Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

„Fit for Fun“ gegen Prüfungsstress und Leistungsdruck

Sport macht schlau, wissen führende Hirnforscher. Körperliche Bewegung steigert die Durchblutung des Gehirns, stimuliert die Neubildung von Nervenzellen und verstärkt die neuronalen Netze, über die unsere Denkprozesse ablaufen. Der Hochschulsport der Universität Heidelberg bietet mit seinem vielfältigen Angebot also nicht nur die Gelegenheit, sich zu ertüchtigen (Foto: Hochschulsport) – er fördert auch die kleinen grauen Zellen. Passend zu seinem Motto „Wir bewegen kluge Köpfe“.

„Sport hat viele positive Effekte; neben körperlicher und geistiger Entspannung fördert er die Konzentrations- und Denkfähigkeit“, sagt Matthias Wolf, Leiter des Heidelberger Hochschulsports, der vom Institut für Sport und Sportwissenschaft organisiert wird. „Gleichzeitig sorgt er für einen wohltuenden Ausgleich angesichts von Prüfungsstress und Leistungsdruck.“ Hinzu komme der gesellige Aspekt, so Wolf: „Hier treffen Menschen aus aller Welt, aus allen Fakultäten und Bereichen aufeinander.“ Denn teilnehmen kann jeder – vom Studierenden über die Professorin oder den Chefarzt bis zur Krankenschwester oder dem Verwaltungsangestellten.

Nachgewiesen werden muss lediglich die Zugehörigkeit zur Ruperto Carola, um das breite, größtenteils kostenfreie Angebot zu nutzen. Lediglich bei kostenintensiveren Sportarten wie Rudern, Tennis oder Klettern ist eine finanzielle Beteiligung notwendig. Diese hält sich aber in Grenzen und ist nicht mit den Preisen vergleichbar, die man bei kommerziellen Sportanbietern zahlen muss.

Exotisch ist es in diesem Semester im Bereich Tanz. Zum ersten Mal bietet der Hochschulsport „Kizomba“ an – ein packender Tanz, der aus dem traditionellen Semba mit Einflüssen aus dem karibischen Zouk und dem argentinischen Tango entstanden ist. Kizomba, das auf Kimbundu, einer der angolanischen Bantusprachen, „Party“ bedeutet, verbindet afrikanische Rhythmen mit einem Hauch Sinnlichkeit. Der etwas langsamere Rhythmus von Kizomba zeichnet sich durch eine große Freiheit in der Schrittkombination aus, die vielfältige Improvisation ermöglicht und den Dialog zwischen den Tanzpartnern bereichert.

Das Angebot in der Kategorie Gesundheitssport wird diesen Winter durch „Achtsamkeitstraining“ und „Progressive Relaxation“ ergänzt. „Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren“, wirbt der Hochschulsport. Bei der „Progressiven Relaxation“ lernen die Teilnehmer, über gezieltes An- und Entspannen von Muskelgruppen ihre Körperwahrnehmung zu verbessern und Stress abzubauen. Selbstverständlich hat der Hochschulsport aber auch wieder die Klassiker im Programm: Fitnesskurse wie „Bauch Beine Po“ oder „Fit for Fun“, zu denen oft mehrere Hundert Teilnehmer kommen, sowie Ballsportarten wie Basketball und den stets beliebten „Uni-Cup“, ein Fußballturnier von Studentenmannschaften, die über das gesamte Wintersemester hinweg den Universitätsmeister ausspielen.

Ute von Figura

Das Programm des Heidelberger Hochschulsports findet man im Internet unter: www.hochschulsport.issw-hd.de. Dort kann man sich auch online für die anmeldungspflichtigen Kurse registrieren. Hochschüler müssen bei Teilnahme ihren aktuellen Studierendenausweis (plus Lichtbildausweis) vorlegen. In die Kurse mitzubringen sind außerdem Sportkleidung, für die Halle saubere Sportschuhe sowie ein Handtuch für die Fitnessveranstaltungen.