Mediation

Von der Blockade zur Lösung

Zielgruppe

Das Seminar wendet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die eine Grundausbildung in Mediation bereits absolviert haben.

Sie sollten vertiefte Erfahrung aus eigener Arbeit mit Konflikten mitbringen und bereit sein, diese Erfahrungen einzubringen, sich zu hinterfragen und die Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Inhalt

Die Mediant/inn/en folgen in der Regel nicht Schritt für Schritt dem Mediationsmodell, sondern bauen immer wieder Blockaden auf. Anstatt uns darüber zu ärgern, dass unser schönes Methodenangebot nicht immer angenommen wird, sollten wir verstehen, was Konflikten immanent ist: An ihnen wird festgehalten, bis genügend Sicherheit entsteht, sich aus dem Schutzmodus zu lösen und sich für neue Lösungen und Zukunftsperspektiven zu öffnen.

Blockaden in der Mediation entstehen aus diesem Grunde. Die starke Verunsicherung, die durch den Konflikt eingetreten ist, muss erst einmal als beherrschbar erlebt werden. Geht es einer Konfliktbeteiligten zu schnell muss sie das tun, was im Setting als „Blockieren“ erlebt wird. Wir reframen dies als gesunde, produktive Form des Sich-Behauptens in diesem Seminar:

  • Zunächst identifizieren und benennen wir verschiedene Formen von Blockaden, die wir in der der Praxis erleben.
  • Im nächsten Schritt stellen wir Methoden und Instrumente vor, die eingesetzt werden können, um die Sinnhaftigkeit von erlebten Blockaden in der Mediation zu erfassen und um daraus Wege für Lösungen zu finden.

Methode

Im Seminar werden Theorieinputs z.B. zur Funktion von Widerständen und Blockaden gegeben und mit den Teilnehmer/inne/n Beispiele und Beratungsanliegen aus ihrer Mediationspraxis bearbeitet. Sodann werden Methoden vermittelt wie z.B. der mediatorische Umgang mit „Trenunngs- und Verlustphasen“ nach Kübler-Ross sowie Gesprächstechniken, das Utilisieren („nützlich machen“) von Widerständen und Blockaden etc. Über die Vermittlung von Theorie und Methoden hinaus werden Sequenzen aus Fällen im Plenum und in Arbeitsgruppen mit dem Fokus „Lösung von Blockaden“ bearbeitet.

Nach dem Seminar erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Flipchartprotokoll.

Fortbildung

Dieses Seminar deckt im Sinne des § 3 der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) 15 Zeitstunden der Fortbildungspflicht ab.

Seminarleitung

Literaturempfehlungen

  • Glowitz, Frank / Lütkehaus, Isabell: Trennungsphasen bei Paaren: Wie Abschied und Verlust die Mediation prägen (Teil 1). In: Spektrum der Mediation 73/2018, S. 39-41.
E-Mail: wisswb@uni-hd.de
Letzte Änderung: 19.11.2018
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