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Heidelberg Zentrum
Kulturelles Erbe

Geschäftsführender Direktor
Prof. Dr. Christian Witschel
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06221/54 2231
christian.witschel@zaw.uni-heidelberg.de

Geschäftsführerin
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06221/54 3615
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Lehrangebot im Bereich Provinzialrömische Archäologie und Geschichte



Das Lehrangebot im Bereich Provinzialrömische Archäologie und Geschichte setzt sich zusammen aus Veranstaltungen des  Instituts für Klassische Archäologie, des Seminars für Alte Geschichte und Epigraphik und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte.
 

Wintersemester 2017/18


Vorlesung „Einführung in die Archäologie und Geschichte der nordwestlichen Provinzen des Imperium Romanum"

Dozent*innen: Prof. Dr. Christian Witschel, Prof. Dr. Reinhard Stupperich, Dr. Susanne Börner, Dr. Andreas Hensen, Dr. Roland Prien,
PD Dr. Thomas Schmidts
Veranstaltungstermin: Dienstag, 16.15-17.45 Uhr, Beginn: 17.10.2017
Veranstaltungsort: Grabengasse 3-5, Neue Uni, HS 08
 

Kommentar: Interdisziplinäre Lehrveranstaltung; ausgerichtet durch das Institut für Klassische Archäologie, das Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik sowie das Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie; koordiniert vom Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH).

Die Vorlesung möchte einen Überblick über die Archäologie und Geschichte der nordwestlichen Provinzen (Britannien, Nordgallien, Germanien, Raetien) des Imperium Romanum vermitteln; und zwar von den Anfängen bis zum Ende der römischen Herrschaft. Die Vorlesung wendet sich dabei sowohl an Studierende der archäologischen als auch der historischen Fächer. Auf eine Einführung zu den wichtigsten Etappen der Ereignis- und Provinzialgeschichte im behandelten Raum folgt eine ausführliche Quellenkunde, in der die wichtigsten Quellengattungen (literarische Quellen und epigraphische Zeugnisse, Münzen, archäologische Methoden, verschiedene Materialgruppen) vorgestellt werden; dabei sind auch die jeweils anzuwendenden interpretatorischen Ansätze sowie die Quellenkritik zu erläutern. Schließlich werden thematische Überblicke zu einigen der wichtigsten Elemente der römischen Provinzialkultur geboten, etwa zur Administration und dem Städtewesen, zu Religion und Kulten, zu den Bestattungssitten oder zu den Wirtschaftsstrukturen.

Literatur: T. Fischer, Die römischen Provinzen – eine Einführung in ihre Archäologie, Stuttgart 2001.
 

Hauptseminar „Rom und die Alamannen
(3.-5. Jh. n. Chr.)"

Dozent: Prof. Dr. Christian Witschel
Veranstaltungstermin: Dienstag, 13.15-15.30 Uhr, Beginn: 17.10.2017
Veranstaltungsort: Grabengasse 3-5, Neue Uni, HS 15

Anmeldung: über eine Liste im Sekretariat des SAGE (Marstallhof 4, Raum 306)
 

Kommentar: Im Laufe des 3. Jhs. wird in den römischen Quellen ein neuer germanischer Großverband fassbar, der als Alamanni bezeichnet wird. Diese Alamannen fielen mehrfach in das römische Reich ein und besiedelten nach dem ‚Limesfall‘ um die Mitte des 3. Jhs. das heutige Südwestdeutschland. Im 4. Jh. waren sie entlang der Rheingrenze ein bevorzugter Gegner für römische Kaiser, die mehrfach Krieg gegen die Alamannen führten, aber auch zahlreiche Verträge mit ihnen schlossen, was zu vielfältigen Austauschprozessen führte. Im 5. Jh. erreichte der alamannische Einflussbereich nach dem Ende der römischen Herrschaft in Gallien seinen Höhepunkt, bevor die Alamannen schließlich der aufstrebenden Macht der Franken unterlagen. Diese Entwicklungen sind durch literarische Quellen, aber auch durch archäologische Befunde gut bekannt, welche in dem Seminar umfassend analysiert werden sollen.

Literatur: L. Okamura, Alemannia devicta: Roman-German Conflicts from Caracalla to the First Tetrarchy (A.D. 213–305), Ann Arbor 1984; D. Geuenich, Geschichte der Alemannen, Stuttgart u.a. 1997; D. Geuenich (Hrsg.), Die Franken und die Alemannen bis zur ‚Schlacht bei Zülpich‘ (496/97), Berlin – New York 1998; S. Lorenz, Imperii fines erunt intacti. Rom und die Alamannen 350-378, Frankfurt – Berlin 1997; J.F. Drinkwater, The Alamanni and Rome, 213-496 (Caracalla to Clovis), Oxford 2007.


Mittelseminar „Kaiser Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike III – vom Konzept zur Ausstellungsgestaltung"

Dozent*innen: Prof Dr. Christian Witschel, Dr. Roland Prien, Dr. Ulrich Himmelmann, Melanie Herget M.A.

Veranstaltungstermine und -orte: Das Seminar findet als Blockveranstaltung an folgenden Terminen statt:
Do., 19.10.17, 13.00 bis 14.00 Uhr:
Vorbesprechung (im Inschriftenzimmer des SAGE)
Fr., 3.11.17, 14.00–18.00 Uhr:
Blocksitzung in Heidelberg, Marstallstraße 4, SR 413 Sa.,
2.12.17, 10.00–17.00 Uhr: Exkursion nach Speyer Sa.,
20.1.18, 10.00–17.00 Uhr: Exkursion nach Speyer Fr.,
2.2.18, 14.00–18.00 Uhr:
Blocksitzung in Heidelberg, Marstallstraße 4, SR 413

Anmeldung: in der Vorbesprechung am 19.10.2017, 13:00-14:00 Uhr, Marstallhof 4, Inschriftenzimmer (SAGE).
 

Kommentar: Die Regierungszeit des römischen Kaisers Valentinian I. war für die Region am nördlichen Oberrhein von großer Bedeutung, denn der Kaiser hielt sich über einen längeren Zeitraum selbst in dem Gebiet auf. Das soll in dem Seminar zum Ausgangspunkt genommen werden, um sich intensiv mit der Entwicklung der Pfalz als einer spätantiken Siedlungslandschaft zu beschäftigen. Die Lehrveranstaltung dient als Vorbereitung für eine Ausstellung zu diesem Thema im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Sie folgt auf zwei Seminare, in denen vorbereitende Arbeiten erstellt wurden. Im Zentrum dieser Lehrveranstaltung steht die konkrete Umsetzung dieser Konzepte. Auf zwei Exkursionen nach Speyer werden die Exponate für die Ausstellung direkt in Augenschein genommen (der Erwerb eines Exkursionsscheines ist im Rahmen der Veranstaltung möglich). Anforderungen: Die Lehrveranstaltung steht grundsätzlich interessierten Studierenden aller Fächer offen.

Literatur: H. Cüppers (Hrsg.), Die Römer in Rheinland-Pfalz, Stuttgart 1990; H. Bernhard, Die Merowingerzeit in der Pfalz. Bemerkungen zum Übergang von der Spätantike zum frühen Mittelalter und zum Stand der Forschung, MHVP 95, 1997, 7-106; ders., Das Oberrheingebiet zwischen Straßburg und Bingen im 5. Jh., in: Attila und die Hunnen; Ausstellungskatalog HMP Speyer, Stuttgart 2007, 117-124; Imperium Romanum. Römer, Christen, Alamannen – Die Spätantike am Oberrhein; Ausstellungskatalog BLM Karlsruhe, Karlsruhe 2005.


Proseminar „Religion und Totenkult in Rom und seinen Provinzen"

Dozent: Dr. Andreas Hensen
Veranstaltungstermin: Mittwoch, 11.15-12.45 Uhr, Beginn: 18.10.2017
Veranstaltungsort: Grabengasse 3-5 / Neue Uni / Ehem. Senatssaal (II. OG)

Anmeldung: Die notwendige Anmeldung für die Proseminare erfolgt in der Woche vor Vorlesungsbeginn (Montag, den 09.10. - Donnerstag, den 12.10.2017, 0.00 Uhr) online über das LSF (http://lsf.uniheidelberg.de/-Veranstaltungen - Vorlesungsverzeichnis - Philosophische Fakultät - Geschichte - Alte Geschichte - Proseminare.).
 

Kommentar: Die religiösen Verhältnisse der römischen Kaiserzeit waren sowohl von einer großen Vielfalt als auch von einer meist friedlichen Koexistenz verschiedener Glaubensformen gekennzeichnet. Trotz gewisser Präferenzen des Staates und der bewussten Förderung einzelner Kulte war der Spielraum für die Ausübung unterschiedlicher Traditionen der Götterverehrung vergleichsweise groß. Oft führte das Zusammentreffen römischer religio und einheimischer Kulte zu einer Synthese, die damals als interpretatio Romana bezeichnet wurde. Im Rahmen dieses Kurses sollen verschiedene religiöse Vorstellungen und Praktiken des Totenkultes sowie Prozesse der Veränderung, der Verbreitung oder auch des Verschwindens von Glaubensformen analysiert werden. Dabei stehen die Provinzen im Nordwesten des Imperium Romanum (Britannien, Gallien, Germanien, Rätien und Noricum) im Fokus. Den Ausgangspunkt der Betrachtung bilden neben den literarischen Quellen und inschriftlichen Weihungen die archäologischen Zeugnisse aus Heiligtümern und Tempeln.

Literatur: Hubert Cancik/Jörg Rüpke (Hrsg.), Römische Reichsreligion und Provinzialreligion. Erfurt 2003; Jörg Rüpke, Die Religion der Römer. München 2001; John Scheid, An Introduction to Roman Religion. Edinburg 2003; Stefan Schrumpf, Bestattung und Bestattungswesen im Römischen Reich. Göttingen 2006.

 

Weitere Hinweise zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem LSF.

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 27.09.2017
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