Autorin des Multimediareports

Stefanie Dodt studiert im Master Politikwissenschaft und Geschichte und ist ausgebildete Redakteurin. Neben dem Studium arbeitet sie als freie Journalistin, unter anderem beim Südwestrundfunk und der Deutschen-Presse-Agentur.

Beitrag 5: Interviews on Kosovo's Future wurde von Miriam Maxeiner erstellt.

 
Autor des Textes

Andreas Maldener studiert im Masterstudiengang Politische Wissenschaft mit dem Beifach Öffentliches Recht und ist seit März 2014 als studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Sebastian Harnisch am Institut für Politische Wissenschaft beschäftigt.

 
Author of the webpage "Scenario Construction in Social Sciences"

Miriam Maxeiner is in the final year of her studies of political science, economics and English on a teacher’s degree at Heidelberg University. Further she is working in the educational sector and conducting programs in the area of political education.

 
Working group member “Scenarios for a future Kosovo"

Maximilian Jungmann is currently enrolled in a masters program of Political Science and Sociology at Heidelberg University. Alongside his studies he works for the editorial office of a daily news program and serves as volunteer staff at National Model United Nations in New York.

 

Exkursionen

Kosovo-Exkursion im Sommersemester 2018
Kosovo-Exkursion im Sommersemester 2016
Workshop Szenarien in den Internationalen Beziehungen
Kosovo-Exkursion Sommersemester 2014
Scenario Workshop Kosovo 2014

Kosovo-Exkursion im Sommersemester 2018

Kosovo SoSe18 1Im Rahmen des Masterseminars Post-Conflict State-Building in the Western Balkan Region trafen sich am 21.05.2018 um 7 Uhr 19 hochmotivierte Studierende und Prof. Dr. Sebastian Harnisch am Frankfurter Flughafen, um eine Reise nach Priština, der Hauptstadt des Kosovo, anzutreten. Zur Vorbereitung der Exkursion hatte der Kurs in acht spannenden Sitzungen in Heidelberg unter der Leitung von Professor Harnisch bereits die theoretischen Grundlagen des State-Building Prozesses, ethnischer Konflikte und zum Westbalkan im Speziellen durchgeführt.

Nach einem kurzen Flug mit viel zu wenig Beinfreiheit, Adria Air sei Dank, wurden wir am Flughafen bereits vom kosovarischen Dozenten Elvin Blakaj (M.A.) und seinen kosovarischen Studierenden sehr herzlich begrüßt. Nach einer Busfahrt in die Stadt, die Raum für ein erstes Kennenlernen, aber auch erste Einblicke in die Eigenheiten des Landes bot, begann das Programm für uns mit einem Besuch des lokalen Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung, die die Exkursion dankenswerterweise unterstützt hat und deren humorvoller Büroleiter uns einen guten ersten Input über Land und Politik gab. Anschließend konnten wir unser Hotel beziehen und wurden am ISPE College herzlich von Prof. Dr. Avni Mazrreku begrüßt. Bei einem gemeinsamen Abendessen, ließen wir den ersten Abend ruhig ausklingen und lernten gleichzeitig die Liebe der Kosovaren zum Fleisch kennen.

Kosovo SoSe18 2Die Woche war gefüllt mit spannenden Vorträgen, Referaten der Heidelberger Studierenden und einem intensiven Austausch zwischen den deutschen und kosovarischen Studierenden. Neben persönlichen Gesprächen, wurden dabei vor allem die politische Situation im Kosovo und die Folgen des State-Buildings diskutiert. Besonders in Erinnerung bleiben dabei die Gespräche über Perspektiven nach dem Studium, Abschiebung und die Probleme ein Visum zu bekommen.

 

 

Kosovo SoSe18 3Am Mittwoch stand ein Tagesausflug auf dem Programm. Mit der gesamten Gruppe ging es im ISPE Bus, dessen Klimaanlage leide nur die Einstellungen Sauna und Kühlschrank kennt, zuerst zum serbisch-orthodoxen Kloster Dečani, das in einem Teil des Kosovo liegt, der besonders vom Krieg betroffen war und der letzte Ort im Kosovo ist, der rund um die Uhr von KFOR Soldaten bewacht wird. Das Kloster war, wie es sein sollte, eine Ruhe Oase, wenngleich die Anwesenheit von Österreichischen KFOR Soldaten innerhalb der Klostermauern ein komisches Gefühl hinterließ. Anschließend stärkten wir uns im Städtchen Peja, das nahe der Rugova Schlucht in einer besonders malerischen Umgebung liegt und bekamen eine Stadtführung mit sehr persönlichen Eindrücken von Prof. Mazzreku.

 

Neben diesem Ausflug, waren die hochrangigen Gäste mit ihren Vorträgen ein besonderes Highlight der Woche: So hatten wir die Möglichkeit mit einem hochrangigen Vertreter der Kosovo SoSe18 4Kosovo Security Forces, des Humanitarian Law Centers, dem Bürgermeister einer albanischen Gemeinde in Serbien und dem Ombudsman des kosovarischen Parlaments zu sprechen, was unser theoretisches Wissen, mit praktischen Eindrücken ergänzte. Neben den erwarteten und hinlänglich bekannten Problemen, die immer wieder thematisiert wurden, waren es vor allem die Resignation, aber auch die Hingabe der Gäste, die die Woche zu so einem wertvollen Seminar machten. Besonders beeindruckend war dabei der Vortrag und die Diskussion mit dem Investigativjournalisten Vehbi Kajtazi, der unter anderem die „Pronto-Affäre“, ein Korruptionsskandal bis in die höchste politische Ebene, aufgedeckt hat. Die Frage, ob man für die Aufdeckung eines solchen Skandals auf 1 Millionen Euro und die Sicherheit der eigenen Familie verzichten würde, wurde an diesem Tag noch bis lange in die Nacht diskutiert.

 

 

 

Die Abende wurden zum gemeinsamen Kennenlernen und Diskutieren genutzt, so wollten nicht nur die lokalen Spezialitäten ausprobiert und die Beine nach dem langen Sitzen am Tag beim Tanzen aufgelockert werden, sondern es entstanden auch neue Freundschaften zwischen und innerhalb der Gruppen. Der letzte Abend war dann der kulturelle Höhepunkt: Rund um die Nationalbibliothek, ein Gebäude das architektonisch irgendwo zwischen avantgardistisch und grausam einzuordnen ist, wurde eine feministische Open-Air Vorstellung von Troja zu besten gegeben, aber auch das Nachtleben der kosovarischen Hauptstadt wollte kennengelernt werden und so begann der Nachtruhe für die meisten erst nach dem Auschecken. Kein Wunder, dass auf dem Rückflug gen Frankfurt ein Großteil der Heidelberger Studierenden der Müdigkeit der letzten Tage zum Opfer fiel.

Kosovo SoSe18 5

 

Im Rahmen der Exkursion hat Johannes Lohmaier einen Podcast erstellt [zum Beitrag]

Bildbeschreibungen:

  1. Die Heidelberger Studierenden mit Prof. Dr. Sebastian Harnisch
  2. Studierende des ISPE College und des IPW beim Abendessen
  3. Das Kloster Dečani
  4. Prof. Harnisch überreicht Burim Ramadani (Deputy Minister of KSF) ein Gastgeschenk
  5. Heidelberger Studierende am NEWBORN, einem Denkmal für die Unabhängigkeit

[Autor: Oliver Nothdurft]

 

Bericht über den Besuch des Klosters Visoki Dečani

Raus aus der Stadt, rein in die Natur: Das Kloster Visoki Dečani war das Ziel des Tagesausfluges am Mittwoch, dem 23. Mai 2018. Am frühen Morgen begann die zweieinhalb stündige Reise von Pristina nach Visoki Dečani. Die Fahrt bot eine gute Gelegenheit die idyllische Landschaft des Kosovos mit seinen grünen Hügeln, bestellten Feldern und kleinen Dörfern zu betrachten. Den Höhepunkt stellte der Anblick des Klosters Visoki Dečani inmitten einer traumhaften Berglandschaft dar. Allein optisch wurde so verständlich, warum das serbisch-orthodoxe Kloster ein UNESCO-Weltkulturerbe darstellt. Ebenfalls verständlich, jedoch weniger traumhaft, war die Präsenz von KFOR-Soldaten, die das Kloster rund um die Uhr bewachen. Die Soldaten sind unter italienischem Kommando im 20 Kilometer entfernten Peja stationiert. Neben Italienern gehören der Einheit Soldaten aus Moldau, Slowenien und Österreich an. An diesem Mittwoch hatten Soldaten des österreichischen Bundesheeres Dienst am Eingang zum Kloster. Dort wurden den jungen Soldaten die Reisepässe oder Personalausweise ausgehändigt, da man ohne einen Identitätsnachweis das Kloster nicht betreten kann.

Im Kloster empfing uns Bruder Petar. Der im Kloster tätige Mönch berichtete uns, dass nachdem 2016 vor dem Klostereingang eine Gruppe Salafisten mit Schusswaffen in ihrem Auto festgenommen worden sei, die KFOR-Soldaten auch im Kloster leben. Neben solchen Vorfällen, seien Bruder Petar und seine Mitbrüder immer wieder Drohungen und Anfeindungen ausgesetzt. Auf die Frage, wie sich das Erledigen von Besorgungen gestaltet, antwortete Bruder Petar, dass er und seine Mitbrüder ungern in das nahe gelegene Städtchen Dečani fahren. Sie bevorzugten Peja, wo die Stimmung friedlicher und entspannter sei. Doch auch in ihren Mauern scheinen die Mönche vor Demütigungen nicht geschützt zu sein. Aktuell plant die kosovarische Regierung eine 30 Kilometer lange Autobahn zwischen Pristina und der Grenze zu Montenegro, die direkt an den Mauern des Klosters entlanglaufen soll. Dieses Vorhaben kritisierte Bruder Petar scharf. Die Autobahntrasse hätte direkte Auswirkungen auf das Kloster und sei aufgrund des UNESCO-Weltkulturerbe-Status strittig.

Neben der Diskussion dieser politischen Thematiken, wurde unsere Gruppe über die Geschichte des Klosters sowie über das einzige aus dem Mittelalter vollständig erhaltene Freskenensemble der byzantinischen Kunst und die landwirtschaftlichen und handwerklichen Tätigkeiten der Brüder informiert. Nach einem kurzen Abstecher in den Souvenirladen und dem Einsammeln unserer Ausweisdokumente, fuhren wir weiter nach Peja.

 

 

Kosovo SoSe18 3

[Autorin: Xenia Rak]

 

Kosovo-Exkursion im Sommersemester 2016

Master-Seminar Post-Conflict Management on the Balkans

Vom 23. bis 28. Mai 2016 reisten 17 Studierende der Universität Heidelberg in die kosovarische Hauptstadt Priština, um dort mit Studierenden des ISPE College die Friedens- und Staatsbildung im Land zu analysieren.ISPE1_2016


Die theoretischen Grundlagen zu Konflikt- und Post-Konflikt Management, die im Rahmen des Master-Seminars "Post-Conflict Management on the Balkans" unter Leitung von Prof. Dr. Harnisch im Vorfeld erarbeitet worden waren, konnten in der Diskussion mit den  
kosovarischen Studierenden, Vertretern politischer Institutionen und den Erfahrungen während des bi-nationalen Workshops angewandt und erweitert werden.

ISPE2_2016

 

 

 

Zu den empfangenden oder besuchten Institutionen zählten das Innenministerium, das Ministerium für Europäische Integration, das Parlament und die Handelskammer der Republik Kosovo, die Kosovo Security Force, die Botschaft der Republik Albanien im Kosovo, das Lokalparlament des Stadtteils Mitrovica Nord, das Bürgermeisteramt der Stadt Priština, die EU Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX und eine kosovarische Nichtregierungsorganisation (Humanitarian Law Center Priština).

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Über die Erfahrungen der Exkursion haben die beiden Studierenden Fabian Trau und Johannes Lohmann ein kurzes Video gedreht, das unter folgendem Link erreicht werden kann. Das Zugangspasswort lautet Pristina.

Screenshot


Workshop Szenarien in den Internationalen Beziehungen

Mitigation, Adaptation und Climate Engineering im Jahr 2030

Am 10. und 11. Juli 2015 kamen neun Studierende, Promovierende und Habilitierende aus der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Medizin zusammen, um bei einem zweitägigen Workshop Szenarien zu den Themen Mitigation, Adaptation und Climate Engineering (CE) im Jahr 2030 zu bilden. Bei dem Workshop handelte es sich um eine Kooperation des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg, des Heidelberg Center for the Environment und des Unternehmens Foresight Intelligence aus Berlin. Geleitet und moderiert wurde der Workshop von Dr. Johannes Gabriel, Gründer und Direktor von Foresight Intelligence sowie Prof. Dr. Sebastian Harnisch. Ziel des Workshops war es, Szenarien für eine potenzielle Kombination von Mitigation, Adaptation und Climate Engineering im Jahr 2030 zu kreieren. Die Ergebnisse des Workshops fließen in die Masterabschlussarbeit von Maximilian Jungmann ein.

Szenarienworkshop2015_Gruppenbild

Zusätzlich zu der Diversität bezüglich des Studienschwerpunktes und der akademischen Erfahrung hatte das Szenarienteam einen stark internationalen Charakter. Neben zahlreichen Teilnehmer*innen aus Deutschland, konnte die Gruppe auch von Teammitgliedern aus China, Frankreich, der Ukraine und Tschechien profitieren. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik und die Vorgehensweise der Szenarienbildung begann die Gruppe mit dem ersten Schritt der Szenarienbildung - der Umfeldanalyse. Ziel dieses Arbeitsprozesses war es, wichtige Faktoren, sogenannte Deskriptoren, für die Szenarien zu bestimmen, die die Themen Mitigation, Adaptation und Climate Engineering im Jahr 2030 und auf dem Weg dort hin beeinflussen könnten. Nachdem die Gruppe sich auf rund 40 Deskriptoren geeinigt und diese intensiv diskutiert hatte, bewertete sie diese nach Grad der Ungewissheit und Wichtigkeit für die Szenarienthemen. Im Anschluss wurden die wichtigsten Deskriptoren, die gleichzeitig den höchsten Grad an Unsicherheit aufwiesen, herausgezogen und zur Bildung von Zukunftsprojektionen herangezogen. Bei dem nächsten Schritt, der Szenarienkonstruktion, wurden die Projektionen innerhalb von zwei verschiedenen Szenarien angeordnet und die Plausibilität der jeweiligen Entwicklungspfade diskutiert. Im darauf folgenden Schritt wurden die Szenarien in zwei kleineren Teams inhaltlich ausgestaltet und beschrieben und am Ende der jeweils anderen Arbeitsgruppe vorgestellt.

 

Szenarienworkshop2015_BildDiskussion

In keinem der beiden Szenarien kommt es im Jahr 2030 zu einer Kombination aus Mitigation, Adaptation und Climate Engineering. In Szenario 1, dem grünen Szenario, liegt der Fokus auf der Implementierung von Technologien des Solar Radiation Managements. Mitigation und Adaptation werden von den Staaten vernachlässigt. Aufgrund massiver Klimakatastrophen, der Einsicht, dass Menschen für den Klimawandel verantwortlich seien, starker regionaler Unterschiede der Klimawandelfolgen und hoher Kosten der Bekämpfung des Klimawandels entschließt sich China, als dominanter Akteur in der internationalen Gemeinschaft aufzutreten und die Anwendung von CE-Technologien voran zu treiben. Die Arbeitsgruppe fasste das Szenario wie folgt zusammen: „Mit sowohl effektiv als auch effizient arbeitenden CE-Technologien hat die Volksrepublik China die international hegemoniale Rolle in der Klimapolitik eingenommen, wobei immer noch starke regionale Unterschiede in den CC-Auswirkungen und eine hohe Konfliktintensität existieren.

Die zweite Arbeitsgruppe, die das blaue Szenario kreierte, sah für das Jahr 2030 weder Tests noch den Einsatz von SRM Technologien vor. Zwar kommt es laut diesem Szenario im Laufe der nächsten Jahre zu vereinzelten Tests von CE-Technologien, doch diese werden als ineffizient und ineffektiv eingestuft und führen zu massiven Nebenfolgen. Letztendlich kommt es nach mehreren Klimakatastrophen, auch aufgrund steigender Mitigation-Bemühungen, zu keinen negativer werdenden Folgen des Klimawandels. Nach zahlreichen Klimakonferenzen kommt die internationale Gemeinschaft schließlich zu dem Konsens, dass SRM-Technologien nicht angewandt werden sollten. Ihr Szenario fasste die Gruppe wie folgt zusammen: „Unter Bedingungen der technischen Machbarkeitsgrenzen ist CE keine Option für die internationale Gemeinschaft, die mit Hilfe von Kooperation und Konsens Mitigation und Adaptation vorantreibt.

Die Szenarien werden von Maximilian Jungmann redaktionell aufgearbeitet, inhaltlich reflektiert und in seine Masterarbeit integriert. Bei der inhaltlichen Reflektion stehen vor allem Fragen nach Plausibilität und Verankerung der Szenarien in den Internationalen Beziehungen im Fokus.

 


 

Kosovo-Exkursion im Sommersemester 2014

 

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© Stefanie Dodt

 

In der kosovarischen Hauptstadt Pristina kamen im Juni 2014 25 Studierende des ISPE College und 20 Studierende der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zusammen, um im Rahmen des Seminars "Konfliktregulierung und State-Building auf dem Westbalkan" (Prof. Dr. Sebastian Harnisch, General a.D. Karl-Heinz Lather) das erworbene Theoriewissen in einem praxisorientierten Arbeitsumfeld anzuwenden. Die theoretischen Grundlagen eigneten sich die beiden Gruppen in mehreren Sitzungen des Seminars an ihren Heimatuniversitäten an und beschäftigten sich dabei mit der aktuellen Situation im Kosovo, seiner Geschichte und den Problemen und State-Building-Dilemmata, denen sich der seit 2008 unabhängige Staat wie auch die internationale Gemeinschaft gegenübersehen. 

 

Beitrag 1: Einblicke in die Sicht der Studenten - ein interkulturelles Seminar

 


 

 

Der kosovarische Teil der Gruppe brachte auch persönliche Erfahrungen an die Zeiten des Krieges mit, dessen Auswirkungen immer noch zu spüren sind. Für die Heidelberger Studierenden war diese Unmittelbarkeit eine völlig neue Erfahrung. Eine wichtige Aufgabe des Seminars war es daher, das Verständnis für Prozesse und Probleme in post-Konfliktgesellschaften zu schärfen. Während des fünftägigen Aufenthaltes in Pristina sollten Gespräche mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Militär und Nichtregierungsorganisationen dazu dienen, das theoretische Wissen mit der alltäglichen Praxis zu verbinden, um so die größten Probleme des Staatsaufbaus im Kosovo zu identifizieren. In den vielen spannenden Diskussionen während der Expertenrunden, aber auch in Gesprächen und Präsentationen zwischen den Teilnehmern wurde immer wieder deutlich, dass eine solche binationale Seminarstruktur neue Erkenntnisse und viele Synergieeffekte freisetzen kann, die für beide Gruppen sehr bereichernd war.
 

 

Beitrag 2: Zitatsammlung aus den Diskussionen

 

 

Beitrag 3: Interview mit Fitim

 

 

Beitrag 4: Audio-Slideshow aus Mitrovica

 

 

 


 

Scenario Workshop Kosovo 2014

 

Intro

This page aims at highlighting how scenarios are constructed in social sciences. You will find information both on scenarios in general and on scenario building. In order to make the working process more accessible, the results of a German-Kosovar binational working group that generated future scenarios for Kosovo are included exemplarily.The group worked within the scope of a cooperation between Heidelberg University and ISPE College Prishtina. The examples given from the Kosovar case are printed in italics.

How to deal with future uncertainties?

Dealing with the future always implies dealing with uncertainties. Will a trend continue? Will it stop? Or is the entire setting going to change? Any answer to such questions can be nothing more but an assumption with no guarantee of fulfilment. Hence, the unpredictability of the future always poses a challenge to any kind of planning. Yet, there are various ways of dealing with this challenge, namely visions, trends, roadmaps, forecasts and scenarios. All of them have different objectives in order to meet diverging needs and take different approaches to tackle future uncertainties. Visions for example describe concrete goals that governments, firms and the like want to achieve in the future. Trends, on the other hand, describe measurable developments in a certain field. In the following, however, the focus will be on scenarios.

 

Scenario_Uncertainties

 

What are scenarios?

Before addressing how scenarios can be constructed, it is important to understand what they actually are – and what they are not. Scenarios function as a tool to illustrate possible future developments in order to create a framework for strategic future planning. It is important to note, however, that each scenario represents only one possibility that exists next to hundreds of other possibilities. They also just say what could happen, not what is going to happen. Therefore, scenarios are not about probability but possibility. Further, they are not a strategy themselves. Yet, scenarios may help to develop strategies as they point out which future action may lead to what kind of a result. One has to keep in mind, however, that scenarios are not objective but group-subjective as they are influenced by the views of those who develop them.

What major approaches to scenario construction exist?

There are two major traditions of constructing scenarios: the so-called “scenario technique” and “scenario planning”. These approaches differ at various levels. 

Scenario technique is a bottom-up approach which tries to represent all possible future developments in a potentially large number of scenarios. The scenarios are created systematically by trying to combine all possible development alternatives of the key factors. Hence, this approach is more inclusive than scenario planning. It is typically used in continental Europe.

Scenario planning follows a top-down approach. In the first step, a framework for the scenario construction is created by identifying possible topics. As the focus is put on only a few structural features, the scope of this approach is limited. Scenario planning is typically used in an Anglo-American surrounding.

Scenario_Approaches

How to construct a scenario?

There are various possible ways of constructing scenarios but for all approaches it is advisable to work in a group. The approach described in the following was used to construct scenarios for Kosovo’s future and belongs to the category of scenario planning. It was inspired by Fink & Siebe (2011) and Wade & Wagner (2012) and adapted by Max Jungmann and Miriam Maxeiner. 

 

Step 1: Framing the challenge

Before starting to work on concrete scenarios, a general framework for the planning process needs to be created. The following questions may be useful: What are your aims? What exactly do you want to look at? Which areas should be focused on; which may be neglected? And where do you get your data from?

 

Step 2: Gathering information

Once the objectives are framed, data needs to be collected since it is important to have a thorough knowledge of the present situation so as to be able to proceed with the next steps. The data should include information on the concrete subject of the scenarios as well as on related topics that may influence future development in one or the other way. For example, in order to create future scenarios for the Kosovo, it was not enough to focus on this country only but information regarding its neighbour countries (especially Serbia and Albania) and the broader international surrounding had to be taken into account, too.

Interviews may be a useful addition to information taken from books, articles or the internet. In the video, in which Gen. ret. Lather, Prof. Dr. Harnisch and various students talk about Kosovo’s future perspectives, you can find examples of how such interviews may look like.

 

Video: Interviews on Kosovo's Future

 

Step 3: Identifying key factors and driving forces

Based on these information, the most crucial issues for the future development need to be identified, namely “key factors” and “driving forces”. Key factors are actors or institutions with a direct impact on the object of investigation like governments or international organisations. For the Kosovar case, the European Union and its various institutions, the Kosovar society, KFOR and the Kosovar, the Serbian and the Albanian government, among others, have been identified as key factors. It is important to look at them in detail as they are the ones that will frame and initiate future development.

Driving forces are those forces that exert an influence on the outcome. In order to identify relevant forces, the environment should be scrutinised with a focus put on political, economic, societal, technological or any other kind of issues that may be relevant for the broader topic of the scenarios. For Kosovo’s future, for instance, the increasing influence of the Vetëvendosje!-movement on the political level, a population that supports EU-accession on the domestic level and a weak economy on the economic level have been identified as some of the potential driving forces. It is debatable whether social networks, too, should be regarded as a driving force or whether they only mirror trends that can be recorded elsewhere. At any rate, depending on the topic of the scenarios, it may be worthwhile to at least consider the influence of modern media and social networks.  

 

Step 4: Defining two major future “either/or” uncertainties

In a next step, two key-uncertainties regarding the future development should be decided on and brought together in coordinate axes. As this is the core part of the scenario construction, enough time should be spent on this step. Several alternatives may be tried before deciding together on those two uncertainties which represents the group discussions best. For Kosovo’s future, the unresolved status question and the ethnic division of the Kosovar population have been identified as major uncertainties. Once both key-uncertainties have been decided on, two either/or development trends should be determined for each of them and marked at the opposing edges of the axes, as can be seen on the chart with the coordinate axes for Kosovo’s future development.

Scenario_Step4

Step 5: Generating a scenario for each possible combination

Now, a scenario topic for each of the four possible combinations of the axes needs be found which combines the two respective trends. Once again, various topics are possible for a given combination, but for the sake of convenience, only one should be chosen. It can be helpful to pick the most striking alternatives in order to keep the scope of the scenarios broad. While doing so keep in mind that scenarios are not about probability but possibility! The chart shows four possible scenarios for our example.

Scenario_Step5

Step 6: Fleshing the scenarios out

Once the concrete scenario topics have been generated, they need to be worked on in detail in order to flesh them out and make them coherent. Having the concrete topics in mind, it will be useful to repeat the previous steps and adapt the results accordingly, as the relevant information as well as the key factors and driving forces may differ from scenario to scenario. An event tree as the one in the chart can help to illustrate the connection between the respective scenarios and to point out under what future circumstances which of them may take place.


Scenario_Step6

According to your needs, the results can be presented in written form (as presented below), in a presentation or in any other way that appears appropriate.

Seminar Paper - Scenarios for a future Kosovo Adobe

 

Where do I get more information on scenarios?

In the following you will find several book recommendations on scenario building, both in English and in German.

  • Fink, A. and Siebe, A. (2011). Handbuch Zukunftsmanagement. Frankfurt am Main: Campus.
  • Gabriel, J. (2013). Der wissenschaftliche Umgang mit Zukunft. Wiesbaden: Springer VS.
  • Schwartz, P. (2005). The art of the long view. Chichester: Wiley.
  • Steinmüller, K. (2012). Szenarien – Ein Methodenkomplex zwischen wissenschaftlichem Anspruch und zeitgeistiger Bricolage. In: R. Popp, ed, Zukunft und Wissenschaft. Berlin/Heidelberg: Springer, pp. 101 - 137.
  • Wade, W. and Wagner, N. (2012). Scenario planning. Hoboken, N.J.: Wiley.

Further, you can watch our video on scenario construction, which summarises the content of this script.

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Letzte Änderung: 24.09.2018
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