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Forschungsdaten zugänglich machen

30. März 2015

Serviceeinrichtung der Universität Heidelberg unterstützt Wissenschaftler in der technischen Umsetzung

Das neue Kompetenzzentrum Forschungsdaten bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Heidelberg zentrale Dienste und Beratungsangebote zum Management ihrer Forschungsdaten. Von der Entwicklung von Datenmanagementplänen im Rahmen von Projektanträgen über technische Plattformen zur Unterstützung bei der aktiven Datenbearbeitung bis hin zu Lösungen für die dauerhafte Archivierung und Open-Access-Publikation reicht das Dienstleistungsspektrum dieser gemeinsamen Serviceeinrichtung von Universitätsbibliothek (UB) und Universitätsrechenzentrum (URZ). Herzstück ist das Online-Portal HeiDATA. Dort sind bereits mehr als 30 Datensätze aus sieben Fakultäten der Ruperto Carola erreichbar.

„Die Erhebung, Verarbeitung und Auswertung von Daten ist ein zentrales Arbeitsfeld für fast jeden Wissenschaftler, unabhängig davon, ob man als Naturwissenschaftler experimentelle Messergebnisse analysiert, als Soziologe Umfragedaten auswertet oder als Geisteswissenschaftler digitalisierte Texte und Bildmaterial annotiert“, betont Dr. Jochen Apel von der UB Heidelberg. In HeiDATA finden sich beispielsweise biophysikalische Daten zur Faltung von Chromosomen, Daten Heidelberger Wirtschaftswissenschaftler aus Experimenten mit Probanden zum Einfluss von Zeitdruck auf die Risikofreudigkeit bei ökonomischen Entscheidungen oder auch archäologische Grabungsdaten zur römisch-kaiserzeitlichen Keramik in der Region Ostwestfalen. „Ziel ist es, Daten über einzelne Forschungsprojekte hinaus zu archivieren und für die weitere Forschung nachnutzbar zu machen. Dafür stellen wir eine technische Infrastruktur bereit“, erläutert Jonas Kratzke, Ansprechpartner für das Kompetenzzentrum Forschungsdaten auf Seiten des URZ.

Die Angebote des Kompetenzzentrums flankieren die neuen universitären Richtlinien zum Management von Forschungsdaten, die die Universität im Rahmen ihrer Research Data Policy im Juli 2014 verabschiedet hat. Durch beide Maßnahmen greift die Universität Heidelberg eine internationale Entwicklung auf, die das systematische und strukturierte Management von Forschungsdaten zur Nutzung dieser Potentiale stärker in den Blick nimmt. Die langfristige Archivierung von Forschungsdaten ist nicht zuletzt Voraussetzung für die prinzipielle Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse. Zentrale Fördereinrichtungen wie die Europäische Kommission oder die Deutsche Forschungsgemeinschaft fordern Datenmanagementpläne von Antragstellern ein und etliche renommierte Journals erwarten, dass auch die Forschungsdaten zu den bei ihnen publizierten Artikeln veröffentlicht werden.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 30.03.2015
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