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Theologische Fakultät

Theologie ist die wissenschaftliche Reflexion des christlichen Glaubens. Sie beschäftigt sich auf der Basis und am Beispiel der christlichen Überlieferung mit den Grundfragen des menschlichen Lebens. Theologie ist Arbeit am Orientierungswissen.

Universitätsgottesdienst
Seit 1386 wird in Heidelberg Theologie gelehrt und christliches Leben gestaltet. Mitglieder der Fakultät halten in der Universitätskirche Gottesdienste, im Oekumenischen Wohnheim und im Theologischen Studienhaus findet in Zusammenleben und Gespräch interreligiöser Austausch statt.

Sie untersucht die Glaubensüberzeugungen der christlichen Überlieferung und ihre Wurzeln im Judentum anhand ihrer vielfältigen geschichtlichen Quellen auf ihre Wahrheit und gegenwärtige Relevanz. Diese Ausrichtung an der Wahrheitsfrage, so wie sie in Religion und Weltanschauung zum Ausdruck kommt, macht die Theologie zu einer kritischen Grundlagenwissenschaft.

ausgewiesene Lehre
Der Lehrkörper der Fakultät 

Die Institute

Die Fakultät im Internet:
www.theologie.
uni-heidelberg.de

Tradition und Moderne

Auf diese Weise will sie zu einem Gespräch darüber anregen, welches Wirklichkeitsverständnis und welches Menschenbild der wissenschaftlichen Arbeit in Forschung und Lehre Orientierung bieten sollen. Theologie ist darum immer eine kritische Partnerin für die anderen Wissenschaften, mit denen sie viele Methoden teilt. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit greift die Theologie Fragen auf, die in den Diskussionen der Gesellschaft über Grundfragen des Lebens geführt werden und auch für das Leben der Gesellschaft richtungsweisend sind.

So wie die Medizin auf die Praxis der Gesundheitsfürsorge und die Jurisprudenz auf das bestehende Rechtssystem bezogen sind, so ist die Theologie auf die Kirche als den Teil der Gesellschaft bezogen, in dem solche Grundfragen thematisiert werden. Als evangelische Theologie fühlt sie sich besonders der reformatorischen Tradition verpflichtet und versucht aus dieser Perspektive den Dialog mit den anderen christlichen Konfessionen und mit den anderen Religionen und Weltanschauungen zu führen.

Basisorientierung

Indem sie ihre eigene Identität klar profiliert und sich somit kritischen Rückfragen stellt, lädt sie in einer religiös pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft zu einer Verständigung über die Basisorientierungen des Lebens ein. Insofern leistet sie einen fundamentalen Beitrag zum Dialog der Glaubensüberzeugungen und der Kulturen im Zeitalter der Globalisierung.

Die Theologische Fakultät war bei Gründung der Universität gleichsam deren Urzelle. In der Geschichte der Fakultät spiegelt sich die Geschichte der Auseinandersetzungen um Glaubensfragen in Europa, ohne deren Kenntnis das Europa der Gegenwart nicht zu verstehen ist. Der Heidelberger Katechismus (1563), der der reformierten Glaubensrichtung ein grundlegendes Lehrdokument gab, entstand im Zusammenhang der Neuorientierung der Fakultät an den Einsichten der Reformation. Bis heute verbinden sich mit der Heidelberger Fakultät die Namen vieler bedeutender Gelehrter der Theologiegeschichte. Entscheidende Impulse für die Vermittlung zwischen Christentum und Moderne gingen von Richard Rothe (1799-1867) und Ernst Troeltsch (1865-1923) aus.

Studieren in Heidelberg
Studieren und forschen in Heidelberg heißt, mit anderen Disziplinen im Gespräch zu sein. Heidelberg ist durch interdisziplinäre Vernetzungen in Forschung und Lehre innerhalb der Universität ein attraktiver Austragungsort für Konferenzen.

Im 20. Jahrhundert waren es theologische Lehrer wie Gerhard von Rad (1901-1971), Günter Bornkamm (1905-1990) und Edmund Schlink (1903-1984), die Heidelberg zu einem Zentrum der internationalen theologischen Diskussion machten. Heute ist die Theologische Fakultät in vielfältige wissenschaftliche Kooperationen international eingebunden. So gibt es Austauschprogramme mit dem Princeton Theological Seminary, dem King’s College in London sowie den Universitäten Montpellier, Prag und Budapest. Viele Gastwissenschaftler aus dem Ausland und internationale Studierende bereichern das akademische Leben der Fakultät.

Internationaler Austausch

Das Studium der Theologie gliedert sich in die fünf Hauptdisziplinen Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische und Praktische Theologie. Dazu gibt es in Heidelberg besondere Lehr- und Forschungsschwerpunkte, darunter auch Religionsgeschichte und Missionswissenschaft. Ein besonderes Profil gewinnt die Fakultät durch das Diakoniewissenschaftliche und das Oekumenische Institut.

Arbeiten in der Bibliothek
Über 238 000 Bände und eine Vielzahl von Medienarbeitsplätzen stehen allein in den vier Bibliotheken der Fakultät zur Verfügung. Ideale Forschungsbedingungen machen eine der größten deutschen Fakultäten zu einem attraktiven Studienort für Doktoranden und Gastwissenschaftler aus aller Welt.

Viele Studierende bereiten sich mit dem Theologiestudium auf die Berufspraxis im Pfarramt oder in der Lehre an Gymnasien vor. Das breit gefächerte Angebot an unterschiedlichen Studiengängen und Abschlüssen bietet vielfältige Bildungsmöglichkeiten, aber auch günstige Ausgangsbedingungen für eine Tätigkeit in anderen Bereichen der Gesellschaft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit Nachwuchswissenschaftlern, die mit der Promotion den Zugang zur eigenen wissenschaftlichen Arbeit gewinnen. Auch dadurch sind Forschung und Lehre stets aufeinander bezogen.

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 23.05.2018
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