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Kontakt

Beauftragte für behinderte und chronisch kranke Studierende

Carolin Pfisterer-Weik

Seminarstraße 2
69117 Heidelberg

Tel.: 06221/54-12224

E-Mail
Bitte stellen Sie Ihre Anfrage per E-Mail. Sie müssen selbstverständlich keine Diagnose nennen, gerne aber Ihr Studienfach. Schildern Sie kurz konkrete Situationen oder Fragen. Wir werden Ihnen hierzu zeitnah Rückmeldung geben.
In dringenden Fällen vereinbaren wir telefonische oder persönliche Beratungstermine.

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FAQ – Frequently Asked Questions


1. Ich würde gerne an der Universität Heidelberg studieren. Kann ich aufgrund einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung an einem bevorzugten Zulassungsverfahren teilnehmen?

Ob und in welchem Maße eine gesundheitliche Beeinträchtigung beim Zulassungsverfahren berücksichtigt werden kann, hängt von dem Studiengang ab, für den Sie sich bewerben möchten. In der Regel gibt es bei zulassungsbeschränkten Studiengängen die Möglichkeit entweder eines Härtefallantrags, eines Antrag auf Verbesserung der Durchschnittsnote oder einer Verbesserung der Wartezeit. Die folgenden Ausführungen dienen lediglich zur Orientierung.

Härtefall – Härtefallantrag

Das bedeutet, dass man bei Anerkennung eines Härtefallantrages ohne Berücksichtigung der Auswahlkriterien (z.B. Durchschnittsnote, Wartezeit) vor allen anderen Bewerberinnen und Bewerbern zum Studium zugelassen wird.
Nicht jede Beeinträchtigung, mag sie auch als hart empfunden werden, rechtfertigt eine Zulassung als Härtefall. Vielmehr muss eine besondere Ausnahmesituation (schwerwiegende gesundheitliche, soziale und familiäre Gründe) vorliegen, dass es bei Anlegung besonders strenger Maßstäbe nicht zugemutet werden kann, auch nur ein Semester auf die Zulassung zu warten. Der Härtefallantrag kommt daher nur für wenige Personen in Betracht und wird nach vorgetragener Begründung und dem vorgelegten Nachweis kritisch geprüft. Bitte beachten Sie, dass es bei dem Härtefallantrag um einen Antrag auf sofortige Zulassung zu einem Studium handelt. Gründe, die für das Studium an einem bestimmten Studienort geltend gemacht werden, spielen hierbei keine Rolle.

Für Sonderanträge existiert ein gesondertes Formular, das Sie unter folgendem Link abrufen können:
http://www.uni-heidelberg.de/md/studium/download/hartefallantrag_1._fachsemester.pdf

Dieses können Sie für die Stellung eines Sonderantrages unter Beifügung aller Belege, die geeignet sind den Härtegrund zu belegen, verwenden. Am besten führen Sie Ihre Gründe auf einem gesonderten Blatt auf. Welche Gründe zur Geltendmachung eines Härtefalls geeignet sind, können Sie diesem Merkblatt entnehmen:
http://www.uni-heidelberg.de/md/studium/download/hinweise-sonderantraegen.pdf.

Zudem sollten Sie darauf achten, dass Ihre Bewerbung neben dem Sonderantrag vollständig form- und fristgerecht bei der Universität Heidelberg eingeht. Beachten Sie dafür bitte die Informationen auf den allgemeinen Internetseiten.

Verbesserung der Durchschnittsnote

Bei der Vergabe der Studienplätze in bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen (sogenannter „bundesweiter NC“) – bezogen auf die Universität Heidelberg sind dies die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie – werden rund 20% der Studienplätze an die Abiturbesten vergeben. Wer nachweisen kann, dass er/sie aus persönlichen, nicht selbst zu vertretenden Gründen gehindert war, eine bessere Abiturdurchschnittsnote zu erreichen, wird auf Antrag mit einer verbesserten Durchschnittsnote am Vergabeverfahren in dieser Abiturbestenquote beteiligt.

In Studiengängen, die nicht bundesweit, sondern nur an einzelnen Hochschulen – so auch an der Universität Heidelberg – zulassungsbeschränkt sind (sogenannter „örtlicher NC“) kann eine Verbesserung der Abiturdurchschnittsnote mit einem entsprechenden Schulgutachten im Rahmen des Bewerbungsverfahrens beantragt werden.

Verbesserung der Wartezeit

Mit dem Antrag auf Verbesserung der Wartezeit können Sie – in bundesweit wie in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen – Umstände geltend machen, die Sie gehindert haben, die Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel das Abitur) früher zu erwerben, sofern Sie diese Verzögerung nicht selbst zu vertreten haben.

2. Ich studiere an der Universität Heidelberg. Wie kann ich für Prüfungen Nachteilsausgleiche beantragen?

Beim Nachteilsausgleich geht es darum, die Chancengleichheit zu gewährleisten. Zu diesem Zweck sollen die Rahmenbedingungen für beeinträchtigte Studierende so angepasst werden, dass Ihnen Ihre Behinderung oder chronische Erkrankung bei der Erbringung von Prüfungsleistungen nicht zum Nachteil wird. Wie ein Nachteilsausgleich im konkreten Fall aussehen kann, hängt daher maßgeblich von den individuellen Beeinträchtigungen und den daraus entstehenden Nachteilen ab. Einige Möglichkeiten eines Nachteilsausgleiches sind zum Beispiel:

  •  Prüfungszeitverlängerungen, z. B. Verlängerung der Bearbeitungszeit
  • Technische Hilfsmittel, z. B. Benutzung eines Computers als Schreibhilfe
  •  Prüfungsassistenz, z. B. Schreibkraft
  •  Änderung einer schriftlichen in eine mündliche Prüfung oder umgekehrt
  • Nutzung eines extra Prüfungsraumes unter Aufsicht

Um einen Nachteilsausgleich zu beantragen, können Sie sich direkt an das zuständige Prüfungsamt oder an Ihre*n Dozenten*in wenden (bei einzelnen Prüfungen an den/die Dozenten*in, bei absehbar mehreren an das Prüfungsamt). Wichtig ist, dass Sie sich mit dem/der jeweiligen Dozenten*in oder Prüfungsamt rechtzeitig in Verbindung setzen. Gerne können Sie im Vorfeld einen Beratungstermin bei der Beauftragten für behinderte und chronisch kranke Studierende wahrnehmen, die Sie bei der Antragstellung unterstützen kann.
Ein offizielles Antragsformular gibt es nicht, daher begründen Sie bitte mit eigenen Worten, weshalb Sie einen Nachteilsausgleich benötigen. Um Ihren Anspruch zu belegen, müssen Sie mit dem Antrag ein (fach-)ärztliches Attest mit Angabe von Art und Umfang des drohenden Nachteils und Ausgleichsmöglichkeiten einreichen. Die Diagnose muss in Ihrem Attest nicht genannt werden. Es müssen aber die Symptome, aufgrund derer der Nachteil droht, so beschrieben werden, dass die Notwendigkeit des Nachteilsausgleichs für den Dozenten oder das Prüfungsamt nachvollziehbar ist. Zudem sollte der Arzt/die Ärztin einen konkreten Vorschlag machen, welcher Nachteilsausgleich aus ärztlicher Sicht zu befürworten ist.

3. Ich beginne bald mein Studium in Heidelberg, habe aber die Sorge, dass sich der Studienbeginn aufgrund meiner Einschränkung schwierig gestaltet (Gebäude, Formalia, Organisation). Kann mich hierbei jemand unterstützen?

Grundsätzlich gibt es in diesem Fall zwei Möglichkeiten: Zum einen gibt es das sogenannte „Patenprogramm“. Hierbei unterstützen Studierende aus einem höheren Semester Studienanfänger*innen. Hierzu können wir einen Aufruf (selbstverständlich ohne Name oder Angabe der Art der Erkrankung/Behinderung) in dem jeweiligen Fach machen, ob ein*e Student*in ehrenamtlich dazu bereit wäre, Pate zu werden und in diesem Rahmen Unterstützung zu leisten. Wenn sich jemand meldet, vermitteln wir die E-Mailadressen der beiden. Wie und in welchem Umfang sich der Austausch gestaltet, liegt dann in den Händen des Paten und des Studienanfängers.
In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, eine*n Studierende*n einzustellen, der diese Aufgaben offiziell übernimmt. Hierzu ist eine (persönliche) Absprache mit der Beauftragten nötig.

Sollten Sie umfassende Hilfe über einen längeren Zeitraum benötigen, können Sie Unterstützung bei der Eingliederungshilfe der Stadt Heidelberg beantragen.

Gerade der Studienbeginn ist für viele Studierende belastend, auch im Verlauf des Studiums können persönliche Konfliktsituationen auftreten. Das kostenlose Beratungsangebot der Psychosozialen Beratung (PBS) steht allen Studierenden der Universität und der Pädagogischen Hochschule offen.

4. Um mein Studium durchführen zu können, bin ich auf eine Assistenz angewiesen. Gibt es hier Unterstützung durch die Universität?

Prinzipiell gibt es die Möglichkeit, diese Art der Unterstützung zu erhalten. So kann z.B. eine Schreibassistenz bei Prüfungen im Rahmen eines Nachteilsausgleiches beantragt werden. Assistenzen in geringem Stundenumfang für die Unterstützung im Studienalltag können sinnvoll sein – in diesem Fall ist es auf jeden Fall nötig, sich mit der Beauftragten in Verbindung zu setzen.

Wenn Sie Assistenzen in größerem Stundenumfang benötigen oder für Dinge, die über das Studium hinausgehen (Abholen von der Wohnung und Begleitung zu Seminaren) können Sie Unterstützung bei der Eingliederungshilfe der Stadt Heidelberg beantragen.

5. Wie kann ich als gesundheitlich eingeschränkter Studierender mein Studium finanzieren?

Erste Anlaufstelle bei Fragen zur Finanzierung ist das Studierendenwerk Heidelberg. Hier können Sie sich Beratung einholen und Anträge stellen.
Das Studierendenwerk bietet auch eine Sozialberatung an. Studierende mit Handicap erhalten bei der Sozialberatung Unterstützung bei allen Fragen rund ums Studieren und Leben in Heidelberg - natürlich auch zum Thema Finanzierung.

 

BAföG

Das BAföG ist eine staatliche Finanzierungshilfe während der Ausbildung und besteht zur Hälfte aus einem Staatsdarlehen und zur Hälfte aus einem Zuschuss. Bei Studenten mit Behinderung können auch Leistungen über die Forderungshöchstdauer hinaus gewährleistet werden.

Informationen zur Antragsstellung, Förderhöhe und Förderbedingungen findet Sie im Internet unter www.bafög.de

Eingliederungshilfe

Eingliederungshilfe (nach §§ 53 ff. i. V. m. § 97 SGB XII) können Sie beantragen, wenn Sie als behinderter Mensch wesentlich in Ihrer Fähigkeit zur Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben beeinträchtigt sind.

Leistungen können unter anderem gewährt werden

-für stationäre Wohnheimversorgung

-für ambulant betreutes Wohnen

-zur Integration behinderter Studenten an der Hochschule

-für eine Wohnungsausstattung, die den besonderen Bedürfnissen der behinderten Menschen entspricht

Die Träger der überörtlichen Sozialhilfe erwarten oft bei Beschaffungswünschen eine Stellungnahme der Universität, bei der wir Ihnen gerne behilflich sind.

Für Studierende, die in der Stadt Heidelberg mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, ist das Amt für Soziales und Senioren zuständig.

Stipendien

Eine andere Möglichkeit, sich das Studium zu finanzieren, sind Stiftungen und Stipendien. Es gibt eine Vielzahl von Stipendien mit unterschiedlicher Ausrichtung. Einige Stiftungen berücksichtigen gesundheitliche Beeinträchtigungen bei den Auswahlkriterien.

Auf der Seite der Universität Heidelberg finden Sie mehr Informationen zu Begabtenförderung, politischen und kirchlichen Stiftungen.

6. I am an international student with a chronic health condition who wants to study in Heidelberg. How can I get support while I am studying at Heidelberg University?

While there are several ways to receive support as a disabled or chronically ill student at Heidelberg University, it must be said that compared to other universities (for example in Great Britain) the service in Heidelberg is on a rather basic level.

One of the support options is the service provided by the Representative for Disabled and Chronically ill Students. The Handicap-Team offers help to students with chronic health conditions by answering any questions about studying at Heidelberg University as a disabled or chronically ill student and by supporting students who encounter illness or disability related difficulties during their studies.

As a student suffering from a chronic health condition you can apply to have reasonable adjustments (German: Nachteilsausgleiche; literal translation: compensation for disadvantages) made to your courses and exams (e.g., deadline extensions, technical assistance, sitting exams in a seperate room, replacing an oral exam with a written one, etc.) in order to ensure that you can fully participate in your course of studies. At times (e.g., for some students on the autism spectrum) a student assistant can be provided for a few hours a week as a contact at university who can help the chronically ill or disabled student with any special needs they might have.

Another way to receive support is to contact the Studierendenwerk Heidelberg. The staff there can provide information on and help for various issues (e.g. financial problems, issues with your living situation in Heidelberg, etc.).

We recommend that students contact the Handicap-Team and book an appointment with the representative once they are certain that they are going to spend one or more semesters in Heidelberg. That way, the Handicap-Team can support them from the beginning of their studies at Heidelberg University and answer any questions the student might have in person.

There is no need to disclose your diagnosis or any details about your health condition. What matters to us is your need for help, not your diagnosis!

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 17.02.2020
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