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Institut für Europäische Kunstgeschichte
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69117 Heidlberg

Tel.: +49 (0)6221 / 54 - 2423
Fax: +49 (0)6221 / 54 - 3382
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„[…] eine technische Neuerung [ist] nichts wert […], wenn ihr nicht auch eine formale entspricht, in deren Schmelztiegel sie das prägt, was man Stil nennt“.

Jean-Luc Godard

 

Projektvorstellung

Ziel des zunächst auf drei Jahre angelegten Projekts ist die interdisziplinäre Untersuchung der ästhetisch-formalen Charakteristika von Video-
produktionen für Handhelds (also: Smartphones, Tablet-PCs etc.) aus sowohl kunst- und bildwissenschaftlicher wie auch informations- und medienwissenschaftlicher Sicht. Insbesondere geht es um den Unterschied in der Produktion zwischen Videos für das Fernsehen und für das Handheld. Als Untersuchungsgegenstand wurde, in Abgrenzung von anderen diesbezüglich erforschbaren Formen (wie z.B. Nachrichtenclips, Teleshoppingsendungen, eigens produzierte Minimovies) aus verschiedenen Überlegungen heraus das Musikvideo gewählt:

Zum einen ist die ästhetische Form des Musikvideos weitestgehend eindeutig; sie hat sich, nach einer ersten Vorläuferphase in den 40er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, dann insbesondere seit den 80er Jahren in einer Fernsehumgebung mit Fernbedienung und vielen neuen Kanälen, zwischen denen hin- und hergewechselt werden kann, heraus-
kristallisiert. (Vgl. dazu Henry Keazor, Thorsten Wübbena: Video Thrills the Radio Star. Musikvideos: Geschichte, Themen, Analyse, 2011,
3. Auflage, Bielefeld, 59–81.)

Der Musikclip ist bezüglich seiner sich aus der primären Zielsetzung (der Bewerbung des zugrunde gelegten Musiktitels) ergebenden Definition so eindeutig, dass seine Form für einen Einsatz auf einem neuen Abspielmedium nicht grundlegend zu verändern ist, sondern vielmehr ästhetisch-formal an das neue Medium Handheld angepasst werden muss. Eventuelle Unterschiede in der Gestaltung von für das Fernsehen produzierten Musikclips und solchen, die bereits eine (parallele oder ausschließliche) Rezeption auf einem Handheld anvisieren, sind mithin exklusiv auf das hierfür verwendete Medium und seine Produktions- wie Nutzungsbedingungen zurückzuführen: Wenn sich also unterschiedliche ästhetische Tendenzen bei solchen Musikvideos beobachten lassen, so ist ganz offensichtlich das Abspiel-Medium die einzige veränderte Variable. Somit ist es möglich, mit dieser Genre-Festlegung zu aussagekräftigen Resultaten zu gelangen, die dann auch in einem zweiten Schritt mutatis mutandis auf andere audiovisuelle Formen übertragen werden können.

Das in dem Projekt Untersuchungsdesign ist methodisch vielschichtig und beginnt mit der Analyse von Form und Inhalt der einzelnen Musikvideos; hieran schließen sich sodann Befragungen von Produzenten/Autoren/Regisseuren sowie qualitative Nutzerbefragungen an (zu den methodischen Vorausüberlegungen vgl. auch Hans W. Giessen: Formale Charakteristika von Audiovisionssegmenten im multimedialen Umfeld. In: Kodikas/Code. Ars Semeiotica, Vol. 31, No.3/4, (July-Dec 2008), 271–287).

Editor: SH
Latest Revision: 2014-03-28
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