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Neuphilologische Fakultät

Gegenwärtige Probleme zu reflektieren und nach weiterführender Erkenntnis zu suchen, heißt immer auch, die großen geistigen Impulse der Vergangenheit einzubeziehen.

Liedersammlung Des Knaben Wunderhorn
In Heidelberg, einem der Zentren der Romantik, entstand die berühmte Liedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“. Die modernen nationalsprachlichen philologischen Wissenschaften, die sich vor 200 Jahren konstituierten, bilden den Kern der Neuphilologischen Fakultät.

Die Neuphilologische Fakultät vertritt zum einen die so genannten klassischen Forschungsstränge, die vor allem für die Lehramts- und Magisterstudiengänge von Relevanz sind; sie sind besonders in der Germanistik, Anglistik, Romanistik und Slavistik anzutreffen. Zum anderen zeichnet sich die Neuphilologische Fakultät durch anwendungsbezogene Ausbildungsfelder wie Übersetzen und Dolmetschen, Computerlinguistik und Deutsch als Fremdsprachenerwerb aus. Diese Verbindung von klassischer Substanz und innovativen Studien macht die Besonderheit der vertretenen Fächer aus.

Sie erstreckt sich von den Philologien der älteren Sprachstufen über die Literaturgeschichtsschreibung bis hin zur neuesten Linguistik. Neben der Schwerpunktsetzung auf der Lehrerbildung bemüht sich die Fakultät vor allem um forschungsbezogene Promotionsstudiengänge. Besonders ausgewiesen ist sie in Fragen der Internationalisierung des Studiums.

 

ausgewiesene Lehre
Der Lehrkörper der Fakultät 

Die Institute

Die Fakultät im Internet:
www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/neuphil/index.html

Deutsche Philologie

In einem alten Palais, in dem schon Goethe ein- und ausging, werden deutsche Sprache und deutsche Literatur in ihrer ganzen Vielfalt gelehrt: vom Althochdeutschen über die mittelalterliche Kultur, die Literaturen der Renaissance, des Barock und der Klassik bis hin zur modernen Dichtung und den aktuellen Literaturtheorien. Auf diesen Anspruch, die gesamte „Deutsche Philologie“ wie sonst nur noch an wenigen Instituten in Deutschland zu vertreten, legen die Heidelberger Germanisten besonderen Wert. Renommierte Lexika, Reihenwerke, literaturhistorische Gesamtdarstellungen und Editionsprojekte stehen im Mittelpunkt der Forschung; historische wie systematische Aspekte der Linguistik, interkulturelle Sichtweisen der Mediävistik, auch theaterwissenschaftliche Forschungen und Aspekte der Literaturkritik wie der Editionswissenschaft berücksichtigt der Lehrplan.

Ergänzt wird das Lehrangebot durch das Seminar für Deutsch als Fremdsprachenphilologie. Es bietet speziell für ausländische Studierende eingerichtete Studiengänge zur deutschen Sprache und Literatur an. Hier studieren junge Menschen aus fast 40 Nationen – nicht nur Deutschlehrer in spe, sondern auch zukünftige Entscheidungsträger in den dynamischen Schwellenländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas.

Fremdsprachenphilologien

Auch in den Studiengängen des Anglistischen und des Romanischen Seminars sowie des Slavischen Instituts gehört die Geschichte der einzelnen Sprachen und Literaturen vom Mittelalter bis in die Gegenwart zum Lehrprogramm. Entsprechend breit gefächert sind die Forschungsschwerpunkte. Über die Grenzen der einzelnen Fächer hinweg haben sich in der Sprachwissenschaft Lexikologie und Lexikographie sowie die Erforschung von Sprachvarietäten als besondere Forschungsprofile herausgebildet. Große Wörterbuchprojekte in den meisten der an der Fakultät vertretenen Sprachen – zum Teil mit Unterstützung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften – sind dafür kennzeichnend.
 

Theaterabend im Romanischen Keller
Theaterabende im Romanischen Keller zählen zu den vielen Angeboten, mit denen die Institute der Fakultät das kulturelle Leben Heidelbergs bereichern.

Die literaturwissenschaftlichen Abteilungen der Fächer widmen sich zum einen den klassischen Domänen. So stehen Shakespeare und das englische Theater, der amerikanische Transzendentalismus, italienische und französische Renaissance, der spanische Barock und die slavischen Literaturen des 19. und 20. Jahrhunderts im Zentrum. Zum anderen sind außereuropäische Literaturen in Forschung und Lehre einbezogen.

Das Seminar für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit ist das zweitälteste seiner Art in Deutschland. Gegenstand von Forschung und Lehre sind lateinische Schrift, Sprache und Literatur von der Spätantike bis zum Ausgang des Barock. Das Seminar verfügt über eine vorzügliche Fachbibliothek mit rund 12 000 Bänden.
 

Sprachvermittlung auf höchstem internationalen Niveau
Mit moderner Ausstattung betreibt das Seminar für Übersetzen und Dolmetschen Sprachvermittlung auf höchstem internationalen Niveau. Die Absolventen des Instituts sind auf den Arbeitsmärkten des In- und Auslands äußerst gefragt.

Internationalität und Berufsorientierung

Am Seminar für Übersetzen und Dolmetschen (SÜD) werden neben den traditionellen Studiengängen Übersetzungswissenschaft und Dolmetschwissenschaft spezialisierte Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten, so beispielsweise der internationale Bachelor-Studiengang „Translation Studies for Information Technologies“. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Übersetzungstheorie, der Kulturgeschichte des Übersetzens, der Lexikographie und Fachübersetzung. Das Lehrangebot ist stark geprägt durch Internationalität und Berufsorientierung. Den Anschluss der Fakultät an den Bereich der Informationstechnologie leistet schließlich das Seminar für Computerlinguistik mit eigenem Studiengang. Hier geht es um die neuesten Probleme und Fortschritte der maschinellen Sprachverarbeitung.

 

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Letzte Änderung: 11.10.2010
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