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Medizinische Fakultät Mannheim

Die jüngere Schwester der beiden Heidelberger medizinischen Fakultäten wurde 1964 gegründet und ist im Universitätsklinikum Mannheim (Universitätsmedizin Mannheim) angesiedelt, das sich in städtischer Trägerschaft befindet. Zu den Schwerpunkten gehört die Medizintechnik, integraler Bestandteil der Fakultät ist auch das Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit.

kommentierte Linksammlung KELDAmed
In Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg und dem Universitätsrechenzentrum wurde von der Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim die kommentierte Linksammlung „KELDAmed“ erstellt und gepflegt. Diese kostenfrei im Internet zugänglichen E-Learning-Ressourcen dienen einer Verbesserung der elektronischen Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Medizin. Kurse zur Nutzung dieses Angebotes werden als Serviceleistung regelmäßig für Studierende angeboten.

Seit Herbst 2006 ist die Mannheimer Fakultät eine Vollfakultät, Medizinstudierende beginnen mit dem ersten Fachsemester in Mannheim und absolvieren Grund- und Hauptstudium in der Quadratestadt. Und: Ab Herbst 2006 studieren angehende Mediziner nach dem neuen Modellstudiengang MaReCuM, dem Mannheimer Reformierten Curriculum für Medizin (www.marecum.uni-hd.de). Hier besteht die Möglichkeit, zusätzlich zum Studium der Humanmedizin und der Approbation weitere Qualifikationen in medizinnahen Bereichen zu erwerben oder sich gezielt auf eine Karriere in Wissenschaft und Forschung vorzubereiten. Rund 170 Studienplätze stehen für dieses neigungsorientierte Studium jährlich zur Verfügung. Der übersichtliche und kompakte Campus in zentraler Lage sowie das überaus günstige Verhältnis von Studierenden zu Lehrenden (11:1), das es so an kaum einer anderen medizinischen Fakultät in Deutschland gibt, ermöglichen einen intensiven Kontakt und eine direkte Kommunikation. Zur Förderung besonders begabter und engagierter Studenten wurde das „Junior Scientific Masterclass Program“ gemeinsam mit der Rijksuniversiteit Groningen eingerichtet, in dem die Studierenden bereits während des Studiums eine Ausbildung zum klinischen Forscher erhalten.

ausgewiesene Lehre
Der SFB 636 untersucht die Rolle von Lernprozessen und damit zusammen-
hängenden Umbauvorgängen im Gehirn bei Krankheiten wie Ängsten, Depressionen und Abhängigkeit.

Der Lehrkörper der Fakultät 

Die Institute und Kliniken

Die Fakultät im Internet:
www.ma.uni-
heidelberg.de

Medizinnahe Studiengänge

Den Anforderungen der modernen Medizin entsprechend bietet die Fakultät neben dem klassischen Studiengang Humanmedizin auch zwei medizinnahe Studiengänge an. Der Masterstudiengang „Humanmedizin mit betriebswirtschaftlicher Qualifikation“ wird gemeinsam mit der Universität Mannheim unter Federführung der Medizinischen Fakultät Mannheim betrieben. Er bietet jeweils 15 Studierenden die Möglichkeit, grundlegende Kenntnisse der Betriebswirtschaft zu erwerben. Darüber hinaus werden sie in gesundheitsökonomische und gesundheitsrechtliche Fragen mit besonderer Betonung der Praxisnähe und des Wissenschaftsbezugs eingeführt.

Der Master-Studiengang „Medical Physics“ wird in Kooperation mit dem University College London, der Harvard Medical School, dem Duke University Medical Center, der Johns-Hopkins University und der Shanghai Jiao Tong University angeboten. 40 Studierende der Medizin, Physik, Biowissenschaften, Informatik oder Ingenieure werden in diesem englischsprachigen Studiengang international zu Medizinphysikern ausgebildet.

Die Mannheimer Fakultät konzentriert ihre Forschungsaktivitäten vornehmlich auf vier interdisziplinäre Schwerpunkte: Onkologie, Neuronale Plastizität, Vaskuläre Medizin und Medizintechnik.

Die hohe Interdisziplinarität dieser Forschungsschwerpunkte zeigt sich nicht nur in der Beteiligung fast aller Kliniken und Institute der Fakultät, sondern auch in Kooperationen mit der Universität Mannheim, der Fachhochschule für Technik und Gestaltung Mannheim, dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), dem Max-Planck-Institut für medizinische Forschung und natürlich mit der Schwesterfakultät in Heidelberg.

Master-Studiengang Medical Physics
Der Master-Studiengang „Medical Physics“ umfasst Seminare und Praktika, anschließend wird eine wissenschaftliche Arbeit (Master Thesis) angefertigt, wobei die deutschen Kandidaten diese Zeit an den Partnerinstitutionen in den USA zubringen. Das Bild zeigt, wie Studenten die Grundlagen der Dosimetrie mit dem Wasserphantom am Linearbeschleuniger demonstriert werden.

Medizintechnik

Ein Alleinstellungsmerkmal der Mannheimer Fakultät ist der Schwerpunkt Medizintechnik, der durch die Einbindung der Mannheimer Fachhochschule für Technik und Gestaltung Modellcharakter hat im Sinne der geforderten Stärkung anwendungsbezogener Forschung. Hauptthemen sind die Entwicklung optischer Messverfahren, die Simulation von Operations- und Diagnoseverfahren, die Entwicklung von Verfahren zur Operationsunterstützung, der Ausbau minimal-invasiver Operationstechniken sowie die Softwareentwicklung.

Labor für Biomechanik und experimentelle Orthopädie
Das Labor für Biomechanik und experimentelle Orthopädie entwickelt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Informatik V und dem Lehrstuhl für Automation der Universität Mannheim sowie dem Institut für CAE-Anwendungen der FH Mannheim den Prototypen eines handgehaltenen Operationsroboters zur Knochenbearbeitung (Intelligent Tool Drive, ITD). Der ITD soll zunächst am Beispiel der Pedikelverschraubung sein Anwendungspotential zeigen und später auch in weiteren Operationen zum Einsatz kommen.

Als Center of Excellence für Psychiatrie ist schließlich das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI), eine Landesstiftung öffentlichen Rechts, zu sehen. Hier wird erfolgreich Grundlagenforschung in Neurobiologie und funktioneller Bildgebung umgesetzt in Diagnostik und Therapie. So kann das ZI auf eine annähernd ununterbrochene Folge von Sonderforschungsbereichen blicken, die unter seiner Federführung erfolgreich durchgeführt werden konnten – im aktuellen Sonderforschungsbereich 636 geht es um „Lernen, Gedächtnis und Plastizität des Gehirns: Implikationen für die Psychopathologie“. Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit zeichnet sich in erster Linie durch seine Interdisziplinarität und die Vernetzung von klinischer Forschung, Verhaltens- und Grundlagenforschung aus.


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Letzte Änderung: 23.05.2018
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