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Dr. Roland Prien
Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorasiatische Archäologie
Telefon (06221) 54-2544, roland.prien@zaw.uni-heidelberg.de

 
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Ausstellung: Pannoniens spätantikes Erbe

Archäologische Funde aus Ungarn sind im Universitätsmuseum Heidelberg zu sehen

Poster Sommerparty
Scheibenfibel mit christlicher Ornamentik aus dem Horreum-Gräberfeld in Keszthely-Fenékpuszta. Gewandnadeln dieser Arten wurden vermutlich während einer Pilgerfahrt erworben und als Andenken daran getragen.

Archäologische Funde aus einer der wichtigsten Grabungsstätten in Ungarn, der 15 Hektar großen Befestigung von Keszthely-Fenékpuszta am Westrand des Plattensees, zeigt das Universitätsmuseum Heidelberg. Die Ausstellung mit dem Titel „Pannoniens spätantikes Erbe“ wird bis zum 16. Oktober 2010 zu sein. Die Exponate, die insbesondere in Gräbern entdeckt wurden, umfassen den Zeitraum von der Erbauung der Festung in der damaligen römischen Provinz Pannonien im 4. Jahrhundert bis zur Eroberung der Region durch die Karolinger am Ende des 8. Jahrhunderts.

Neben Exponaten aus den Grabungen bieten Gesichtsrekonstruktionen und Gebäudemodelle sowie Bild- und Filmmaterial dem Besucher Einblicke in eine durch römische, germanische und steppennomadische Einflüsse geprägte Epoche, die das östliche Mitteleuropa nachhaltig geprägt hat. „Die Fundstücke zeugen von einer Bevölkerung mit spätantik-christlichen Traditionen, die den Stürmen der Völkerwanderungszeit widerstand und enge Kontakte zur mediterranen Welt unterhielt“, erläutert Dr. Roland Prien vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie der Universität Heidelberg, das an den Grabungen in Ungarn beteiligt war.



Universitätsmuseum Heidelberg, Grabengasse 1, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr (im Oktober bis 16 Uhr).

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 11.07.2014