Mediation

Qualitätsentwicklung durch Gruppensupervision

Zielgruppe

Das Seminar wendet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die eine Grundausbildung in Mediation absolviert haben und an der Weiterentwicklung der erworbenen Qualität und Qualifikation interessiert sind. Es dient als Lernmittel für Mediatoren, die von der Praxis für die Praxis unter Anleitung eines Supervisors lernen wollen. Auch Teilnehmer, die keinen eigenen Fall vorstellen, sind in diesem Seminar willkommen.

Inhalt

Die internationale Organisation für Standardisierung ISO hat mit der Reihe 9000 – 9004 die Grundlagen für ein normgestütztes Qualitätsmanagement geschaffen und Erfordernisse für Qualitätssicherung formuliert, die auch für Mediatoren als Dienstleister gelten. Die Verantwortung für die Qualität und die Qualitätspolitik obliegt dem Qualitätsmanagement des Mediators. Qualität der beruflichen Tätigkeit steht in Abhängigkeit zur Qualität der Ausbildung, zu den beruflichen und persönlichen Voraussetzungen des Mediators, sowie zur kontinuierlichen Sicherung und Steigerung des Leistungsniveaus. Neben den Prozessen von laufender systematischer Dokumentation, Evaluation und Optimierungsstrategie steht die Selbstreflektion über die berufliche Praxis in allen Phasen. Sowohl der Gesetzgeber als auch die Mediationsverbände sehen daher die Supervision als unabdingbares Instrument der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements der Mediation an.Im Seminar wird darüber hinaus auch allgemein Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung der Mediation thematisiert.

Methode

Die Reflektion wird durch den erfahrenen Seminarleiter begleitet, der die Bedingungen von Verschwiegenheit und Schutz des fallvorstellenden Supervisanden gewährleistet. Somit wird die Chance der Gruppensupervision mit ihrer Vielfalt der Kompetenzen genutzt: unterschiedliche Praxisfälle und Interventionen aus den jeweiligen Grundberufen.In der Gruppensupervision sind alle Teilnehmer in der Rolle als Berater angesprochen. Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit wird vorausgesetzt. Fälle können vorab beim Seminarleiter eingereicht werden.Im Seminar selbst werden die Fälle und Fragen aus der beruflichen Arbeit der Mediatoren nach einem bewährten Ordnungsschema übersichtlich aufbereitet und gemeinsam ausgewählt. Der Supervisor arbeitet gegenstandsadäquat mit unterschiedlichen Methoden wie z.B. Reflecting Team, Timeline, Aufstellung mit Figuren, Aufstellung mit lebenden Stellvertretern, Hypothesenbildung, Visualisierung, Einsatz von Karten, Arbeit mit diversen anderen Instumenten.

Fortbildung

Dieses Seminar deckt im Sinne des § 3 der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) 12 Zeitstunden der Fortbildungspflicht ab.

Seminarleitung

Literaturempfehlungen

  • Kaldenkerken, Carla von: Supervision und Intervision in der Mediation. Frankfurt 2014.
  • Ripke, Lis: Gibt es die Mediationssupervision? In: Rapp, Siegfried (Hg.): Mediation – Kompetent. Kommunikativ. Konkret. Band 1, Ludwigsburg 2012, S. 188-196
  • Bastine, Reiner: Professionelle Unterstützung. Die drei Säulen der integrativen Gruppensupervision. In: Spektrum der Mediation 2013, S. 27-31
  • Dietz, Hannelore: Mediationsanaloge Supervision in den verschiedenen Feldern von Mediation. In: ZKM 5/2000, S. 227
  • Bastine, Reiner: Qualitätssicherung und Qualitätsmanagemanet in der Mediation. In: ZKM 3/2000, S. 37-41
E-Mail: wisswb@uni-hd.de
Letzte Änderung: 26.11.2019
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