Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Neue Publikationen aus dem Haus

Licht:                          HalbunzialeTino Licht:
Halbunziale
Schriftkultur im Zeitalter der ersten lateinischen Minuskel (III.-IX. Jahrhundert)
Quellen und Untersuchungen zur lateinischen Philologie des Mittelalters Band 20
Stuttgart, Anton Hiersemann 2019
ISBN 978-3-7772-1806-9



Die Halbunziale ist die erste lateinische Minuskelschrift, die bei der Herstellung des handgeschriebenen Buches Verwendung gefunden hat. Ihre Geschichte begleitet jene Epoche des III. – IX. Jahrhunderts, die wir als Übergangs- und Umbruchszeit zwischen Antike und Mittelalter wahrnehmen. Es existieren zwei getrennte Ausführungen der Halbunziale, eine ältere östliche und spärlich dokumentierte, eine jüngere westliche und gut sichtbare. Die Studie widmet sich der Schriftgeschichte beider Formen, wobei der Schwerpunkt auf der besser dokumentierten westlichen Form liegt. Sie ist als Referenzwerk zur Halbunziale konzipiert. Über das rein Paläographische hinaus ist angestrebt, anhand der Entwicklung und Tradition einer maßgebenden Schrift Literatur-, Überlieferungs- und Kulturgeschichte zu illustrieren. Der Band wendet sich nicht nur an Paläographen und Philologen, sondern an alle an der Kultur der Übergangszeit Interessierten.





Bern, De nigromantia


Niels Becker (Hg.):

Bern von der Reichenau ‚De nigromantia seu divinatione daemonum contemnenda‘ sowie drei Predigten (‚de pascha‘, ‚in epiphania Domini‘, ‚in caena Domini‘)
Heidelberg,  Winter Verlag 201
8
ISBN 978-3-8253-6838-8


Abt Bern von der Reichenau (1008–1048) – bisher vor allem als Briefautor, Liturgiker und Musiktheoretiker bekannt – verfasste mit ‚De nigromantia‘ einen einzigartigen Traktat über die Zusammenhänge zwischen Dämonenverehrung, Astrologie, Ketzerei und Magie. Das nach seiner Entdeckung im Jahre 1934 wieder in Vergessenheit geratene Werk markiert eine wichtige Scharnierstelle in der Entwicklung des mittelalterlichen Magiediskurses und gewährt wertvolle Einblicke in den Umgang der Kirche mit dem Phänomen der Häresie im 11. Jahrhundert. Die auf einer eingehenden Analyse aller direkten und indirekten Textzeugen beruhende Edition des Traktats wird von einer deutschen Übersetzung begleitet. Hinzu kommen Edition und Übersetzung dreier bisher ebenfalls unbeachtet gebliebener Predigten, in denen Bern sich mit einzelnen Aspekten des Traktats näher befasst. Einleitung und Kommentarteil analysieren Überlieferung, Inhalt, Aufbau und Sprache des Werks. Handschriften-, Sach- und Namenregister erschließen den Band.












Eduardo Otero Pereira:

Mujeres viajeras de la Antigüedad
Los relatos de Egeria y otras peregrinas en Tierra Santa
El Peso de los Días 104
Salamanca, Ediciones Sígueme
2018
ISBN 978-84-301-1988-2


Die Reise, die Kaiserin Helena zu Beginn des IV. Jahrhunderts ins Heilige Land unternahm, weckte in vielen Pilgern den Wunsch, die Orte zu besuchen, an denen sich das Leben Jesu abgespielt hatte. Wir wissen von mehreren Frauen, die an heilige Orte pilgerten. Von einigen ist sogar ein Reisebericht überliefert, wie jener der Egeria, die im fernen Spanien abreiste und sorgfältig in einem Tagebuch ihre Reisestationen notierte. Bekannt sind ferner Paula von Rom, Melania die Ältere sowie Melania die Jüngere, drei Frauen von römischem Adel, die auf ihren weltlichen Besitz verzichteten, um im Heiligen Land in Askese zu leben. Im Gegensatz zu Egeria wurden die Routen und Etappen dieser unbeirrt Reisenden von Biographen beschrieben. Mit ihren Augen werden Facetten des menschlichen und geistigen Lebens der Spätantike sichtbar, die ein besseres Verständnis dieser Epoche ermöglichen, die für das Werden des lateinischen Westens maßgeblich war. Eduardo Otero Pereira besorgte diese vollständige Neuübersetzung des Itinerars der Egeria sowie der Biographien von Melania der Älteren, Paula von Rom und Melania der Jüngeren.










Jonas Göhler/Peter Mathes/Hermann Wiegand (Hgg.)
in Zusammenarbeit mit Maximilian Gamer, Helmut Kusterer und Kirsten Wallenwein:
Von Fastnachtsküchlein, Narren und Trinkgelagen
Friedrich Taubmanns Bacchanalia (1592) - Das erste deutsche Fastnachtsepos
lateinisch / deutsch
Heidelberg, Mattes Verlag 201
8
ISBN 978-3-86809-086-4


Friedrich Taubmann (1565-1613) ist einer der bedeutendsten neulateinischen Dichter des deutschen Späthumanismus. Seine Bacchanalia, das erste deutsche Fastnachtsepos, schildern in reizvoller Weise ein Fastnachtsfest in der fränkischen Heimat des späteren Wittenberger Universitätsprofessors und »kurzweiligen Rates« des sächsischen Kurfürsten. Der Text bündelt auf originelle Art die humanistische Fastnachtstradition der Frühen Neuzeit und bietet nicht nur Volkskundlern, Philologen und Historikern, sondern auch Fastnachtsenthusiasten einen literarischen Leckerbissen. Die Bacchanalia werden hier erstmals in einer zweisprachigen, kommentierten Ausgabe veröffentlicht.










Kirsten Wallenwein:
Corpus subscriptionum
Verzeichnis der Beglaubigungen von spätantiken und frühmittelalterlichen Textabschriften (saec. IV-VIII)
Quellen und Untersuchungen zur lateinischen Philologie des Mittelalters Band 19
Stuttgart, Anton Hiersemann 2017
ISBN 978-3-7772-1714-7


Subscriptiones sind Bestätigungen der Textkontrolle, die in spätantike und frühmittelalterliche Handschriften eingetragen worden sind. Sie nennen idealerweise Ort, Datum und Namen des Prüfers und zeigen somit Wege der Textüberlieferung im frühen Mittelalter auf. Die lange Zeit maßgebende Studie von Otto Jahn stammt aus dem Jahr 1851 und erfasst auf 45 Seiten nur einen Teil des Materials. Zu Beginn des XX. Jahrhunderts war ein Band mit Codicum latinorum subscriptiones für die von Ludwig Traube begründete Reihe «Quellen und Untersuchungen zur Lateinischen Philologie des Mittelalters» angekündigt. Dieses alte Desiderat wird mit dem vorliegenden Band eingelöst. Auf einen Forschungsbericht folgen Darstellungs- und Katalogteil. Letzterer bringt die Edition aller bekannten original- und kopialüberlieferten subscriptiones vom ausgehenden IV. Jahrhundert bis zum Jahr 800 – von der Zeit Theodosius’ des Großen bis zu der Karls des Großen. Ein farbiger Tafelteil bildet zahlreiche subscriptiones in Originalüberlieferung ab und beschließt zusammen mit dem Handschriften- und Namenregister, einer Zeittafel und einer Karte zu den Überlieferungszentren der spätantiken und frühmittelalterlichen subscriptiones den Band.






Walter Berschin:
MLatStudIII

Mittellateinische Studien III
Heidelberg, Mattes Verlag 2017
ISBN 978-3-86809-107-6


Dieser Band enthält 37 Mittellateinische Studien (davon zwei englisch, eine französisch). Zehn Arbeiten sind hier erstmals publiziert; die 27 ganz oder teilweise bereits früher (1980-2016) veröffentlichten Studien wurden auf den neuesten Stand gebracht und ergänzt. Der zeitliche Rahmen ist weit gefaßt: von Augustinus (I) bis zu Erasmus von Rotterdam (XXXVI) und seinen Zeitgenossen. Bei den elf Editionen ‒ davon fünf Ersteditionen ‒ waren je nach Überlieferung verschiedene Methoden anzuwenden; das Ziel blieb, einen möglichst autornahen Text zu bieten, der gegebenenfalls in Interpunktion und Orthographie dem Leser entgegenkommt. Schwerpunkte des Buchs liegen in der Karolingerzeit (Winithar von St.Gallen ‒ Einhart  ̶ Reginbert von der Reichenau ‒ Walahfrid Strabo ‒ Hrabanus Maurus) und im hohen Mittelalter (Hermannus Contractus – Iohannes Monachus Amalfitanus – Guibert von Nogent – Anselm von Havelberg – Walter von Châtillon – Petrus Cantor von Paris); Biographie, Lateinische Kultur des deutschen Südwestens und Griechisch-Lateinisches werden besonders berücksichtigt. Möge das Buch dem Mediävisten Neues bringen und dem interessierten Leser gefallen.

 






Eva Ferro/Tino Licht/Kirsten Wallenwein (Hgg.):
Artefakte früher Mainzer Schriftkultur
Themenheft des Teilprojekts A08 "Reliquienauthentiken" im Sonderforschungsbereich 933 "Materiale Textkulturen. -
Universitätsmuseum Heidelberg. Kataloge Band 12
Heidelberg, Universitätsmuseum Heidelberg 2017
ISBN 978-3-946531-57-9


Die Überlieferung des frühmittelalterlichen Mainz besitzt ein markantes Profil. Sie ist zum einen von einer hohen Verlustrate bei den Pergamenthandschriften gekennzeichnet, zum anderen ist durch die Kontinuität seit der Spätantike genügend Material geblieben, um die alte Quantität und Qualität noch in den Überbleibseln zu erkennen. Ausgehend von solchen Überresten, den fast unbeachteteten Mainzer Reliquienauthentiken, hatte das Teilprojekt A08 am SFB 933 "Materiale Textkulturen" die Idee, aus Anlass der internationalen Fachtagung "Reliquienauthentiken. Kulturdenkmäler des Frühmittelalters" (5-7. April 2017) eine objektbezogene, kleine Ausstellung zu konzipieren. Unser Vorhaben hat freundliche Unterstützung durch das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum Mainz gefunden und ist zur Sonderausstellung "In Gold geschrieben" angewachsen, zu der ein reich bebilderter Katalog erschienen ist. Ausgehend von den darin aufgenommenen Beiträgen dokumentiert dieses Themenheft erweiterte Artefaktbeschreibungen, die Materialien bis zur ausgehenden Karolingerzeit betreffen und an denen mehrheitlich Mitarbeiter des Teilprojekts beteiligt waren.







Winfried Wilhelmy/Tino Licht (Hgg.):in Gold
                                geschrieben
In Gold geschrieben
Zeugnisse frühmittelalterlicher Schriftkultur in Mainz

Publikationen des bischöflichen Dom- und Diözesanmusuems Band 9
Regensburg, Schnell & Steiner 2017
ISBN 978-3-7954-3223-2

Seit dem 8. Jh. besetzten herausragende Persönlichkeiten wie der hl. Bonifatius oder der gelehrte Hrabanus Maurus den erzbischöflichen Stuhl von Mainz. Kirchen und Klöster hatten immensen Bedarf an liturgischen Büchern, an wissenschaftlichen und juristischen Schriften sowie antiker Literatur . Das heute Erhaltene zeugt von einer hochspezialisierten und künstlerisch anspruchsvollen Produktion. Dennoch wurde Mainz als Zentrum frühmittelalterlicher Schriftkultur bisher wenig gewürdigt. Ausgehend von merowingischen Grabsteinen sowie seltenen Reliquienauthentiken des 8. Jh. werden erstmals und nur für drei Monate wichtige Schriftstücke des frühmittelalterlichen Mainz in der Schatzkammer des Domes zu sehen sein. Um die vier ottonischen Prunkhandschriften des Mainzer Domschatzes gruppieren sich zahlreiche Arbeiten des 7.-10. Jh. aus Mainzer Museen und Bibliotheken; weitere Leihgaben aus dem Trierer Domschatz und der Stiftsbibliothek Zeitz runden die Ausstellung ab, zu der ein reich bebilderter Katalog vorliegt.







Faltonia
Faltonia Betitia Proba:
Die Heilige Schrift kurz erzählt mit den Worten des Vergil. Cento Vergilianus
Bibliothek der Mittellateinischen Literatur Band 13
Stuttgart, Hiersemann 2017
ISBN 978-3-7772-1701-7


Die Dichterin Faltonia Betitia Proba (um 320–370) entstammte einer der angesehensten und einflussreichsten senatorischen Familien Roms. Wer ihren christlich-poetischen Cento gelesen hat, in welchem sie in dem vorchristlichen Klassiker Vergil eine prophetische Vorausschau auf die christliche Religionslehre ausmacht («Daß Vergil Christi gnädige Taten besang, will ich künden»), wird mit Bewunderung anerkennen, daß dieser selbstbewussten Frau etwas Besonderes geglückt ist: Aus dem «Steinbruch» Vergil ließen sich nicht nur Dramen und Balladen mit viel Alltagsleben gestalten, sondern auch ausgesprochen christliche Themen; ja, sie liefert den Nachweis dafür, daß in ihm sogar die christliche Heilsgeschichte in Kurzform steckt. Dabei bringt sie überdies eigene Gedanken in ihrer Bibel unter, tritt sie doch für ein Verbot von Tieropfern ein und lehnt sie die Verehrung von Götterbildern und Tempelkult ab. Probas Dichtung, im gesamten Mittelalter außerordentlich beliebt und intensiv rezipiert, wird hier erstmals in deutscher Übersetzung von Wolfgang Fels vorgelegt und durch einen einführenden Essay der Bochumer Kirchenhistorikerin Katharina Greschat vorgestellt.
 











Jörg Kreutz/Hermann Wiegand (Hgg.):Freher
Marquard Freher (1565-1614)
Historiker, Jurist und Dichter der Kurpfalz

Rhein-Neckar-Kreis - Bausteine zur Kreisgeschichte Band 11
Heidelberg, Eigenverlag Rhein-Neckar-Kreis 2016
ISBN 978-3-932102-33-2

Um 1600 war die Kurpfalz ein bedeutendes Zentrum des deutschen Späthumanismus. Unter ihren führenden Gestalten ragt der in Augsburg geborene Jurist, Historiker und Dichter Marquard Freher (1565-1614) als eine der wichtigsten Persönlichkeiten heraus. Er ist einer der oft unterschätzten Polyhistoren, die mit ihrer umfangreichen wissenschaftlichen Sammel- und Erschließungstätigkeit den Boden für die Entwicklung der Geisteswissenschaften in der Frühen Neuzeit bereiteten. Mit seinen Origines Palatinae (zuerst 1599) wurde er in den Augen seiner Zeitgenossen, aber auch der Nachwelt, zum "Vater der pfälzischen Geschichtsschreibung". Aus Anlaß des 400. Todestages von Marquard Freher veranstalteten der Mannheimer Altertumsverein von 1859 und das Kreisarchiv des Rhein-Neckar-Kreises 2014 in Ladenburg ein interdisziplinär ausgerichtetes wissenschaftliches Kolloquium zu Wirken und Werk Frehers. Dieser Band umfaßt alle Tagungsbeiträge, mit zahlreichen Abbildungen, und läßt so die verschiedenen Facetten des umfangreichen Werkes von Marquard Freher deutlich werden.








Julia Becker/Tino Licht:
Karolingische Schriftkultur.
Aus der Blütezeit des Lorscher Skriptoriums
Regensburg, Schnell & Steiner 2016
ISBN 978-3-7954-2844-0


Der Karolingerzeit verdanken wir die Entwicklung der modernen Schrift und zahlreiche der wertvollsten handschriftlichen Kulturzeugnisse der Menschheit. Diese Schriftkultur wird in einer repräsentativen Tafelsammlung sichtbar gemacht, wobei die kostbaren Handschriften des Reichsklosters Lorsch und der Aufstieg seines Skriptoriums den Schwerpunkt bilden. Die Publikation veranschaulicht karolingische Kulturgeschichte anhand von Schrift und Schriftpräsentation in den Handschriften. Illustriert wird der Wandel von der vorkarolingischen Vielfalt bis zum Spätstil des ausgehenden IX. Jh. Die Sammlung versteht sich außerdem als Lehrwerk zur Frühgeschichte der karolingischen Minuskel, die Modell des modernen Schreibens, Druckens und elektronischen Publizierens in Blockbuchstaben ist. Erstmals findet die Handschriftentitelseite als Forschungsgegenstand Beachtung. Diese gilt als Erfindung des Buchdrucks, was anhand älterer Traditionen und der Präsenz in den Lorscher Manuskripten widerlegt wird. Schließlich werden Aspekte der Textanthropologie behandelt, indem gezeigt wird, wie sich der Mensch in den Schriftträgern zu erkennen gibt, wie Ausbildungshintergrund und Textarbeit Spuren hinterlassen haben und Individualität von Geschriebenem offenbaren. So ergibt sich ein imposantes Panorama aus der Blütezeit mittelalterlicher Schriftkultur.









Sidonius BriefeGottschalk von Limburg
Der Hofkaplan und Kanzleivorsteher Heinrichs IV. erklärt und verteidigt seine Dichtungen

Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Richard Antoni
Lateinische Literatur im deutschen Südwesten Band 3
Heidelberg, Mattes 2016
ISBN 978-3-8680-9068-0


Gottschalk von Limburg (auch: von Aachen) war seit den 1070er Jahren am Hof Heinrichs IV. tätig und über Jahrzehnte einer der treuesten Helfer des Kaisers. Die von ihm entworfenen und geschriebenen Urkunden und Briefe sind gründlich erforscht. Weniger bekannt ist, daß Gottschalk auch Sequenzen dichtete, die schon zu seinen Lebzeiten anderen bedeutenden Dichtern zugeschrieben wurden. Auch haben sich sechs Prosastücke (Opuscula) erhalten, in denen er seine Dichtungen erklärt und verteidigt. In diesem Band werden die Opuscula erstmals lateinisch und in deutscher Übersetzung vorgestellt. Von den Sequenzen sind jene beigegeben, die inhaltlich mit den Opuscula in Verbindung stehen, ebenfalls im lateinischen Original und in deutscher Übertragung.












Herrmann der Lahme:
Opusculum Herimanni (De octo vitiis principalibus). Eine Vers- und Lebensschule
Einführung und lateinisch-deutsche Ausgabe von Bernhard Hollick
Mit einem Geleitwort von Walter Berschin
Reichenauer Texte und Bilder Band 14
Heidelberg, Mattes 2016
ISBN 978-3-8680-9099-4



Eine Vers- und Lebensschule aus der Feder Hermanns des Lahmen: die Spezialisten kennen dieses 1867 erstmals gedruckte Opusculum Herimanni, den vielen Freunden der Reichenau und ihrer Literatur wird sie nun durch das vorliegende Buch erschlossen. Mit Begeisterung und Hingabe hat der seinerzeit etwa 32jährige Hermann einem Konvent unter einer Äbtissin oder Klosterlehrerin Engila ein Werk zugedacht, das die Nonnen durch seine Form ermutigen sollte, sich  mit lyrischen lateinischen Versen zu beschäftigen, und durch seinen Inhalt, ihrem Vorsatz treu zu bleiben. Der Leser begegnet im lateinischen Original und der deutschen Übersetzung dem noch jungen, trotz seiner Behinderung fröhlichen, ja humorvollen Hermannus Contractus von der Reichenau.


Zweite, verbesserte Auflage von 2016.





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