Das Liszt-Bild in der zeitgenössischen Musikpublizistik

DAS LISZT-BILD IN DER ZEITGENÖSSISCHEN MUSIKPUBLIZISTIK

Träger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: 2018–2021

 

Franz Liszt zählt zu den facettenreichsten Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts und schon zu Lebzeiten wurde ihm eine enorme mediale Präsenz in Biographien, Musiklexika, Fachbüchern und vor allem in Zeitschriften zuteil. Das Anliegen der Projektes ist es, das umfangreiche und durchaus heterogene Bild, das die zeitgenössische Musikpublizistik der frühen 1820er-Jahre bis in die späten 1880er-Jahre von Liszt zeichnet, in den Blick zu nehmen und zentrale Aspekte dieser ambivalenten Auseinandersetzung zu beleuchten. Mithilfe eines rezeptions- und diskursanalytischen Ansatzes der musikpublizistischen Forschung soll das Projekt ein quellenfundiertes Gegengewicht zu der in der Forschung bisweilen überakzentuierten Selbstinszenierung Liszts bilden und zugleich den Fokus auf zwei Rezeptionsstränge legen: die „Lebensbilder“ und die „Künstlerbilder“. Beide Stränge sollen zunächst für sich genommen dokumentiert, interpretiert und abschließend als Aspekte einer umfassenden musikpublizistischen Diskursgeschichte wieder zusammengeführt werden.
Die Methode bietet die Chance, Liszts Rezeption nicht im Sinne von „wahr oder falsch“ biographisch interpretieren zu müssen und gestattet zudem, Abstand von verengenden Polaritäten wie „Virtuose versus Künstler“ oder „neudeutsche versus absolute Musikästhetik“ zu gewinnen. Mit dem Einbezug von Biographien, Musiklexika, Fachbüchern und einem breiten Panorama der musikalischen Fachzeitschriften soll ein Spektrum gewonnen werden, das das Publikationsnetzwerk um Liszt verdeutlicht und neben einzelnen Wortführern auch häufig anonym bleibenden Gelegenheitsrezensenten und Korrespondenten Raum gibt.

 

Projektleitung: Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt

Wiss. Mitarbeiterin: Ulrike Roesler, M.A.

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 23.03.2020
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