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Veranstaltungsort

Marsilius-Kolleg,
Im Neuenheimer Feld 130.1
69120 Heidelberg
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Wegbeschreibung
Parkhäuser stehen im Klinikumsbereich oder am Zoo in Laufnähe zur Verfügung.

 
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Organisatoren

Maximilian von Heyden ist Sozialpädagoge und Gesundheitswissenschaftler mit Schwerpunkt Präventionsforschung. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die Weiterentwicklung des Lebenskompetenz- und Präventionsprogramms REBOUND, die Vermittlung von Qualitätsstandards in der Suchtprävention (EDPQS, UPC Adapt), und die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied von FINDER, einer gemeinnützigen Organisation in Berlin, die Weiterbildung und Forschung im Schnittfeld von Prävention und Bildung durchführt. Autor und Herausgeber diverser Publikationen.

Sascha Lieneweg schloss nach dem Studium der Politikwissenschaft, Geographie, Germanistik und Erziehungswissenschaft im Jahr 2010 mit dem Titel Master of Arts den Studiengang Schulmanagement an der Technischen Universität Kaiserslautern ab. Danach bildete er sich als Systemischer Coach am Helm-Stierlin Institut in Heidelberg weiter. Er entwickelte das Lebenskompetenzprogramm REBOUND mit und arbeitet zurzeit als Referent für Qualitätsentwicklung und Evaluation am Landesinstitut für Schulentwicklung mit Tätigkeiten als Coach, Supervisor und Projektleiter. Gleichzeitig ist er Lehrbeauftragter am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg.

Prof. Dr. Monika Buhl vertritt am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg eine  Bildungsforschung, die in Theorie und Praxis die individuellen und institutionellen Entwicklungsfragen der Schule untersucht. Das sind Fragen nach der Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen im Kontext der Organisation Schule und anderer Bildungsinstitutionen. Darüber hinaus ist sie als pädagogische Expertin für den Deutschen Schulpreis tätig und engagiert sich in der Region Süd für die Deutsche Schulakademie.

 

Unterstützt und begleitet wird das hier vertretene Netzwerk durch die Junge Universität, namentlich Dr. Jörg Kraus.

 

In Zusammenarbeit mit der Heidelberg School of Education (HSE), einer gemeinsamen hochschulübergreifenden Einrichtung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität Heidelberg. Die HSE wird auf dem Fachtag vertreten sein und ihre Angebote für Lehrer/innen und Studierende vorstellen.

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Newsletter

Der Newsletter für Lehrer, Erzieher, Multiplikatoren und Interessenten informiert über Weiterbildungsangebote, Workshops und Veranstaltungen für Schulklassen.

 

REBOUND Fachtag am 7.11.2018

Thema: Gesunde Schule, achtsame Schule? - Impulse für eine neue Schulkultur

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Foto: Finder-Akademie e. V.

Wie kommen wirkungsvolle Gesundheitsförderung und Prävention in die Schule?
Und wie gelingt es, dass dieser Prozess nicht nur den Schülerinnen und Schülern, sondern allen Beteiligten zugutekommt? Die jüngere Geschichte der schulischen Gesundheitsförderung und Prävention ist eigentlich eine erfreuliche. Mit der Verabschiedung des Präventionsgesetzes im Jahr 2015 wurde eine wegweisende Voraussetzung geschaffen, um deren Förderung finanziell abzusichern und strukturell zu verankern. Vielerorts jedoch müssen politischer Anspruch und gelebte Wirklichkeit erst noch zueinander finden. Wie könnte es auch anders sein auf einem Terrain, das für viele noch Neuland ist? Wir fragen daher danach, welche Instrumente und Ressourcen es gibt, um diesen Transformationsprozess zu gestalten. Neben fachlichen Impulsen aus gelingender Praxis strebt der in Kooperation von FINDER e.V., der Jungen Universität und dem Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg veranstaltete Fachtag nach der Erarbeitung konkreter Lösungen und Ansatzpunkte auf dem Weg zur guten, gesunden Schule. In einer solchen Schule sind Strukturen entwickelt worden, die Beziehung, Partizipation und Achtsamkeit ermöglichen und den Austausch aller am schulischen Leben Beteiligten fördern.

 

 

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Foto: Finder-Akademie e. V.

Der Rebound Fachtag dient dem Austausch im regionalen Netzwerk, das hierzu entstanden ist. Zum ersten Teil des Tages laden wir insbesondere jene ein, die REBOUND an ihren Schulen durchführen. Weitere Interessenten sind gerne willkommen. Neuheiten des Programms werden vorgestellt und die Weiterentwicklungswünsche der Schulen aufgegriffen. In den Workshops werden diese vor Ort weiter konzipiert und entwickelt.
Am Nachmittag wollen wir zentrale Themen in einem erweiterten Netzwerk diskutieren: Achtsamkeit und gesunde Schule sind sicherlich für viele Sozialarbeiter, Psychologen und Lehrer in der Schule und im schulischen Umfeld von Bedeutung. Hierzu konnten wir Vera Kaltwasser aus Frankfurt als prominente Vertreterin des Themas gewinnen. In vier Workshops werden die Themen mit Beispielen aus der Praxis vertieft. Ziel des Fachtages ist es, für „Einsteiger“ die gangbaren Wege aufzuzeigen und „Fortgeschrittene“ in ihrer Haltung und Herangehensweise zu stärken und allen Teilnehmern einen erweiterten Erfahrungsraum zur Verfügung zu stellen. Studierende am Institut für Bildungswissenschaft sind in die Vorbereitung eingebunden. Der Fachtag hält ein Kontingent an Plätzen für interessierte Studierende aus allen Fachbereichen bereit.

 

 

Was ist REBOUND?
REBOUND stärkt die Risikokompetenz bei Jugendlichen und reicht in seiner Methodik weit in die Organisationsentwicklung hinein. Es ist ein wissenschaftlich fundiertes und praxiserprobtes Programm zur Prävention des Missbrauchs von Alkohol und anderen Drogen in der Schule und in der Jugendarbeit. Die Entwicklung an der Universität führte zur Gründung der Finder-Akademie, die nach wie vor mit der Jungen Universität und dem Institut für Bildungswissenschaft verbunden ist.
REBOUND fördert die Entwicklung wichtiger Sozial- und Selbstkompetenzen (insbesondere Risikokompetenz) von jungen Menschen ab 14 Jahren und trägt nachweisbar zu einem weniger riskanten Umgang mit Alkohol und Drogen bei. Darüber hinaus unterstützt es bei der erfolgreichen Bewältigung alterstypischer Entwicklungsaufgaben am Übergang zum Erwachsenenalter.
Hierzu gibt das Programm zwei wesentliche Impulse:

1. Den REBOUND Kurs, der selbstständig von Lehrer*innen und Professionellen der Sozialen Arbeit an Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe durchgeführt wird.
2. Instrumente zur Schaffung einer gesundheitsförderlichen Lebenswelt, dem Einbezug von Peer-Mentoren und der Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten (Schul- und
Organisationsentwicklung)

Weitere Informationen: https://finder-akademie.de/rebound/

Programm am 7.11.2018:

Vormittag: REBOUND Fachtag (für weitergebildete REBOUND Kursleiterinnen und Schulleitungen der REBOUND-Schulen sowie offen für alle Interessenten)

9.00 – 09.15 Begrüßung

9.15 – 09.45 Was gibt es Neues im REBOUND-Programm?

PAUSE

10.00 – 11.30 Open Space - Erfahrungen, Schwierigkeiten, Austausch

11.45 – 13.00 Open Space - REBOUND 2.0

PAUSE

Nachmittag: Gesunde Schule, achtsame Schule? - Wirksame Impulse für eine neue Schulkultur

14.00 – 14.30 Eröffnung Prof. Dr. Monika-Buhl (IBW, Universität Heidelberg), Sascha Lieneweg u. Maximilian von Heyden (IBW und FINDER e.V.)

14.30 – 15.15 Keynote von Vera Kaltwasser: „Das Potential der Achtsamkeit im pädagogischen Kontext“

15.15 – 15.45 Diskussion und Austausch

PAUSE

16.15 - 17.45 Uhr
Workshop 1: Vera Kaltwasser: Achtsamkeit in der Schule
Workshop 2: Christoph Schneider: Beziehungslernen in der Schule
Workshop 3: Dr. Markus Hänsel: Entwicklung von Mensch und Organisation auf Augenhöhe
Workshop 4: Sascha Lieneweg und Maximilian von Heyden: Gesundheitspädagogik im Zentrum von Schulentwicklung: Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zur "guten und gesunden" Schule

PAUSE

18.00 – 18.30 Austausch im Plenum und abschließende Worte 

Zur Anmeldung zum REBOUND Fachtag

 

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Keynote - Vera Kaltwasser:

Das Potential der Achtsamkeit im pädagogischen Kontext
Die Haltung der Achtsamkeit auf der einen Seite und die jüngsten Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung über die Bedeutung der Emotionen auf der anderen erschließen einen grundlegenden Bereich der Bildungsarbeit, der noch wenig entwickelt ist, der aber gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen der Reizüberflutung und Virtualisierung dringend praktisch gestaltet und theoretisch fundiert werden muss.

Wie kann es gelingen, dass Kinder und Jugendliche lernen, ihre Selbstwahrnehmung zu verfeinern und ihre Impulskontrolle zu stärken?
Vera Kaltwasser spricht in ihrem Vortrag über das Potential der Achtsamkeit im Bildungsprozess und über praktische Umsetzungswege in der Lehrerfortbildung und im schulischen Unterricht, für den sie das Rahmencurriculum AISCHU – Achtsamkeit in der Schule – entwickelt hat, das bislang mit zwei wissenschaftlichen Studien beforscht wurde.
In den täglichen Unterricht integriert bekommen die Schüler/innen mit den einzelnen Elementen von AISCHU die Gelegenheit, kontinuierlich ihre Selbstwahrnehmung zu schulen und Bewältigungsstrategien für Stress-Situationen einzuüben und ihre Emotionen zu regulieren.
Altersgerechte psychoedukative Lerneinheiten vermitteln Wissen über den Organismus, über Stressphysiologie und Einflussmöglichkeiten zur Selbstberuhigung. Erfahrungsaustausch und achtsamer Dialog schulen die Fähigkeit, sich aufeinander zu beziehen und einander besser zu verstehen. Kreativitätsförderung ist ebenfalls Teil des Curriculums in den musischen Fächern Kunst, Musik, Theater.

Grundlage für die Vermittlung der Haltung der Achtsamkeit ist eine fundierte Ausbildung von Lehrer/innen, die seit einigen Jahren im Rahmen von Weiterbildungsformaten möglich ist (u.a. staatliche Schulämter Hessen, Landesinstitut für Schulentwicklung Hamburg).

(Literatur: u.a. „Praxisbuch Achtsamkeit in der Schule, Selbstregulation und Beziehungsfähigkeit als Basis von Bildung“, Beltz 2016)

 

Workshopbeschreibungen:


Workshop 1  „Achtsamkeit in der Schule“ (Vera Kaltwasser)
Die Teilnehmer/innen bekommen in dem Workshop Gelegenheit, erfahrungsorientiert am eigenen Leib Achtsamkeitsübungen zu erproben und ihre Wirkung zu erleben.

Zur Referentin:
Vera Kaltwasser, OStR, Theaterpädagogin, Autorin, MBSR-Lehrerin (Mindfulness-Based-Stress-Reduction, USA), Lehrercoaching nach Prof. Dr. J. Bauer


Workshop 2 „Beziehungskompetenz von Lehrkräften stärken – Lehrer-Schüler-Beziehungen professionell und ressourcenorientiert gestalten“ (Christoph Schneider)
Alle finden es wichtig, aber nirgends kann man es lernen! Für eine gute, gesunde Schule wie auch für das Lernen der Schülerinnen und Schüler sind gelingende Lehrer-Schüler-Beziehungen von zentraler Bedeutung – darüber besteht große Einigkeit, und doch gibt es kaum Möglichkeiten für Lehrkräfte, sich in diesem Bereich fortzubilden.
Im Workshop soll eine in Hamburg durchgeführte Fortbildung zur Stärkung der Beziehungskompetenz von Lehrkräften vorgestellt werden, indem einige Elemente dieser Fortbildung durchgeführt und gemeinsam reflektiert werden.
Austausch und Diskussion kann es dabei u.a. zu den folgenden Fragen geben: Wie kann ich als Lehrkraft gleichzeitig professionell und authentisch-persönlich in Beziehung zu meinen Schülerinnen und Schülern treten? Welche Werte leiten mich/ Welche Werte vertrete ich im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen? Auf welche Weise kann ich einen stärker an Ressourcen und weniger an Defiziten orientierten Blick entwickeln und einüben?


Zum Referenten:
Christoph Schneider, Studium der Geschichte, Germanistik und Romanistik, ist Mediator und Coach, im Hauptberuf aber Gymnasiallehrer an der Brecht-Schule Hamburg und dort auch stellvertretender Schulleiter des Abendgymnasiums. Gemeinsam mit einer Kollegin hat er die Fortbildungsreihe „Lehrer-Schüler-Beziehungen gelingend gestalten“ entwickelt und führt diese mit Lehrkräften in Hamburg durch.

 

Workshop 3 „Entwicklung von Mensch und Organisation auf Augenhöhe“ (Markus Hänsel)
In jeder Organisation ist selbstinitiierte und selbstgesteuerte Veränderung und Innovation eine große Herausforderung. Sie muss sich parallel zum Arbeitsalltag, ohne zusätzliche Ressourcen und manchmal abseits der formellen Hierarchie entwickeln. Achtsamkeit für das Wesentliche im Alltäglichen, für die Notwendigkeit von guter Kommunikation und Vernetzung sowie ein wertschätzender Umgang aller Beteiligten auf Augenhöhe sind dabei entscheidende Ressourcen und Kompetenzen.
Die Film-Dokumentation „Augenhöhe-macht-Schule“ zeigt lebendige Beispiele unterschiedlicher Schulen, die sich auf einen selbstgesteuerten Weg abseits des Mainstreams begeben haben, um ihre Werte und Überzeugungen zu wirksamem und gutem Lernen und Lehren in der Schule umzusetzen. Die Impulse sollen kein Idealbild zimmern, sondern die eigene Reflektion, kollegiale Diskussion und Initiative anregen. Ziel ist es, mit den Teilnehmenden in den Dialog zu kommen, was in Schulen sinnstiftende Innovation darstellt und wie solche Veränderungen initiiert, umgesetzt und getragen werden können.


Zum Referenten:
Dr. Markus Hänsel, Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie, wissenschaftliche Arbeit und Promotion am Institut für Medizinische Psychologie der Universität Heidelberg. Seit 2000 selbstständig im Bereich Organisationsentwicklung, Weiterbildung und Coaching.

 

Workshop 4 „Gesundheitspädagogik im Zentrum von Schulentwicklung: Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zur "guten und gesunden" Schule “ (Sascha Lieneweg und Maximilian von Heyden)
Die Kultusministerkonferenz hat bereits 2012 Gesundheitsförderung und Prävention zum integralen Bestandteil von Schulentwicklung erklärt. Doch welche Instrumente gibt es, um den Präventionsbedarf einer Schule zu bestimmen? Nach welchen Kriterien sollten Programme ausgewählt und eingeführt werden? Wie kann die Einführung von Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogrammen zum Ausgangspunkt einer erfolgreichen Schulentwicklung gemacht werden? Im Workshop sollen diese Fragen thematisiert, Beispiele gezeigt und über Erfahrungen in diesem Themenbereich gesprochen werden.


Zu den Referenten:
Eine Referentenbeschreibung finden Sie in der rechten Spalte unter der Überschrift „Organisatoren“.


 

Impressum: Redaktion Forschung
Letzte Änderung: 20.09.2018
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