Fonds Wissenschaftliches Erbe

Berühmte Handschriften, imposante Sammlungen, beeindruckende Museen und Gebäude, historische Gärten – die Universität Heidelberg birgt eine Vielzahl an Kostbarkeiten, die es zu schützen und zu erhalten gilt.
 

Der Fonds Wissenschaftliches Erbe soll helfen, die universitären Schätze der Universität Heidelberg auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Hierfür notwendige Maßnahmen sind z.B.:
 
  • die Restaurierung der universitären Sammlungen und Exponate,
  • die Sanierung von Innenhöfen, Gärten und Gebäuden.
Mit Mitteln des Fonds soll außerdem z.B. die Realisierung von Ausstellungen und Ausgrabungen ermöglicht werden.
 

Mumie dank Spenden erfolgreich restauriert

„Die Reisen einer Mumie", so Dina Faltings, Kustodin der Ägyptischen Sammlung, "beginnen in einer Balsamierungswerkstatt und enden – wenn sie Glück hat - für immer in einem Grab in Ägypten.“ Die Mumie des Djed-Hor, ein ganz besonderes Juwel der angesehenen Sammlung des Ägyptologischen Instituts, musste jedoch dem Zahn der Zeit Tribut zollen: die Bandagen am Rücken hatten über die Jahre sehr gelitten und das Gesicht der Kartonagenmaske war stark beschädigt. Aufgrund einer fehlenden Körperschale war darüber hinaus ein CT-Scan für weitere wissenschaftliche Untersuchungen nicht möglich. Und so kehrte Djed-Hor im März 2018 quasi zurück zu seinen Anfängen, dieses Mal jedoch nicht in eine Balsamierungswerkstatt, sondern in die Werkstatt des international renommierten Restaurators Jens Klocke. Ermöglicht wurde dies dank der großzügigen Spenden von Freunden und Förderern.

"Es war mir eine Freude, der Heidelberger Mumie des Djed-Hor durch 2000 Jahre Geschichte hindurch meine helfende Hand reichen zu können."

Jens Klocke, Restaurator

 

Impressionen vor, während und nach der Restaurierung

 
 

Sanierung des Barockgartens

Der ehemalige Klostergarten des Heidelberger Jesuitenkollegs, gelegen zwischen dem Romanischen und Anglistischen Seminar sowie der Jesuitenkirche, bietet optimale Voraussetzungen für eine vielfältige Nutzung durch Studierende, Lehrende und Wissenschaftler-/innen. Durch die Neugestaltung des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Barockgartens wurden insbesondere für die Studierenden mehr Möglichkeiten geschaffen, den Garten als Kommunikationsraum zu nutzen sowie in ruhiger Umgebung mitten in der Altstadt zu lernen.

Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • WLAN-Ausstattung
  • Schaffung von neuen Sitzgelegenheiten
  • Sanierung der Grünflächen | Neupflanzung der Hecken
  • Erneuerung der Wege und Fahrradabstellplätze
  • Sanierung der Sandsteinmauer und Brunnenanlage
  • Instandsetzung von Stufen und Mauereinfassungen
Unser besonderer Dank
gilt unserem Ehrensenator,
Prof. Dr. Dietrich Götze,
der zur Verwirklichung des Projekts beigetragen hat.
 

Impressionen vor, während und nach der Sanierung

 

Restaurierung der anatomischen Sammlung

Restaurierung der anatomischen Sammlung

Die anatomische Sammlung des Instituts für Anatomie und Zellbiologie im Neuenheimer Feld gibt wertvolle Einblicke in die Medizinhistorie. Zur Sammlung, die bereits auf das 19. Jahrhundert zurückgeht, zählen 630 menschliche Präparate, 200 historische Modelle sowie zahlreiche Lithografien. Die Exponate der Sammlung müssen jedoch fachmännisch restauriert, dokumentiert und konserviert werden, um diese auch für zukünftige Generationen erlebbar zu machen. Mittelfristig ist geplant, die Sammlung, die sich bisher auf verschiedene Räume verteilt, an einem Standort zusammenzufassen.

Was wurde bisher erreicht?

 
Prof. Dr. Joachim Kirsch
"Dank einer großen Spende konnten wir bereits mit der Restaurierung der Exponate beginnen, haben Vitrinen angeschafft, die Ausstellungsräume mit UV-Schutz versehen. Damit haben wir wichtige Schritte eingeleitet, um die anatomische Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, für künftige Generationen zu bewahren und für die Forschung zu erschließen."

Professor Dr. Joachim Kirsch,
Geschäftsführender Direktor,
Institut für Anatomie und Zellbiologie
 
 

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Letzte Änderung: 30.10.2018
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