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Dr. Simon Lange

Lehrstuhl für Zeitgeschichte

Kontakt

E-Mail: simon.lange@alumni.uni-heidelberg.de


Zur Person

Simon Lange studierte von 2004 bis 2009 Mittlere und Neuere Geschichte, Germanistik und Psychologie an den Universitäten Köln, Heidelberg und Paris IV (Sorbonne). In seiner Magisterarbeit am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Universität Heidelberg beschäftigte er sich mit „Geschichte und Rolle der Vertriebenenverbände in der Bundesrepublik 1949-1973“. In seiner anschließenden Dissertation untersuchte er den Erinnerungsdiskurs zum Thema Flucht und Vertreibung im wiedervereinigten Deutschland sowie vor allem die Rolle der Vertriebenenverbände als wichtige Akteure dieses Diskurses im Zeitraum zwischen dem Fall der Mauer sowie dem endgültigen Entschluss zur staatlich geförderten Musealisierung von Flucht und Vertreibung durch die Gründung der Stiftung ‚Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘ am 30. Dezember 2008. Dabei kommt er zu dem Ergebnis, dass während sich für die Wiedergutmachungsansprüche der Verbände in Bezug auf Grenzrevision, Heimatrecht und materielle Entschädigung immer weniger öffentliche Unterstützung generieren ließ, sich gerade in Bezug auf die Erinnerung an Flucht und Vertreibung bemerkenswerte Parallelen zwischen verbandlicher und öffentlicher Sphäre ergeben haben. Der neue deutsche Opferdiskurs, die Debatte um das Zentrum gegen Vertreibungen sowie um die ‚Holocaustisierung‘ der Vertreibungserinnerung sind hierfür Beispiele. Die Dissertation wurde im September 2015 publiziert.


Dissertation

Der Erinnerungsdiskurs um Flucht und Vertreibung in Deutschland seit 1989/90. Vertriebenenverbände, Öffentlichkeit und die Suche nach einer ‚normalen‘ Identität für die Berliner Republik, abrufbar unter http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/19300


Stipendien

  • 2005-2008 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes

 

Lehrveranstaltungen

  • WS 2010/11: Übung EPG II „Flucht, Vertreibung, Integration“
  • WS 2011/12: Übung EPG II „Tendenzen der Erinnerung seit 1989“

 

Veröffentlichungen

  • Der Frankfurter Auschwitz-Prozess als Wendepunkt der Erinnerungskultur?, in: Narrative im Dialog. Deutsch-polnische Erinnerungsdiskurse, hg. v. Kerstin von Lingen, Wolfgang Form und Krzysztof Ruchniewicz. Dresden 2013, S. 363-383.

Seitenbearbeiter: Martin Stallmann
Letzte Änderung: 20.01.2016
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