Bereichsbild
Bild
 
Aktuelles

06.02.2020
Öffentlicher Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Ronald G. Asch (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg): "Der reformierte Protestantismus. Die pfälzischen Wittelsbacher und die Causa palatina", Kurpfälzisches Museum, Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg (Großer Salon)

 

6.02.–7.02.2020
Internationales Symposion  "Königskinder". Lebenswege und Handlungsspielräume einer Dynastie im Europa des 17. Jahrhunderts unter der Leitung von Prof. Dr. Sven Externbrink als Kooperation des Historischen Seminars und des Kurpfälzischen Museums

 

Gregor Stiebert, M.A.

Zur Person
Dissertationsprojekt
Publikationen
Vorträge
Lehrveranstaltungen

Kontakt

Historisches Seminar
Grabengasse 3-5
69117 Heidelberg

Telefon: 06221/54-2442
E-Mail: gregor.stiebert@zegk.uni-heidelberg.de

Sprechstunde
Historisches Seminar, Raum 220a
Dienstags 11:00 - 12:00 Uhr.
Bis auf Weiteres finden die Sprechstunden virtuell über heiConf statt. Um die Zugangsdaten zu erhalten, melden Sie sich bitte per E-Mail an meine Adresse.

Zuständig für die Koordination der internationalen Austauschprogramme des Historischen Seminars, Erasmus+ und European Liberal Arts (ELAN).

 

Zur Person

Seit Januar 2016
Assistent am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit am Historischen Seminar der Ruprecht-Karls Universität

2014
Wissenschaftlicher Tutor am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit

2012-2015
Masterstudium in Geschichte an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg und der Université de Poitiers (Frankreich)

2008-2012
Bachelorstudium in Geschichte und Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim

 

Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: Reichweite und Anwendungsmöglichkeiten Ökonomischen Wissens in der frühneuzeitlichen Verwaltungspraxis Österreichs

Ökonomisches Wissen umfasste in der Frühen Neuzeit keinen klar abgegrenzten Wissensbereich, der nach rationalen Prinzipien ausgerichtet war. Vielmehr wurde dieses Wissen durch naturrechtliche, staatsrechtliche und normative Ansätze organisiert und strukturiert. Die zahlreichen Quellen, die vor allem ab Mitte des 17. Jahrhunderts eindeutiger diesem Wissensbereich zugeordnet werden können, zeichnen sich durch eine starke Heterogenität hinsichtlich ihrer Zielsetzungen, Methoden und Struktur aus. Das vereinende Element all dieser Schriften ist vor allem der Fokus auf die Wohlfahrt des Fürstenstaats und später ab der Mitte des 18. Jahrhunderts die "gemeinschaftliche Glückseligkeit" aller Untertanen. Vor dem Hintergrund dieser angedeuteten Feststellung ist es das Ziel des Dissertationsprojektes, Diskurse der ökonomischen Literatur im deutschsprachigen Raum in der Verwaltungspraxis nachzuspüren und damit auf ihre Anwendung hin zu überprüfen.

Als Untersuchungsobjekt eignet sich dafür das Erzherzogtum Österreich, welches im genannten Zeitraum einerseits eine Fülle an Wirtschaftsliteratur produzierte und gleichzeitig zahlreiche Wandlungsprozesse in den Verwaltungsstrukturen zu durchlaufen hatte. Autoren wirtschaftlichen Wissens waren in diesem Gefüge von entscheidender Bedeutung, da sie häufig eine Doppelstellung als gelehrte Schriftsteller und Verwaltungsbeamte am Hof einnahmen. Sie stellten somit eine Schnittstelle zwischen einem eher theoretisierenden Diskurs über Wirtschaftsproblematiken und praktische Lösungen durch die Verwaltung dar.

 

Publikationen

  • Georg von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach (1484-1543), in: Herrschaft und Glaubenswechsel. Die Fürstenreformation im Reich und Europa in 28 Biographien, hrsg. v. Susan Richter und Armin Kohnle, Heidelberg 2016, S. 284–298.
  • (Zusammen mit Susan Richter und Michael Roth) Einleitung, in: Entsagte Herrschaft. Mediale Inszenierungen fürstlicher Abdankungen im Europa der Frühneuzeit, hrsg. v. Susan Richter, Wien/Köln/Weimar 2019, S. 9–19.
  • Bilder ohne Macht? Darstellungen der Brüsseler Abdankung Kaiser Karls V. (1500–1558) als Geschichtsbilder, in: Entsagte Herrschaft. Mediale Inszenierungen fürstlicher Abdankungen im Europa der Frühneuzeit, hrsg. v. Susan Richter, Wien/Köln/Weimar 2019, S. 50–78.
  • (Zusammen mit Pascal Firges, Johan Lange, Thomas Maissen, Sebastian Meurer, Susan Richter, Lina Weber, Urte Weeber, and Christine Zabel) Introduction. Languages of Reform and the European Enlightenment  in: Languages of Reform in the Eighteenth Century. When Europe Lost Its Fear of Change, hrsg. v. Susan Richter/Thomas Maissen/Manuela Albertone, New York 2019, S. 1-26.
  • Change and Improvement to save the State. Administrative Reforms in Maria Theresian Austria, in: Languages of Reform in the Eighteenth Century. When Europe Lost Its Fear of Change, hrsg. v. Susan Richter/Thomas Maissen/Manuela Albertone, New York 2019, S. 127–152.
  • Markt ohne Marktwirtschaft? Ein Überblick zu wirtschaftlichen Vorstellungen in der Frühen Neuzeit auf dem Weg zu einer Marktgesellschaft, vsl. 2020, in Erscheinung.

Vorträge

  • Kulturmärkte und ökonomische Theorie im späten 18. Jahrhundert (zusammen mit PD Dr. Susan Richter) im Rahmen des Workshop „Markt Macht Kultur“, 3. Juli 2015, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. (Link)
  • Jeanne d'Albret und Heinrich IV. von Frankreich als Reformationsfürsten, anlässlich der Buchvorstellung „Mit Zepter und Bibel. Die Fürstenreformation im Alten Reich und in Europa”, 18. Oktober 2017, Kurpfälzisches Museum Heidelberg.
  • Frieden und Friedlosigkeit im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges, anlässlich der Studienfahrt "Stätten von Krieg und Frieden in Europa" der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen Anhalt, 24. Juli 2018, Neue Universität Heidelberg.
  • Reasoning in Times of Crisis and Renewal. Adminstrative reform in 18th century Austria, Vortrag im Rahmen der Konferenz "Crisis and Renewal in the History of Political Thought", 12. Oktober 2018, Heidelberg. (Link)
  • Markt ohne Marktwirtschaft? Begriffe und Ordnungsvorstellungen eines frühneuzeitlichen Kulturmarktes, Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung "Kulturmärkte", 23. Oktober 2018, Heidelberg.
  • Ordnungsprinzipien der Ökonomie in Österreich unter Leopold I., Vortrag im Rahmen des Oberseminars Prof. Dr. Lothar Schilling (Universität Augsburg), 6. November 2019.
  • „Paris ist einen Briefwechsel wert“ Die Bedeutung fürstlicher Korrespondenz während der Französischen Religionskriege, Vortrag im Rahmen des Initiativworkshop für ein Digitalisierungs- und Editionsprojekt des deutschen Briefbestands (Dubrowskij) in der Russischen Nationalbibliothek St. Petersburg, 14. November 2019, DHI Paris. (Link)

 

Lehrveranstaltungen

 

SoSe 2020

  • Quellenübung: Wirtschaftliches Wissen und Wirtschaftssteuerung in der Frühen Neuzeit
  • Exkursion: Residenzen der Könige und des Adels in der Île-de-France im 16. und 17. Jahrhundert (gemeinsam mit Prof. Dr. Sven Externbrink) - entfallen

SoSe 2019

  • Proseminar: Wie aufgeklärt kann Absolutismus sein? Reformen in der Habsburgermonarchie unter Maria Theresia und Joseph II. im Zeitalter der europäischen Aufklärung (1740–1792)
  • Exkursion: Andalusien in der Frühen Neuzeit: Reconquista und Expansion (gemeinsam mit Michael Roth, M.A. und Sebastian Schütte, M.A.)

SoSe 2018

  • Proseminar: Der Fürst als Manager? Staatswirtschaft in der europäischen Vormoderne (1648–1776)
  • Exkursion: Money, Monarchie, and Music – London als Metropole in der Frühen Neuzeit (gemeinsam mit Prof. Dr. Susan Richter)

SoSe 2017

  • Proseminar: Geburtsstunde des frühneuzeitlichen Frankreich? – Die französischen Religionskriege 1562–1598
  • Exkursion: Lissabon: Tor zur Welt und ideale Planstadt (gemeinsam mit PD Dr. Susan Richter)

WiSe 2016/17

  • Übung: Lektürekurs Niccolò Machiavelli (1469–1527) (gemeinsam mit Michael Roth, M.A.)

SoSe 2016

  • Proseminar: Alles für das Volk, nichts durch das Volk? – Österreich zwischen absoluter und aufgeklärter Monarchie im 18. Jahrhundert
  • Exkursion: Prag – Zentrum und Peripherie des Alten Reiches (gemeinsam mit PD Dr. Susan Richter)
Seitenbearbeiter: Nicolas Schmitt
Letzte Änderung: 10.06.2020
zum Seitenanfang/up