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Dr. Christoph Mauntel

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Seit September 2015 ist Christoph Mauntel Mitglied des Graduiertenkollegs "Religiöses Wissen im vormodernen Europa" an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Zur Person

Seit September 2015
Postdoc am Graduiertenkolleg "Religiöses Wissen im vormodernen Europa" an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Seit Juni 2014
Mitglied des WIN-Kollegs "Messen und Verstehen der Welt durch die Wissenschaft" der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
(Projekt: Die Vermessung der Welt. Religiöse Deutung und empirische Quantifizierung im mittelalterlichen Europa).

2013-2015
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsprojekt "Weltordnungen"
(Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context“, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)

Juni 2013
Promotion (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
Thema der Dissertation: "Gewalt in Wort und Tat. Praktiken und Narrative im spätmittelalterlichen Frankreich"

2011-2015
Mitglied des SFB 933 "Materiale Textkulturen"

2010-2013
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Heidelberg

2004-2010
Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Osteuropäischen Geschichte und Slavistik an den Universitäten Göttingen und Heidelberg
Magister Artium (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
Thema der Magisterarbeit: „Symbole und Rituale in spätmittelalterlichen Aufständen.“


 

Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre


Aktuelles Forschunsprojekt: "Weltordnungen. Die Erfassung der Welt zwischen traditional-religiösem Wissen und empirischer Erfahrung“

Das Projekt „Weltordnungen“ will erforschen, wie Autoren des lateinisch-christlichen Mittelalters im Spannungsfeld zwischen traditional-religiösem Wissen und empirischer Erfahrung die Welt beschrieben und sich selbst in dieser verorteten. Dabei werden tradierte geographische Kenntnisse und grundlegende geographische Erfassungskategorien (etwa Kontinente oder Himmelsrichtungen) als ‚religiöses Wissen‘ verstanden, das zunehmend durch empirische Erfahrungen transformiert oder verdrängt wurde. 

Hintergrund dafür ist der Umstand, dass die lateinische Christenheit seit dem 12. Jahrhundert in dichter werdende transkulturelle Kontakte und Austauschprozesse eingebunden war (Kreuzzüge, Expansion der Mongolen), die zu einer intensivierten Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdbildern führten. Aus diesem Kontext heraus fragt das Projekt, anhand welcher Kategorien und Modelle christlich-lateinische Reisende und Autoren fremde Regionen erfassten, wie sie ihre eigene Lebenswelt dazu ins Bezug setzten, welchen Wandlungsprozessen sowohl Erfassungskategorien als auch Identitäts- und Alteritätskonstruktionen unterworfen waren und schließlich, ob diese Kategorien für spezifische Akteure handlungsleitend wurden.

 

Promotionsprojekt: "Gewalt in Wort und Tat. Praktiken und Narrative im spätmittelalterlichen Frankreich" (abgeschlossen)

Im Druck erschienen im April 2014

Die Geschichte der Gewalt kann im 20. Jahrhundert nur als Problemgeschichte gedacht werden: Gewalt ist unerwünscht und generell negativ, wird sie dennoch ausgeübt, bedarf sie der besonderen Legitimierung. Das Mittelalter dient uns aus dieser Sicht heraus als Gegenwelt, als "ferner Spiegel", dessen oft beschworene "Finsternis" im populären Geschichtsbild vor allem mit exzessiver Gewaltausübung verknüpft ist. Auch der wissenschaftliche Blick kann sich diesem modernen Problembewusstsein nicht entziehen - so wird häufig unbewusst ein moderner Maßstab zugrunde gelegt, wenn mittelalterliche Kriege oder Hinrichtungen als "grausam" beschrieben werden.

Vor diesem Hintergrund wurde das mittelalterliche Verständnis von Gewalt in seiner kulturellen Alterität untersucht. Dabei stand nicht die Rekonstruktion und Analyse von Handlungen im Vordergrund, sondern deren zeitgenössische Interpretation und Verarbeitung und damit ein besseres Verständnis der Bedeutung, die Gewalt für die mittelalterliche Welt hatte. Als Untersuchungsobjekt bietet sich das spätmittelalterliche Frankreich an, da diese Zeit von vielfältigen, auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelten Konflikten geprägt war, die mit Gewalt ausgetragen wurden. Als Quellen wurden hauptsächlich Chroniken, Traktate und Rechtsquellen ausgewertet.

 

Veröffentlichungen

 



Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 10.10.2023
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