JÜDISCHE FRIEDHÖFE IM SAARLAND

 

Blieskastel

Saarpfalz-Kreis
ADRESSE: Klosterweg/gegenüber der Einmündung des Mariannenwegs (Parzelle 1391/1)
BELEGUNGSZEIT: 1690-
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 5-6
- Geschichte in Saarland 2004, S. 32-33
- Geschichte in Marx 1992, S. 136
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
- Geschichte in Homburg 1993, S. 118
BEMERKUNGEN:
- zentraler Begräbnisplatz für die Juden aus Blieskastel, Homburg, St. Ingbert, Gersheim, Zweibrücken, Webenheim und Medelsheim
- 1939/40 verwüstet
- 1945 wiederhergestellt
- Datierungen der Grabsteine gehen bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts zurück

 

Dillingen

Dillingen-Diefflen, Kreis Saarlouis
ADRESSE: Am Rande des Dillinger Waldes (heute Dieffler-/Dillingerstraße)
BELEGUNGSZEIT: 1755-
GRABSTEINE: circa 400
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 9-10
- Geschichte in Saarland 2004, S. 36-37
- Geschichte in Marx 1992, S. 118
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- Begräbnisstätte für alle Orte der Umgebung (Ausnahme Saarwellingen)
- 1852 vergrößert
- 1938 zerstört
- 1946 wiederhergestellt
- größter (nach Alemannia Judaica zweitgrößter) jüdischer Friedhof des Saarlandes

 

Gonnesweiler

Kreis St. Wendel
ADRESSE: Auf einer Anhöhe in Verlängerung der in der Ortsmitte beginnenden Seestraße in unmittelbarer Nähe des Bostalsees
BELEGUNGSZEIT: 1800-1935
GRABSTEINE: 21
(ursprünglich 60-70 Bestattungen)
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 11-12
- Geschichte in Saarland 2004, S. 38-39
- Geschichte in Marx 1992, S. 137
- Geschichte in Hochwald 1996, S. 164-166
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- in der NS- Zeit verschwanden viele Steine

 

Homburg

Saarpfalz-Kreis
ADRESSE: Auf der Nordseite des Schlossberges in der Nähe der Karlsberg-Brauerei, Zufahrt über die Karlsbergstraße, 30 Meter vor der Auffahrt zum Schlossberg links ab in die Friedhofstraße, östlich des Anwesens Nr. 11
BELEGUNGSZEIT: 1824-1973
GRABSTEINE: ca. 190
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 13-14
- Geschichte in Saarland 2004, S. 40-41
- Geschichte in Marx 1992, S. 136
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
- Geschichte in Homburg 1993, S. 118-120
BEMERKUNGEN:
- im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Verstorbenen in Blieskastel bestattet
- im Oktober 1845 und Ende der 1870er Jahre erweitert
- seit 1918 hat er seine bis heute bestehende Gestalt
- der möglicherweise älteste erhaltene Stein ist von 1823
- Ende 1934 wurde ein neuer Friedhof eingeweiht, auf dem aber nur eine Bestattung (Sigmund Hirsch) stattgefunden hat

 

Illingen

Kreis Neunkirchen
ADRESSE: Heisterstraße/Raßweilerweg; Zugang am Ende der Heisterstraße
BELEGUNGSZEIT: 1747-
GRABSTEINE: ca. 180
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 15-16
- Geschichte in Saarland 2004, S. 42-43
- Geschichte in Marx 1992, S. 118
-
Belegungsliste, Lageplan und Geschichte in Illingen 1980, S. 341-361
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- bis 1831 wurden hier auch Juden aus Neunkirchen, Ottweiler und Spiesen bestattet
- 1905 und 1923 erweitert
- 1938 zerstört
- 1939 Steine abgeräumt
- 1949 wiederhergestellt

 

Merzig

Kreis Merzig-Wadern
ADRESSE: unterhalb der Kreuzbergkapelle, begrenzt von den Straßen Am Kaisergarten und Am Kreuzberg bzw. an der Straße „Auf der Blätsch“
BELEGUNGSZEIT: 1770 (laut Alemannia Judaica kurz vor 1748 angelegt)-1978
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 17-19
- Geschichte in Saarland 2004, S. 44-45
- Geschichte in Marx 1992, S. 118; 131
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
- Geschichte in Merzig 1984, S. 137-140
BEMERKUNGEN:
- war auch zuständig für die Bestattungen aus Hilbringen und Brotdorf (4 Bestattungen aus Beckingen)
- 1904 und 1910 erweitert
- 1938 zerstört und weitgehend abgeräumt
- 1949 wiederhergestellt
- Ende Februar 2006 erneut geschändet und 16 Grabsteine umgeworfen
- hinter dem früheren Psychiatrie-Landeskrankenhauses, heute SHG-Klinikum Merzig, wurden die verstorbenen Patienten getrennt nach ihren Glaubensrichtung beigesetzt. Heute existiert hier nur noch ein Grab-/Gedenkstein für Mosche Merzig

 

Neunkirchen

Kreis Neunkirchen
ADRESSE: An der Herrmannstraße nördlich des Beckerwäldchens
BELEGUNGSZEIT: 1831-
GRABSTEINE: nur noch 10 historische Grabsteine erhalten; die anderen wurden nach 1945 ergänzt
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 19-20; S. 37-38
- Geschichte in Saarland 2004, S. 46-47
- Geschichte in Marx 1992, S. 131
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
- Geschichte in Neunkirchen 1978, S. 46-49
- Geschichte in Spiesen 1980, S. 39
BEMERKUNGEN:
- Gemeinschaftsfriedhof mit der jüdischen Gemeinde in Spiesen
- bis 1831 bestatteten Spiesen und Neunkirchen ihre Verstorbenen in Illingen
- in den 1880er Jahren erweitert
- 1938/39 verwüstet
- 1945 wiederhergestellt
- seit 1971 bereits zehn Mal geschändet

 

Ottweiler

Kreis Neunkirchen
ADRESSE:
BELEGUNGSZEIT: 1842-1935
GRABSTEINE: ca. 80
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 21-22
- Geschichte in Saarland 2004, S. 48-49
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
- Geschichte in Ottweiler 1989, S. 208-210
BEMERKUNGEN:
- bis 1842 wurden die Verstorbenen in Illingen beigesetzt
- 1938 verwüstet
- 1945 wiederhergestellt

 

Saarbrücken (Alter Friedhof)

Stadtverband Saarbrücken
ADRESSE: zwischen Moltke- und Graf-Simon-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1841 (ältester Grabstein)-
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 23-26
- Geschichte in Saarland 2004, S. 50-53
- Geschichte in Marx 1992, S. 118; 131
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- bis 1840 Bestattungen in Forbach

 

Saarbrücken (Neuer Friedhof)

Stadtverband Saarbrücken
ADRESSE: An der Goldenen Bremm
BELEGUNGSZEIT: 1918 angelegt, seit 1920 belegt-heute
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 23-26
- Geschichte in Saarland 2004, S. 50-53
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- der Erwerb eines neuen Friedhofgeländes wurde wegen des starken Anwachsens der Gemeinde nötig

 

Saarlouis

Kreis Saarlouis
ADRESSE: Südliche Fortsetzung des alten christlichen Friedhofs an der Von-Lettow-Vorbeck-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1905-heute
GRABSTEINE: 130
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 27-28
- Geschichte in Saarland 2004, S. 54-55
- Geschichte in Marx 1992, S. 131
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- 1755-1905 wurden die Verstorbenen aus Saarlouis auf einem zentralen Friedhof im Dillinger Wald bestattet
- 1852 erweitert
- gegen Kriegsende stark beschädigt

 

Saarwellingen

Kreis Saarlouis
ADRESSE: Schliefstraße, zu erreichen über die Schlossstrasse und Donaustraße in Richtung Ortsteil Reisbach
BELEGUNGSZEIT: 1725-1936
GRABSTEINE: 37 (heute)
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 29-30
- Geschichte in Saarland 2004, S. 56-57
- Geschichte in Marx 1992, S. 118
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- 1884 und 1938 geschändet
- Neuanlage 1920
- in den letzten Kriegstagen eingeebnet
- nach 1945 wiederhergestellt

 

St. Ingbert

Saarpfalz-Kreis
ADRESSE: Über die Elversberger-und Nordendstraße zu erreichen
BELEGUNGSZEIT: 1888-
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 31-32
- Geschichte in Saarland 2004, S. 58-59
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- Teil des alten christlichen Friedhofs, jedoch von diesem abgetrennt
- bis 1888 wurden die Verstorbenen in Blieskastel beigesetzt
- 1942 wurden die Grabsteine abgeräumt und im benachbarten Steinbruch gelagert
- Steine nach Krieg wieder aufgestellt

 

St. Wendel

Kreis St. Wendel
ADRESSE: Im Stadtteil Urweiler, Elsenstraße, nördlich des Elsenbacher Hofs auf dem Weg aus der Stadt hinaus, ca. 100 m von der Gudesbergstraße entfernt am Waldrand
BELEGUNGSZEIT: 1871-1936
GRABSTEINE: (ca. 50 Bestattungen)
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 33-35
- Geschichte in Saarland 2004, S. 60-61
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- bis 1840 Bestattungen in Forbach

 

Sötern

Kreis St. Wendel
ADRESSE: Auf einer Anhöhe in der Nähe der Aussiedlerhöfe Tannenhof und Weiherhof am Ende der Weiherdammstraße
BELEGUNGSZEIT: angelegt 1650 (ältester Grabstein von 1748)-1941
GRABSTEINE: 204
(ursprünglich 500-600 Bestattungen)
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 35-37 (für Bosen siehe S. 7-8)
- Geschichte in Saarland 2004, S. 62-63 (für Bosen siehe S. 35)
- Geschichte in Marx 1992, S. 118; 137
- Geschichte in: Sötern 1999
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
- Geschichte in Hochwald 1996, S. 164-166
BEMERKUNGEN:
- ältester jüdischer Friedhof im Saarland
- Gemeinschaftsfriedhof für die Gemeinden Sötern, Gonnesweiler und Bosen
- während des 19. Jahrhunderts dreimal erweitert
- 1938 verwüstet
- 2008 geschändet und 60 Grabsteine umgeworfen

 

Tholey

Kreis St. Wendel
ADRESSE: Rechter Hand der Landstraße nach Theley, dem Hinweisschild „Kriegsgräberstätte Tholey“ folgend auf einer Anhöhe „Vor dem Varuswald“
BELEGUNGSZEIT: um 1800-1930er Jahre
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
- Volldokumentation durch Professor Brocke in Arbeit
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Saarland 1997, S. 39-40
- Geschichte in Saarland 2004, S. 64-65
- Geschichte auf den Webseiten der Alemannia Judaica
BEMERKUNGEN:
- 1935 und 1945 schwer zerstört
- 1945 instand gesetzt


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