Graduiertenkolleg Modell Romantik

DFG-GRADUIERTENKOLLEG GK 2041 „MODELL ROMANTIK“ AN DER FSU JENA
mit Beteiligung des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Heidelberg

Träger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: 2015–2024

 

„Romantik“ bezeichnet nicht nur eine literarisch-künstlerische Epoche, sondern wirkt in Form von romantischen Ideen und Praktiken bis in die Gegenwart hinein. Das von der DFG im Mai 2015 bewilligte Graduiertenkolleg „Modell ‚Romantik‘. Variation – Reichweite – Aktualität“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (GK 2041) erforscht Romantik jenseits der Historie als ein Modell, das für moderne Formen der Weltdeutung, der Selbstreflexion, der ästhetischen Gestaltung und der Lebensvollzüge herangezogen werden kann. So werden im Kolleg die Rezeption und Vorbildwirkung der Romantik in verschiedenen fachlichen und zeitlichen Kontexten untersucht. Für diese neue „Doktorandenschmiede“ stellt die DFG für neun Jahre mehr als sieben Millionen Euro zur Verfügung.

Die Präsenz der Romantik ist ein markantes europäisches und transatlantisches Phänomen. Bis in die Gegenwart finden Aktualisierungen in diversen Bereichen der Weltdeutung, Selbstbeschreibung und der Lebensvollzüge statt. Das Kolleg will solche Tradierungsprozesse auf einer methodisch neuen Grundlage erforschen und untersuchen, inwieweit vom 19. bis zum 21. Jahrhundert durch idealisierende, reduzierende und abstrahierende Repräsentationen ein „Modell Romantik“ herausgebildet wurde, das Denk-, Handlungs- und Darstellungsmuster zur Verfügung stellt.

 

Das Kolleg hat am 1. Oktober 2015 mit 14 Stellen für Doktorandinnen und Doktoranden seine Arbeit aufgenommen. Beteiligte Fächer und Antragsteller sind die Germanistik (Sprecher: Prof. Dr. Stefan Matuschek), Wissenschaftsgeschichte, Romanistik (Prof. Dr. Edoardo Costadura), Geschichte (Prof. Dr. Gisela Mettele), Neuere deutsche Literatur (Prof. Dr. Dirk von Petersdorff), Soziologie/Philosophie (Prof. Dr. Hartmut Rosa, Juniorprof. Dr. Tilman Reitz), Theologie (Stellvertretende Sprecherin: Prof. Dr. Miriam Rose), Amerikanistik (Prof. Dr. Caroline Rosenthal), Kunstgeschichte (Prof. Dr. Johannes Grave), Slawistik (Prof. Dr. Andrea Meyer-Fraatz) und Musikwissenschaft (Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt, Heidelberg).

 

Nähere Informationen zum Graduiertenkolleg finden Sie unter www.modellromantik.uni-jena.de

 

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 13.03.2020
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