Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Über 7000 Beratungen und 1000 Kursteilnehmer

Vor fünf Jahren hat die Graduiertenakademie der Universität Heidelberg ihre Arbeit aufgenommen. Die Beratungs- und Seminarangebote dieser Serviceeinrichtung erfreuen sich seitdem steigender Nachfrage unter den Doktorandinnen und Doktoranden. Und als Teilprojekt der Exzellenzinitiative ist die Graduiertenakademie ein zentraler Baustein der Nachwuchsförderung an der Ruperto Carola (Foto: Universität Heidelberg).

Ob Projektmanagement, Präsentationstechniken oder Sprachkurse, ob Fragen der Finanzierung, die für ausländische Doktoranden wichtige Hilfestellung beim Umgang mit Visa-Angelegenheiten oder Hürden im Universitätsalltag: Die Graduiertenakademie unterstützt Promovierende aller Disziplinen in nahezu allen überfachlichen Angelegenheiten, die mit der Abfassung einer Doktorarbeit zusammenhängen.

„Die Nachfrage ist sehr groß“, bestätigt Geschäftsführerin Dr. Heidrun Kugeler: „Seit dem Ausbau der Graduiertenakademie im Zuge der Exzellenzinitiative haben wir über 7000 Beratungen vorgenommen. Mehr als 1000 Doktoranden haben zudem an unseren Seminaren zur Vermittlung von berufsrelevanten Zusatzqualifikationen teilgenommen.“

Eine von ihnen ist Pille Link. Die Diplom-Biologin aus Estland, die über die Graduiertenakademie auch ein Stipendium für ein Teaching Assistantship erhalten hat, nahm bereits an mehreren Workshops teil wie beispielsweise zum wissenschaftlichen Schreiben. „Solche Weiterbildungsmöglichkeiten werden im Fachstudium kaum angeboten; mithilfe der Graduiertenakademie konnte ich wichtige Zusatzqualifikationen erwerben, die mir bei meiner weiteren beruflichen und akademischen Karriere weiterhelfen werden“, ist sich Pille Link sicher, die am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) an ihrer Dissertation arbeitet.

Eine Servicestelle allein soll die Graduiertenakademie allerdings nicht sein. Dr. Joachim Gerke, Leiter des Dezernats Internationale Angelegenheiten und Administrativer Direktor der Graduiertenakademie, erklärt: „Ein Kuratorium mit Mitgliedern aus verschiedenen Fächern und Statusgruppen bespricht Grundsatzfragen der Doktorandenausbildung, berät die Gremien der Universität und arbeitet universitätsweit geltende Qualitätsstandards für die Promotionsphase aus.“

Die Pläne zur Gründung der Akademie gehen auf die im Jahr 2005 vom Senat verabschiedete „Leitende Empfehlung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“ zurück. Damit gehört zu ihren Zielen auch die Förderung von strukturierten Doktorandenprogrammen, gerade in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern. Die dort vorrangig verbreitete Individualbetreuung soll weiterhin erhalten bleiben, doch konnten mithilfe der Graduiertenakademie inzwischen mehrere Promotionskollegs aufgebaut werden.

Oliver Fink

www.graduateacademy.uni-heidelberg.de