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Bereichsbild

Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Die Analyse von Institutionen und ihrer Wirkung auf soziales, politisches und wirtschaftliches Handeln – das ist das verbindende Forschungsinteresse aller Institute dieser Fakultät. Sie haben jeweils ihren eigenen fachlichen Kern, arbeiten aber in vielfältiger Weise eng zusammen.

Ahnen der Fakultät: die Brüder Max und Alfred Weber
Große Ahnen der Fakultät: die Brüder Max Weber (1864-1920), vorn, und Alfred Weber (1868-1958), hinten – beide Nationalökonomen und Soziologen mit politikwissenschaftlichen Neigungen. Max Weber gilt als Begründer der modernen Sozialwissenschaften, Alfred Weber ist der Namensgeber des Heidelberger Instituts für Wirtschaftswissenschaften.

In der Fakultät sind im Wesentlichen drei Institute vereinigt, sie vertreten jeweils eine Hauptdisziplin: das Institut für Politische Wissenschaft, das Institut für Soziologie und das Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften, zu dem auch das Forschungszentrum für Umweltökonomik gehört. Außerdem existiert eine enge Verbindung mit dem Südasien-Institut, dem vier Professuren der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zugeordnet sind.

Heidelberger Traditionen

Während im Mittelpunkt der Wirtschaftswissenschaften die Institutionenökonomik steht, widmen sich die beiden anderen Disziplinen vorrangig der historischen und vergleichenden Institutionenanalyse. Darüber hinaus hat jedes Fach seine eigenen Schwerpunkte in Forschung und Lehre, womit sie in unterschiedlicher Intensität an Heidelberger Traditionen anschließen und sie weiterführen.

ausgewiesene Lehre
Der Lehrkörper der Fakultät 

Die Institute

Die Fakultät im Internet:
www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/wiso/index.html

Am Institut für Politische Wissenschaft steht – in Fortführung der Tradition seiner Gründerväter Carl Joachim Friedrich und Dolf Sternberger – die vergleichende Analyse politischer Systeme im Vordergrund, ferner die vergleichende Erforschung von Staatstätigkeit sowie die Untersuchung von inter- und intranationalen Konflikten. Ein besonderes Augenmerk gilt der Theorie der Politik. In regionaler Hinsicht befasst sich das Institut vorrangig mit den Demokratien des Westens, den mittel- und osteuropäischen sowie den Dritte-Welt-Staaten – Schwerpunkte bilden Lateinamerika und Südasien.

Eine kulturwissenschaftlich inspirierte vergleichende Institutionenanalyse wird am Institut für Soziologie gepflegt, die vor allem an Max Weber anknüpft. Der Aufbau, die Legitimation und der Zerfall von Institutionen im Hinblick auf sektorale, nationale und transnationale Konstellationen (insbesondere durch Europäisierung) stehen dabei im Mittelpunkt. Ein spezielles Interesse gilt dem Sozialstaat in vergleichender Perspektive.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Theoriediskussion. Mit dem Institut verbunden ist eine Forschungsstelle, an der, unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Teile der Max Weber-Gesamtausgabe ediert werden.

grenzenlos und weltoffen
Grenzenlos und weltoffen: Die internationale Zusammensetzung lädt ein zum interkulturellen Dialog – auch über den wissenschaftlichen Stoff hinaus.

Theorie und Empirie

Die Kerngebiete der Volkswirtschaftslehre werden am Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften in Forschung und Lehre abgedeckt, insbesondere Wirtschaftstheorie und -politik (unter Einschluss empirischer Forschung) sowie Finanzwissenschaft. Große Teile der Forschung konzentrieren sich auf die Problemfelder Staat und Markt, Arbeit und Humankapital, Geld und Finanzierung sowie auf Entwicklungs- und Umweltökonomik. Die Entwicklungsökonomik profitiert dabei von der engen Verzahnung mit dem Südasien-Institut, für die Umweltökonomik wurde eigens ein Forschungszentrum eingerichtet.

Disputation
Disputation – ein Doktorand verteidigt seine Dissertation vor der Prüfungskommission. Ihr gehören mindestens vier Hochschullehrer an, drei aus dem jeweiligen Fach und einer aus einem anderen. Der junge Wissenschaftler bewegt sich unter „Gleichen“ – auch wenn seine Leistung am Ende benotet wird.

Die Heidelberger Wirtschaftswissenschaftler sind bestrebt, theoretische Analysen auf der Mikro- und Makroebene mit empirischer Forschung zu verbinden und daraus begründete Empfehlungen für die Politik zu entwickeln. Mit großem Erfolg geschah dies bislang bei der Beratung internationaler Organisationen wie der OECD, der Weltbank, aber auch bei der Beratung so genannter Transformationsländer – auf dem Balkan wie in Asien.


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Letzte Änderung: 23.05.2018
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