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Philosophische Fakultät

Das Aufgabenfeld lautet: Kultur – in ihren verschiedenen Manifestationen und in ihrer räumlichen Ausdifferenzierung. Dem spürt ein breites Spektrum an Fächern nach in Geschichte und Gegenwart.

Studieren an der Philosophischen Fakultät
Studieren an der Philosophischen Fakultät: Rund 2600 Hauptfächler sind an der Fakultät eingeschrieben, davon kommen gut 15 Prozent aus dem Ausland. Forschung und Lehre liegen in der Hand von insgesamt 48 Professorinnen und Professoren. Religionswissenschaft ist das jüngste der 27 angebotenen Fächer.

Sei es in Sprache, Alltag, Politik, Wirtschaft, sei es in Religion, Philosophie, Literatur, Kunst und Musik – die Ausprägungen von Kulturen sind vielgestaltig. Die Lehr- und Forschungsaufgaben der Philosophischen Fakultät umfassen dabei eine Zeitspanne, die sich von den frühesten Spuren menschlicher Zivilisation bis auf den heutigen Tag erstreckt. Sie beziehen sich auf einen Raum, der von den Vereinigten Staaten von Amerika über Europa bis hin zum Gelben Meer reicht.

Dank der großen Breite der vertretenen Disziplinen werden Probleme von allgemeinem Interesse aus einer Vielzahl von sich ergänzenden Perspektiven sowohl innerhalb eines Faches als auch in einer interdisziplinären und oft auch transdisziplinären Zusammenschau behandelt.

ausgewiesene Lehre
Entziffern und Verstehen: 11. Tafel des Gilgamesch-Epos, Fragment einer jungbaby-
lonischen Tontafel aus dem Palast des assyrischen Königs Assurbanipal zu Ninive (7. Jh. v. Chr.)

Der Lehrkörper der Fakultät 

Die Institute

Die Fakultät im Internet:
www.philosophische-
fakultaet.uni-hd.de

Gemeinsamer Rahmen

Die Philosophische Fakultät ist 2002 durch Zusammenlegung aus Teilen der Philosophisch-Historischen Fakultät und der Fakultät für Orientalistik und Altertumswissenschaft entstanden. Sie lässt sich einteilen in drei Fächergruppierungen mit einem jeweils gemeinsamen kulturgeographischen und historischen Rahmen: Die kulturgeschichtlich ausgerichtete und auf Europa konzentrierte philosophisch-historische Gruppe umfasst die Fächer Philosophie, Mittlere und Neuere Geschichte, Osteuropäische Geschichte, Europäische Kunstgeschichte und Musikwissenschaft.

Europa und der Vordere Orient im Altertum ist der gemeinsame Forschungsgegenstand der altertumswissenschaftlichen Fächergruppe mit den Disziplinen Klassische Philologie (Griec

hisch und Latein), Alte Geschichte, Papyrologie, Ägyptologie, Klassische Archäologie, Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte, Vorderasiatische Archäologie und Assyriologie (Sumerologie und Akkadistik).

Die dritte Fächergruppe hat die Kultur und Kulturentwicklung der Islamischen Welt, Süd- und Ostasiens von den Anfängen bis zur Gegenwart zum Thema. Studienfächer sind Semitistik, Islamwissenschaft (Arabistik und Osmanistik), Iranistik, Klassische Indologie und Moderne Indologie, Geschichte Südasiens, Klassische Sinologie und Moderne Sinologie, Japanologie und Ostasiatische Kunstgeschichte.

Das Fach Religionswissenschaft integriert Fragestellungen aus allen drei Gruppen. Bei allen Unterschieden in der räumlichen und zeitlichen Verortung der Untersuchungsgegenstände sowie in den zum Erschließen der jeweiligen Quellen angewandten Methoden vereint die Fächer das Bestreben, durch die Analyse von Texten und gegenständlichen Zeugnissen zu einem besseren Verstehen der unterschiedlichen Facetten menschlicher Geschichte und Kultur zu gelangen.

Die Philosophische Fakultät kann mit Stolz auf berühmte Namen der Vergangenheit verweisen: Unter den prägenden Gestalten der Fakultät sei nur auf Hans-Georg Gadamer verwiesen, der das philosophische Denken im 20. Jahrhundert entscheidend mitgeprägt hat.

Die Fakultät setzt ihre große Tradition bis in die Gegenwart fort. In den letzten Jahren erhielt sie zahlreiche bedeutende Forschungspreise, darunter den Max-Planck-Forschungspreis, mehrere Leibniz-Preise sowie Landeslehrpreise.

Studieren in internationalem Umfeld
Studieren in internationalem Umfeld: Heidelberg ist eine der wenigen deutschen Universitäten, an denen die Geschichte Südasiens auch als eigenständiges Fach studiert werden kann. Dieses Angebot zieht Studierende aus aller Welt an.

Starke Forschungsorientierung

Heute ist die Fakultät durch eine starke Forschungsorientierung charakterisiert. Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereiche und DFG-Projekte belegen dies auf eindrucksvolle Weise. Dadurch und durch ihre forschungsnahe Lehre hat die Fakultät eine internationale Ausstrahlung erworben, die Gastwissenschaftler und Studierende aus dem Ausland nach Heidelberg zieht.

Kunst und Kulturgeschichte
Kunst im Kontext der Kulturgeschichte – Forschungen zu Baugeschichte, Gartenkunst und zur höfischen Kultur im Angesicht des Originals: Seminar im Fach Kunstgeschichte auf dem Karlsplatz unterhalb des Heidelberger Schlosses.

Ein wichtiges zukunftsweisendes Projekt der Fakultät ist die Entwicklung von innovativen und interdisziplinären Studienangeboten, etwa auch mit dem Ziel eines Bachelor-Abschlusses. Sie sollen dazu dienen, die Stärken der jeweiligen Disziplinen zu bündeln. Im Bereich der Altertumswissenschaften und der Europäischen Geschichts- und Kulturwissenschaften sind organisatorische Vernetzungen vorgenommen worden: Durch die Gründung des Zentrums für Altertumswissenschaften und des Zentrums für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften können die integrierten Fächer ihre Qualitäten angemessen präsentieren und durch die gezielte Nutzung von Synergieeffekten weiterentwickeln.


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Letzte Änderung: 23.05.2018
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