deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) in Ihrem Heimat- oder Aufenthaltsland beantragen.
Bitte reisen Sie auf keinen Fall mit einem Schengen-Visum (C-Visum) ein! Es ist nur drei Monate gültig und kann nicht verlängert werden. Nach Ablauf dieser Frist müssen Sie auf eigene Kosten in Ihr Herkunftsland zurückreisen und dort das zutreffende Visum beantragen.
Das Nationale Visum berechtigt zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland. Kurzfristige Reisen in andere Schengen-Staaten (z.B. zu einer Konferenz) ist mit dem Nationalen Visum möglich.
Das Nationale Visum wird in der Regel für einen Zeitraum von drei Monaten ausgestellt. Nach der Einreise müssen Sie auf Grundlage des Visums eine Aufenthaltserlaubnis bei der lokalen Ausländerbehörde beantragen. Neuerdings können Botschaften auch ein Visum für einen längeren Zeitraum (bis zu 12 Monaten) erteilen. Sollte Ihr Aufenthalt nicht länger als ein Jahr geplant sein, fragen Sie bei der Botschaft / Konsulat nach dieser Möglichkeit.

 

 

Hinweise

Im Zweifelsfall bitte bei einer Deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) erkundigen, ob visumspflicht besteht.

Bei einem Antrag für ein Visum, das zu einem längerfristigen Aufenthalt oder zur Arbeitsaufnahme berechtigt, muss mit einer mehrmonatigen Bearbeitungszeit gerechnet werden.

Für jedes Familienmitglied muss ein separates Visum beantragt werden. Falls ein Partner in Deutschland arbeiten möchte, sollte das im Visumsantrag unbedingt mit angegeben werden.

 

Besondere Regelung für Hochqualifizierte

Unter "Hochqualifizierten" versteht man Wissenschaftler mit besonderen Fachkenntnissen, Lehrpersonen und wissenschaftliche Mitarbeiter/innen in herausgehobener Funktion (Professoren, Gruppenleiter). Hochqualifizierte dürfen zuwandern, wenn sie einen Arbeitsplatz haben. Sie können sofort eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten. Diese berechtigt automatisch zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit. Sie müssen nur noch einen Antrag bei der lokalen Ausländerbehörde stellen.

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 19.10.2017
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