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Energiesparende Leuchten lassen Versuchspflanzen besser wachsen

20. Januar 2015

Beleuchtung im COS-Forschungsgewächshaus wurde auf LED-Einheiten umgestellt

Filmplakat
Neue Zusatzbeleuchtung im Gewächshaushbereich des COS Heidelberg (Gebäude INF 360) mit den Versuchspflanzen Tabak und Mais.

Auch die Pflanzen im Forschungsgewächshaus des Centre for Organismal Studies Heidelberg (COS) sind jetzt Teil einer Energiesparmaßnahme. Seit einigen Monaten werden die Versuchspflanzen im Gewächshausbereich des COS mit energiesparenden LED-Einheiten beleuchtet. „Diese Umstellung der früher sehr energieintensiven Zusatzbeleuchtung spart nicht nur Energie und damit auch Kosten. Es hat sich zudem gezeigt, dass die Pflanzen unter der neuen LED-Beleuchtung sogar deutlich besser wachsen“, erklärt Dr. Steffen Greiner von der COS-Abteilung „Molekulare Physiologie der Pflanzen“. Damit verbessert sich die Anzucht von Versuchspflanzen, während zugleich mehr als 60 Prozent des bisherigen Energieverbrauchs eingespart werden. Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative werden über eine öffentliche Förderung von Klimaschutzprojekten 40 Prozent der Projektkosten vom Bundesumweltministerium getragen.

Vor der Umstellung auf die LED-Einheiten, die vom Energiebeauftragten der Ruperto Carola, Vladimir Slednev, betreut wurde, wurden 110 unterschiedliche Hochdrucklampen mit einer Leistung zwischen 250 und 500 Watt sowie 150 Leuchtstofflampen mit einer Gesamtleistung von rund 42.000 Watt eingesetzt. Wegen der notwendigen langen Beleuchtungszeiten in dem Gewächshausbereich kam so ein Jahresstromverbrauch von rund 183.000 Kilowattstunden zusammen. Um beim Austausch der Lampen keine negativen Auswirkungen auf die wissenschaftliche Arbeit zu riskieren, wurden nur LEDs verwendet, die Licht von photosynthetisch aktiven Wellenlängen abgeben, wie Steffen Greiner erläutert. Weitere Vorteile neben dem niedrigeren Energieverbrauch und dem besseren Pflanzenwachstum liegen in der Langlebigkeit der LED-Einheiten, die eine Lebensdauer von etwa zwölf Jahren haben. Durch die neue Beleuchtung entsteht außerdem weniger Wärme, so dass auch weniger Kühlleistung nötig ist. Nach den Worten von Vladimir Slednev kann die Zusatzbeleuchtung außerdem dynamisch an das vorhandene Tageslicht angepasst werden.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 20.01.2015
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