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REBOUND Fachtag
am 06.11.2019

 
Veranstaltungsort

Marsilius-Kolleg,
Im Neuenheimer Feld 130.1
69120 Heidelberg
Lageplan
Wegbeschreibung
Parkhäuser stehen im Klinikumsbereich oder am Zoo in Laufnähe zur Verfügung.

 
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Organisatoren

Maximilian von Heyden ist Sozialpädagoge und Gesundheitswissenschaftler mit Schwerpunkt Präventionsforschung. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die Weiterentwicklung des Lebenskompetenz- und Präventionsprogramms REBOUND, die Vermittlung von Qualitätsstandards in der Suchtprävention (EDPQS, UPC Adapt), und die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied von FINDER, einer gemeinnützigen Organisation in Berlin, die Weiterbildung und Forschung im Schnittfeld von Prävention und Bildung durchführt. Autor und Herausgeber diverser Publikationen.

Sascha Lieneweg schloss nach dem Studium der Politikwissenschaft, Geographie, Germanistik und Erziehungswissenschaft im Jahr 2010 mit dem Titel Master of Arts den Studiengang Schulmanagement an der Technischen Universität Kaiserslautern ab. Danach bildete er sich als Systemischer Coach am Helm-Stierlin Institut in Heidelberg weiter. Er entwickelte das Lebenskompetenzprogramm REBOUND, arbeitete als Referent für Qualitätsentwicklung und Evaluation am Landesinstitut für Schulentwicklung und unterstützt Schulen bei der Schulentwicklung als Supervisor und/oder Projektleiter. Gleichzeitig ist er Lehrbeauftragter am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg und ist derzeitig hauptberuflich Schulleiter der Elsenztalschule in Bammental.

Prof. Dr. Monika Buhl vertritt am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg eine  Bildungsforschung, die in Theorie und Praxis die individuellen und institutionellen Entwicklungsfragen der Schule untersucht. Das sind Fragen nach der Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen im Kontext der Organisation Schule und anderer Bildungsinstitutionen. Darüber hinaus ist sie als pädagogische Expertin für den Deutschen Schulpreis tätig und engagiert sich in der Region Süd für die Deutsche Schulakademie.

 

Unterstützt und begleitet wird das hier vertretene Netzwerk durch die Junge Universität, namentlich Dr. Jörg Kraus.

 

In Zusammenarbeit mit der Heidelberg School of Education (HSE), einer gemeinsamen hochschulübergreifenden Einrichtung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität Heidelberg. Die HSE wird auf dem Fachtag vertreten sein und ihre Angebote für Lehrer/innen und Studierende vorstellen.

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Newsletter

Der Newsletter für Lehrer, Erzieher, Multiplikatoren und Interessenten informiert über Weiterbildungsangebote, Workshops und Veranstaltungen für Schulklassen.

 

REBOUND Fachtag am 6.11.2019

Thema:  Die gesunde Schule gestalten

REBOUND Fachtag

Foto: Finder-Akademie e. V.

Inwiefern hängen Bildungserfolg und Gesundheit miteinander zusammen - und wie kommen wirkungsvolle Gesundheitsförderung und Prävention nachhaltig in die Schule?

Das Netzwerk „Gesunde Schule Rhein-Neckar“ hat ausgehend von den Erfahrungen bei der Einführung des in Heidelberg entwickelten Präventionsprogramms REBOUND vielfältige Erfahrungen bei der Begleitung von Schulen und allen daran beteiligten Personen gesammelt. Wir fragen über das Programm hinaus, wie es gelingen kann, den Transformationsprozess hin zur guten und gesunden Schule zu gestalten. Neben fachlichen Impulsen aus gelingender Praxis strebt der Fachtag nach der Erarbeitung konkreter Lösungen und Ansatzpunkte.

Angesprochen sind alle an der gesundheitsorientierten Weiterentwicklung von Schulen und Jugendeinrichtungen interessierten Personen: Schulleiter*innen, Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen, Präventionskoordinator*innen, Gesundheitsamtsmitarbeiter*innen, Wissenschaftler*innen, Elternvertreter, Schüler*innen und Studierende.

 

REBOUND Fachtag

Foto: Finder-Akademie e. V.

Der Rebound Fachtag dient sowohl dem Austausch im regionalen Netzwerk, das hierzu entstanden ist, als auch der Weiterbildung. Vor Beginn des Fachtages laden wir insbesondere jene ein, die REBOUND an ihren Schulen durchführen. Weitere Interessenten sind gerne willkommen. Neuheiten des Programms werden vorgestellt und die Weiterentwicklungswünsche der Schulen aufgegriffen.

Um 11.00 Uhr wird der Fachtag mit einem Vortrag von Prof. Dr. Maike Rönnau-Böse eröffnet. Am Nachmittag werden zentrale Themen anhand praktischer Beispiele in verschiedenen Fokusgruppen vertieft.

Ziel des Fachtages ist es, für „Einsteiger“ die gangbaren Wege aufzuzeigen und „Fortgeschrittene“ in ihrer Haltung und Herangehensweise zu stärken und allen Teilnehmenden einen erweiterten Erfahrungsraum zur Verfügung zu stellen. Studierende am Institut für Bildungswissenschaft sind in die Vorbereitung eingebunden. Der Fachtag hält ein Kontingent an Plätzen für interessierte Studierende aus allen Fachbereichen bereit.

 

Programm am 6. November 2019:

9.00 – 10.45 Vorprogramm
  Austausch/Update im REBOUND-Netzwerk
   
11.00 – 11.15 Begrüßung
  durch Prof. Dr. Monika Buhl IBW, Universität Heidelberg und die Organisatoren v. Heyden u. Lieneweg (FINDER e.V.)
   
11.15 – 12.45 Vortrag
  von Prof. Dr. Maike Rönnau-Böse: Gesunde Schule - Konzepte, Kriterien und Bedeutung von Resilienz 
PAUSE  
14.00 – 15.30 Parallele Fokusgruppen (Beschreibung s.u.)
  Fokus 1: Maximilian von Heyden: Prävention als Baustein der gesunden Schule
  Fokus 2: Dr. Helga Breuninger: Beziehungslernen als Baustein der gesunden Schule
  Fokus 3: Sascha Lieneweg: Schulentwicklung als Baustein der gesunden Schule
  Fokus 4: apl. Prof. Dr. Gitta Reuner: Psychische Belastungen bei chronisch somatischen Erkrankungen
PAUSE  
16.00 – 17.45 Parallele Fokusgruppen (Beschreibung s.u.)
  Fokus 1: Maximilian von Heyden: Prävention als Baustein der gesunden Schule
  Fokus 2: Dr. Helga Breuninger: Beziehungslernen als Baustein der gesunden Schule
  Fokus 3: Sascha Lieneweg: Schulentwicklung als Baustein der gesunden Schule
  Fokus 4: apl. Prof. Dr. Gitta Reuner: Psychische Belastungen bei chronisch somatischen Erkrankungen
17.45 – 18.00 Austausch im Plenum und Ausklang

 

 

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Vortrag von Prof. Dr. Maike Rönnau-Böse: 

Gesunde Schule - Konzepte, Kriterien und Bedeutung von Resilienz

In den letzten Jahren wird bei der Förderung kindlicher Entwicklung der Blick zunehmend auf die Lebenskompetenzen und die seelischen Widerstandskräfte (Resilienz) gelegt. Es hat sich gezeigt, dass die gezielte Stärkung von Selbstwirksamkeit, Problemlösefähigkeiten und Bewältigungsstrategien, Kinder und ihre Familien im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen unterstützen können.
In dem Vortrag wird das Konzept der Resilienz näher erläutert und die Bedeutung für den pädagogischen Alltag in Schulen aufgezeigt. Dabei werden zum einen aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, zum anderen praxisrelevante Kriterien für eine resilienzfördernde Schule veranschaulicht. Diese beinhalten nicht nur Maßnahmen auf der Ebene der Schüler und Schülerinnen sowie Eltern, sondern berücksichtigen auch die Resilienz der Lehrerinnen und Lehrer und ist somit als Gesamtentwicklungsprozess der Organisation Schule zu verstehen.

Prof. Dr. Maike Rönnau-Böse ist Professorin und Studiengangsleitung für Pädagogik der Kindheit an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Resilienz und Gesundheitsförderung, Zusammenarbeit mit Eltern, Herausforderndes Verhalten in Kita und Grundschule sowie der personzentrierten Spieltherapie.

 

Beschreibungen zu den Fokusgruppen:

REBOUND Fachtag

Foto: Finder-Akademie e. V.

Fokus 1: Prävention als Baustein der gesunden Schule (Maximilian von Heyden)
Prävention und Gesundheitsförderung stehen im Mittelpunkt der gesunden Schule. Das in 163 Schulen und Jugendeinrichtungen eingeführte Lebenskompetenz- und Suchtpräventionsprogramm REBOUND wird mit interaktiven Übungen vorgestellt und dessen Potenzial für gesundheitsorientierte Schulentwicklungsprozesse reflektiert.

Zum Referenten:
Maximilian von Heyden - eine Referentenbeschreibung finden Sie in der rechten Spalte unter der Überschrift „Organisatoren“.

 

Fokus 2: Beziehungslernen als Baustein der gesunden Schule (Dr. Helga Breuninger)
Ohne gelingende Beziehungen kann es keine gesunde Schule geben. Der Workshop führt in das von der Helga Breuninger Stiftung
entwickelte Programm zum Beziehungslernen (Intus3) ein, und reflektiert dessen Potenzial für die Lehrer und Schülergesundheit.

Zur Referentin:
Dr. Helga Breuninger, Volkswirtin und promovierte Psychologin, hat die "Helga Breuninger Stiftung zur Förderung von Bildung und Erziehung" ins Leben gerufen. Sie baute ein eigenes Forschungsinstitut für schulische Lern- und Leistungsstörungen auf und gilt als Begründerin der "integrativen Lerntherapie". Im Mittelpunkt steht dabei die Erfahrung gelingender Beziehungen für Kinder und Jugendliche, welche durch eine ganzheitlich-intuitive Wahrnehmung von Seiten der Lehrpersonen gefördert werden kann.

 

Fokus 3: Schulentwicklung als Baustein der gesunden Schule (Sascha Lieneweg)
Wie kann ein bedarfsorientierter und die Lehrer, Eltern und Schüler einbeziehender Entwicklungsprozess hin zur guten, gesunden Schule gestaltet werden? Der Workshop stellt am Beispiel der Elsenztalschule Bammental die Herausforderungen und Lösungswege auf dem Weg zur gesunden Schule vor und lädt zur Diskussion eigener Erfahrungen ein.

Zum Referenten:
Sascha Lieneweg - eine Referentenbeschreibung finden Sie in der rechten Spalte unter der Überschrift „Organisatoren“.

 

Fokus 4: Psychische Belastungen bei chronisch somatischen Erkrankungen (apl. Prof. Dr. Gitta Reuner)
Ca. 20 % aller Kinder und Jugendlichen haben chronisch Krankheiten. Ein erheblicher Teil der Betroffenen hat zusätzlich psychische Probleme, die mittelbar oder unmittelbar damit zusammenhängen. Am häufigsten werden Depressionen, Ängste, aber auch Lernstörungen und Konzentrationsprobleme genannt. Wie ist die Bandbreite der Krankheitsbilder, gibt es Risikogruppen und vor allem: Welche Unterstützungsmöglichkeiten bieten Schulsystem, Medizin, Psychotherapie? Anhand von zahlreichen Fallbeispielen können wir uns mit einer interdisziplinären Perspektive diesen Fragen stellen.

Zur Referentin:
apl. Prof. Dr. Gitta Reuner war als Diplom-Psychologin viele Jahre am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg tätig und ist derzeit außerplanmäßige Professorin am Institut für Bildungswissenschaft. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und einer eigenen Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sowie zwischen klinischen Fragestellungen und erziehungswissenschaftlichen Themen.

 

 

Zum Hintergrund:

Wie kommen wirkungsvolle Gesundheitsförderung und Prävention in die Schule?
Und wie gelingt es, dass dieser Prozess nicht nur den Schülerinnen und Schülern, sondern allen Beteiligten zugutekommt? Die jüngere Geschichte der schulischen Gesundheitsförderung und Prävention ist eigentlich eine erfreuliche. Mit der Verabschiedung des Präventionsgesetzes im Jahr 2015 wurde eine wegweisende Voraussetzung geschaffen, um deren Förderung finanziell abzusichern und strukturell zu verankern. Vielerorts jedoch müssen politischer Anspruch und gelebte Wirklichkeit erst noch zueinander finden. Wie könnte es auch anders sein auf einem Terrain, das für viele noch Neuland ist? Wir fragen daher danach, welche Instrumente und Ressourcen es gibt, um diesen Transformationsprozess zu gestalten. Neben fachlichen Impulsen aus gelingender Praxis strebt der in Kooperation von FINDER e.V., der Jungen Universität und dem Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg veranstaltete Fachtag nach der Erarbeitung konkreter Lösungen und Ansatzpunkte auf dem Weg zur guten, gesunden Schule. In einer solchen Schule sind Strukturen entwickelt worden, die Beziehung, Partizipation und Achtsamkeit ermöglichen und den Austausch aller am schulischen Leben Beteiligten fördern.


Was ist REBOUND?

REBOUND stärkt die Risikokompetenz bei Jugendlichen und reicht in seiner Methodik weit in die Organisationsentwicklung hinein. Es ist ein wissenschaftlich fundiertes und praxiserprobtes Programm zur Prävention des Missbrauchs von Alkohol und anderen Drogen in der Schule und in der Jugendarbeit. Die Entwicklung an der Universität führte zur Gründung der Finder-Akademie, die nach wie vor mit der Jungen Universität und dem Institut für Bildungswissenschaft verbunden ist.

REBOUND fördert die Entwicklung wichtiger Sozial- und Selbstkompetenzen (insbesondere Risikokompetenz) von jungen Menschen ab 14 Jahren und trägt nachweisbar zu einem weniger riskanten Umgang mit Alkohol und Drogen bei. Darüber hinaus unterstützt es bei der erfolgreichen Bewältigung alterstypischer Entwicklungsaufgaben am Übergang zum Erwachsenenalter.

Hierzu gibt das Programm zwei wesentliche Impulse:
1. Den REBOUND Kurs, der selbstständig von Lehrer*innen und Professionellen der Sozialen Arbeit an Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe durchgeführt wird.
2. Instrumente zur Schaffung einer gesundheitsförderlichen Lebenswelt, dem Einbezug von Peer-Mentoren und der Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten (Schul- und Organisationsentwicklung)

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage von FINDER e.V.

 

 

Impressum: Redaktion Forschung
Letzte Änderung: 06.11.2019
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