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Wie die Haut Immunreaktionen des Körpers steuert

Pressemitteilung Nr. 117/2018
8. Oktober 2018
Sechste Veranstaltung der Reihe „Überlebensstrategien“ mit dem Dermatologen Alexander Enk
Double Brain Shutterstock

Abbildung: Shutterstock.com / Double Brain

Mit der Haut als eigenständigem Immunorgan und der Frage, wie Botenstoffe in der Haut Entzündungen und Allergien verhindern können, beschäftigt sich die nächste Veranstaltung der Reihe „Überlebensstrategien“. Über die wichtigsten zwei Quadratmeter des menschlichen Körpers sprechen Prof. Dr. Alexander Enk, Ärztlicher Direktor der Hautklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, und Forschungslaborleiter Prof. Dr. Karsten Mahnke. Getragen wird die Veranstaltungsreihe von den Sonderforschungsbereichen der Universität Heidelberg, in denen zentrale Fragen der molekularen Lebenswissenschaften bearbeitet werden; sie ist ein gemeinsames Projekt mit der Rhein-Neckar-Zeitung. Die Veranstaltung „Haut“ findet am 11. Oktober 2018 im Karlstorbahnhof statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Wie überleben Lebewesen – vom Einzeller über Pflanzen und Tiere bis zum Menschen – unter widrigen Umständen und schwierigen Bedingungen? Mit der Reihe „Überlebensstrategien“ suchen die lebenswissenschaftlichen Forscher der Universität Heidelberg das Gespräch mit der breiten Öffentlichkeit und haben dazu ein besonderes Format gewählt: Im Karlstorbahnhof in entspannter Lounge-Atmosphäre führen sie in ausgewählte Fragestellungen, Methoden und langfristige Ziele der molekularen Lebenswissenschaften ein. Redakteure der RNZ-Stadtredaktion gestalten die Gesprächsführung: Ihre Fragen und Perspektiven bilden die Brücke zum Publikum, das in den Dialog einbezogen wird. Die sieben weiteren Veranstaltungen der Reihe mit musikalischer Begleitung durch Mitglieder des Collegium Musicum finden bis zum Juli 2019 jeden zweiten Donnerstag des Monats statt.

Alexander Enk ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs/Transregio „Die Haut als Sensor und Initiator von lokalen und systemischen Immunreaktionen“ (SFB/TRR 156), der von den Universitäten Heidelberg, Mainz und Tübingen getragen wird. Wie der Wissenschaftler erläutert, wird die Haut heute längst nicht mehr nur als mechanische Barriere und Thermoregulationsorgan angesehen. Als eigenständiges Immunorgan beeinflusst es nicht nur die lokale Abwehr von Krankheitserregern, sondern ist auch für die Steuerung von Immunreaktionen des Körpers verantwortlich. In seinem Vortrag wird Prof. Enk erläutern, was am SFB/TRR 156 erforscht wird und welche Ziele mit den Forschungsarbeiten verbunden sind. Einen Einblick in eines der Teilprojekte gibt Prof. Mahnke. Dabei geht es um die Wirkung eines bestimmten Botenstoffes, der von Hautzellen produziert wird. Die Einführung und Moderation der Veranstaltung übernimmt Anica Edinger von der RNZ-Stadtredaktion.

SFBs sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während Sonderforschungsbereiche in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines SFB gefördert werden, behandeln eine übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren. An der Universität Heidelberg sind aktuell zwölf Sonderforschungsbereiche und SFB/Transregios mit lebenswissenschaftlichen Fragestellungen angesiedelt; eine weitere Initiative ist in Vorbereitung. Beteiligt sind Forscherinnen und Forscher aus den beiden Medizinischen Fakultäten, den Biowissenschaften, der Chemie und der Physik sowie Wissenschaftler aus den Partnereinrichtungen vor Ort und in der Region. Das Spektrum der Forschungsthemen reicht von Stammzellen und chronischem Schmerz über Hepatitis-Viren und Leberkrebs bis hin zur Haut als Sensor für Immunreaktionen. Über alle Disziplinen hinweg gibt es an der Universität Heidelberg derzeit 22 Sonderforschungsbereiche und Transregio-Verbünde.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 09.10.2018
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