Epigraphische Fotothek

Bestand

Zur Beurteilung des epigraphischen und archäologischen Befundes verfügt die EDH über umfangreiches Fotomaterial, das in einer ihrer drei Teildatenbanken, der Epigraphischen Fotothek, archiviert ist (Zur Suche).

Neben mehr als 11.000 Aufnahmen aus Rom und den hispanischen Provinzen enthält sie derzeit etwa ebenso viele Fotos aus dem Bereich des gesamten Imperium Romanum, darunter Aufnahmen von Inschriften aus nur schwer zugänglichen Ländern wie Algerien und Libyen (Auflistung des Bestandes nach modernen Ländern).

Das Material ist zu einem Teil Ertrag der Forschungsreisen, die Prof. Alföldy und Mitarbeiter des Projektes bzw. des Heidelberger Seminars für Alte Geschichte unternahmen. Zum anderen profitiert die Fotothek von großzügigen Schenkungen einzelner Fachgelehrter: So verfügt sie u. a. dank Prof. Dr. Silvio Panciera und seines Instituts über viele Fotos von Inschriften aus Rom, dank Prof. Dr. Marjeta Šašel Kos über Fotos aller im Slowenischen Nationalmuseum Ljubljana aufbewahrten epigraphischen Denkmäler, dank Prof. Dr. Ioan Piso über eine reiche Dokumentation zum Inschriftenbestand der römischen Provinz Dacia, dank Prof. Dr. Juan Manuel Abascal Palazón über Fotos der Inschriften von Carthago Nova, dank Prof. Dr. Leszek Mrozewicz über Fotos der Inschriften aus Novae, dank Dr. Charles V. Crowther über Fotos der im Ashmolean Museum Oxford aufbewahrten Inschriften, dank Dr. Ingrid Weber-Hiden über Fotos der Inschriften von Carnuntum und weiterer Fundorte im österreichischen Teil der römischen Provinz Pannonia superior. Eine vollständige Auflistung sämtlicher Fotografen findet sich hier.

Im Rahmen einer vom Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik der Universität Heidelberg finanzierten Kooperation mit dem Historischen Seminar (Alte Geschichte) der Universität Osnabrück wurde ein großer Teil der dortigen umfangreichen Fotobestände digitalisiert (2007/08). Sukzessive finden auch diese Abbildungen Eingang in die Epigraphische Fotothek.

Formen der Archivierung

Parallel zu der seit den 1980-er Jahren betriebenen konventionellen Archivierung des Bildmaterials als Dias, Negative und Papierabzüge wird neues Material zunehmend in digitalisierter Form archiviert. Die bereits vorhandenen konventionellen Fotobestände werden nach und nach in Bilddateien umgesetzt und als hochauflösende tif-Dateien gespeichert (Stand 11/11: 23.700).

Präsentation im Internet

Im Internet kann auf sämtliche Fotos in Form von niedrigauflösenden jpg-Dateien direkt zugegriffen werden. Die bisherige Praxis, bei ungeklärten Verwertungsrechten die Bilder nur als thumbnails wiederzugeben, wurde 2012 auf zunehmende Nachfrage der scientific community hin und mit Unterstützung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften aufgegeben. Im Sinne einer nicht-kommerziellen Verwendung zu Forschungszwecken wird von einem diesbezüglichen Einverständnis der die Inschriftenmonumente verwahrenden Einrichtungen ausgegangen (andernfalls wird um entsprechenden Hinweis gebeten). Alle Fotos stehen mit den einschlägigen Metadaten zur Verfügung, die in einer eigenen Datenbank zur Epigraphischen Fotothek erfaßt sind. Der Benutzer erhält so einen Überblick darüber, welche Fotos in der Epigraphischen Fotothek vorhanden sind und unter welcher Negativnummer etwa Abzüge für Studienzwecke (und/oder Publikationszwecke; Hinweis: die Publikationsrechte sind nicht automatisch eingeschlossen) bestellt werden können.

Darüber hinaus sind alle Fotos von Inschriften, deren Texte in der Epigraphischen Text-Datenbank vorliegen, mit dem dortigen Datensatz verlinkt. Umgekehrt verweisen Links von den jeweiligen Suchergebnissen der Epigraphischen Text-Datenbank auf die entsprechenden Fotos der Epigraphischen Fotothek. Auf diese Weise wird eine unmittelbare Konfrontation von Text und Bild ermöglicht.

Externe Fotos

Im Sinne einer vernetzenden Kooperation mit andersartigen epigraphischen Datenbanken bestehen seit dem Jahr 2000 zum Teil wechselseitige Verlinkungen zwischen den Inschrifttexten der EDH und den zugehörigen, externen Fotos. Bisher sind an dieser Möglichkeit die Fotoarchive der spanischen Außenstelle des CIL, des U.S. Epigraphy Project, der Web-Plattform UBI ERAT LUPA und von Die Inschriften von Philippi im Bild beteiligt.

Stand: April 2012